Vor einem Jahr wurde der Spyker C8 Aileron erstmals präsentiert und nun gab es auf dem Genfer Autosalon die Serienversion zu bewundern. Der Nachfolger des C8 Laviolette und Spyder besitzt eine bessere Straßenlage und mehr Platz im Innenraum durch eine Verlängerung des Fahrzeugs um 15 Zentimeter auf 4,62 Meter. Der Blickfang beim Aileron sind natürlich die Schmetterlingstüren. Ein gläsernes Dach lässt viel Licht in den Innenraum des Fahrzeugs. Die Luftfahrt-Vergangenheit der Firma Spyker spiegelt sich durch Turbinenformen in zahlreichen Karosserieteilen wieder.
Hochwertige Materialien wie Leder und Aluminium bestimmen das Innenleben des Fahrzeugs. Wie ein Flugzeug-Cockpit ist das Armaturenbrett gestaltet. Der Antrieb kommt von Audi mit 405 PS. Der fliegende Holländer spurtet von 0 auf Tempo 100 in 4,5 Sekunden. Das neue Modell kommt wahlweise mit Handschaltung oder Automatik und ist nicht unter 225.000 Euro zu bekommen. Im August soll im kalifornischen Pebble Beach die Spyder-Version vorgestellt werden.
Der Nissan GT-R SpecV wird bisher nur von sieben Händlern in Japan vertrieben. Die Kundenresonanz auf dem Genfer Autosalon soll über einen Europa-Start die Entscheidung bringen. Die neue Top-Version SpecV des 485 PS starken Supersportwagens Nissan GT-R zieht noch mehr Anleihen aus dem Rennsport als die Serienvariante. Sehr viele Fahrzeugteile, wie unter anderem der Heckspoiler, die Grillmaske und die Kühlluftschächte der Bremsen, sind aus Kohlefaser gefertigt. Die Spezial-Lackierung ist ebenfalls dem Material optisch nachempfunden worden. Selbst im Interieur findet man Carbon. Auch unter der nun ausgebeulten Haube des Supersportwagens findet man heiße Kleinigkeiten: Größere Bremsen, weniger Gewicht und die leichte Beule verdeckt den Turbolader mit Overboost-Funktion.
Ferrari kommt zum Genfer Autosalon mit zwei Neuheiten. Nachdem das Jahr 2008 ganz im Zeichen des California stand, gilt die Aufmerksamkeit nun dem Ferrari 599. Auf der Messe präsentieren die Italiener den Ferrari 599 GTB Fiorano mit einem neuen sportlichen Handling. Das Fahrzeug ist in drei Lagen mit einem neuen Metallic-Rot lackiert. Der klassischen rote Formel-1-Farbton bleibt dem Ferrari 599XX vorbehalten. Bei ihm handelt es sich laut Ferrari um ein rollendes Versuchslabor mit fortschrittlichster Technik, das einem ausgewählten Kundenkreis vorbehalten bleibt. Ausführliche Details zu den beiden 599ern werden auf dem Auto-Salon bekannt gegeben.
Der ehemalige McLaren-Designer Jim Dowle stellte vor einem Jahr eine vielbeachtete Studie seines P1 Sportwagens vor. Die Resonanz war mehr als positiv. Das mehr als auffällige Fahrzeug sollte ein preiswerter Sportwagen sein und zum Konkurrenten für den Lotus Exige werden.
In der Zwischenzeit machten seine Entwürfe weiter Fortschritte und aus dem P1 wurde der P1-E. Der Buchstabe E steht für den elektrischen Antrieb, und damit für den ersten Sportwagen mit Elektro-Motor. Damit geht Dowle der Zeit entsprechend in die Abteilung "Green Cars". Billig ist dieser Antrieb mit Lithiumionen-Batterien und zwei Elektro-Motoren für alle vier Räder nicht gerade. Der Preis dürfte bei 75.000 US-Dollar liegen. Die Beschleunigungswerte sind sensationell: In 2,9 Sekunden auf 60 mph. Die Reichweite beträgt 230 Meilen. Der Vier-Rad-Antrieb verleiht dem Auto eine maximale Traktion. Ein regeneratives Bremssystem auf jedem Rad gehört ebenfalls zur Ausstattung.
Said Dowle sagte zu seiner Weiterentwicklung: "Bisher hatten alle Fahrzeuge mit Elektro-Motor wenig Anziehungskraft auf die Fahrer-Enthusiasten. Wir haben uns entschieden, einen erschwinglichen elektrischen Sportwagen auf den Markt zu bringen, der die Vorteile der konventionellen Maschinen mit den Triebwerken der elektrischen vereint, ohne die Nachteile der beiden - kurz, ein Auto für das 21. Jahrhundert." Der Prototyp des P1-E soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden, allerdings sind einige zusätzliche Finanzierungen notwendig.
Vorbei die Zeiten, in denen Studien mit fetten V8 Motoren und Leistung im Überfluss präsentiert wurden. Geiz ist geil und Low Cost bedeutet nicht, am Automobil weniger Faszination oder Spass zu haben. Genau das möchte uns VW mit dem in Detroit vorgstellten BIO Roadster Blue Sport beweisen.
Abgesehen vom Namen und der damit verbundenen Diesel-Müsli-Spritspar-Motorisierung als Entschuldigung für ein herrlich unvernünftiges Auto in Krisenzeiten ist der Blue Sport eine Wohltat für Auto-Puristen.
Schön kompakt (unter vier Metern Länge) und schön leicht (ca. 1200 kg) braucht man in dem Wolfsburger Spaßmobil nur wenig Leistung, um auf respektable Fahrleistungen zu kommen. Ganz im Sinne der Zeit.
Gleich ob Sportflitzer, Luxuslimousine oder SUV: Kraft kann man offenkundig nie genug haben. Während Mercedes in Bologna die gesamte AMG-Flotte gleich neben den Öko-Modellen präsentierte, stellte man die großen SUVs jedoch lieber in die zweite Reihe und platzierte auch den Maybach wenig auffällig. Dafür durfte der in limitierter Stückzahl für den Rennbetrieb gedachte SLR McLaren 722 GT prunken.
Audi tat es Mercedes gleich und versteckte den Q7 V12 TDI im letzten Eck, wohingegen der R8 prominenter positioniert wurde. BMW war sowieso abwesend. Dafür war Brabus mit dem Rocket 6.3 S Biturbo umso anwesender. 730 PS und 1.320 Newtonmeter auf Basis des Mercedes CLS sind nicht wirklich politisch korrekt. Wen kümmert's? Bentley hatte den Continental Flying Spur Speed im Angebot, mit 610 PS ebenfalls nicht schwächlich. Die Amis brachten die Corvette ZR1 mit 620 Kompressor-Pferdchen mit. Exoten wie der Pagani Zonda F oder der sechsrädrige Covini C6W sorgten ebenfalls für leuchtende Augen.
Der Z4 wollte sich bisher nicht so richtig in die restliche BMW Modellpalette eingliedern. Irgendwie stach der bayrische Rodster immer hervor. Als Produkt der polarisierenden Bangle Ära wurde nun auch der Puristen-BMW nach dem 7er neu aufgelegt. Ganz im neuen Stil des Hause und (irgendwie überraschend) ohne den Vorgänger zur verleugnen.
Der bisherige Z4 war im deutschen Trio mit SLK und TT immer der puristische Draufgänger. Jedoch verschreckte das Design viele Käufer. Nicht das etwas grundlegend nicht passte - die Proportionen mit langer Haube und kurzem Heck sind der Konkurrenz in Sachen Ästhetik sicher vorraus - eher die verspielten Details wie die Hängebauch-Sicke an den Flanken sorgten oftmals für Stirnrunzeln. Der Neue bügelt genau diese Schwächen aus. Die gelungenen Proportionen sind geblieben und wurden durch mehr Länge und Breite bei gleichzeitig weniger Höhe noch stärker betont.
Es gitb Situationen, da sagt man besser gar nichts. Und es gibt wirtschaftliche und umeltpolitische Situationen, da sollte man wissen, wie man clever reagiert.
Man kann umweltfreundliche Ökoautos bauen und die Technikwelt mit neuen innovativen Detaillösungen beeindrucken (Toyota Prius / IQ, Honda Insight, GM Volt), die bereits nahe an der Serie liegen.
Man kann aber auch weniger sinnvolle Autos bauen und trotzdem einen Imagegewinn und Erfolg verzeichnen (BMW X6). Audi hat sich entschieden weiter den Weg von BMW einzuschlagen und die Sinnfreiheit eines R8 noch etwas stärker zu betonen.
Eine Studie kann ein Hersteller aus verschiedenen Gründen präsentieren. Möglicherweise möchte man gewisse Fähigkeiten demonstrieren, ohne das vorgestellte Werk jemals in Serie zu bauen. Oder als Appetitanreger für ein bald erscheinendes neues Modell.
Einer der wichtigsten Gründe aber ist der Aufbau von Image für die Marke. Honda werkelt seit Jahren an seinem grünen Image und übergeht damit Toyotas Hybrid Monopolstellung, indem man gleich zwei Schritte weiterdenkt und sich auf die noch weiter in der Zukunft liegende Brennstoffzelle konzentriert.
Vielleicht hat man dem neuen Panamera Unrecht getan. Der bislang nur im Tarngewand bekannte Familien-Porsche wurde vielfach schon im Vorhinein durch den Dreck gezogen. Die eher unvorteilhaften Erlkönigbilder haben viele Fans und Beobachter verschreckt. Doch nun, da die Hüllen gefallen sind, folgt die (erfreuliche) Ernüchterung. Die Porsche Designphilosophie wurde mehr als gelungen auf das Limousinenformat projiziert und durch einige (für Porsche untypische) Kanten ergänzt.