Aus Frankreich kamen schon viele außergewöhnliche Modelle und Studien - sie wollen eben etwas anders sein, als die europäischen Konkurrenz. Doch anders zu sein gehört manchmal auch zum Konzept. Mit dem BB1 präsentierte Peugeot auf der Frankfurter Automesse IAA eine optisch völlig verrückte Idee. Der BB1 ist eine nur 2,50 Meter kurze Studie mit Elektroantrieb und vier Sitzplätzen. Und was sehen wir? Ein Stadtmobil der Zukunft, dass wohl schon die ersten Erfahrungen mit der robusten Fahrweise der Pariser in der französischen Hauptstadt hinter sich hat. Das Fahrzeug sieht nicht nur auf den ersten Blick völlig zerknautscht aus. Ob sich diese Studie durchsetzen wird? Das Fahrzeug kann man sich gut in einem "Michel-Vaillant-Comic" oder in Disney's "Cars 3" vorstellen.
Es müssen nicht immer sauteure, übermotorisierte Supersportler sein, die für Aufregung sorgen. Zumal, wer kann sich so einen schon leisten? Peugeot wirft nun mit dem RCZ ein atemberaubend gestyltes Fahrzeug auf den Markt, das Sport und Vernunft unter einen Hut bringt. Sowohl was die Verbrauchswerte als auch den Kaufpreis betrifft. 26.450 Euro für sparsame 156-Benzin-PS in aufregend verpacktem Design. Das ist Spaß, den man sich erarbeiten kann. Die trauen sich halt was, die Franzosen. Wo aber ist da die Konkurrenz? Lediglich Audi hat mit dem TT etwas entgegenzusetzen. Über die Preise sollte man allerdings besser den Mantel des Schweigens hüllen.
Auf der IAA zeigt Peugeot die Vision eines sportlichen Coupes. Der 308 RC Z soll 218 PS haben und nur 1.200 Kilo wiegen. Sein Designer ist der Deutsche Boris Reinmöller. Der 33-jährige mixte ein bisschen Audi TT, ein bisschen Nissan 350 Z zur einzigartigen Form. Die 19-Zoll-Räder, breite vordere Kotflügel und dicke Backen hinten sorgen für den perfekten Cocktail. Schnell ist der kleine Franzose mit 235 km/h Höchstgeschwindigkeit auch noch.
Wenn ich auf der Straße einem beliebigen Passanten danach frage, wie ein Rennauto auszusehen hat, nennt er mir bestimmt breite Reifen, einen riesigen Heckspoiler und eine spitze Schnauze. All das hat die Formel 1 nicht mehr. Die mächtigen Heckflügel wichen einem Stummelfügelchen, die Reifen wurden zwar von den Rillen befreit, sind aber immer noch lächerlich schmal und die Nasen von Renault & Co sehen aus, als ob sie täglich einen Schlag drauf bekommen würden.
Wenn ich die Boxengasse beim 24 h Klassiker in Le Mans entlang schlendere, sehe ich hingegen reinrassige Rennautos so weit das Auge reicht - da sieht man über das Dach beim Peugeot Prototypen gerne hinweg. "Nach der Formel 1 ist die LMP1 das Schnellste, was es im Motorsport gibt", pflichtet uns Rennsieger Marco Werner bei. Ex-F1-Pilot Olivier Panis kann beides vergleichen: "Das Auto ist direkter und etwas schwerer, aber beim Abtrieb ist es ziemlich nah am F1 dran", sagte Panis zu Autoblog. "Es macht viel Spaß!" Genau das fehlt der Formel 1 mit ihren politischen Wirrungen momentan. Der Spaß.
Als Crossover-Talent wurde eben erst der kompakte 3008 von Peugeot vorgestellt. Scheinbar sieht Peugeot den 3008 wohl eher in der SUV-Ecke als im Kompakt-Van-Segment angesiedelt. Ansonsten würde die Vorstellung des 5008 wohl wenig Sinn machen. Worum geht es bei diesem Fahrzeug überhaupt? Der 5008 ist ein klassischer Kompakt-Van mit bis zu sieben Sitzen. Er zielt also ziemlich genau auf den gerade erst vorgestellten Renault Grand Scenic sowie Toyota Verso. Rein vom Stil her sieht man dem 5008 die stilistische Verwandtschaft zum 3008 deutlich an. Ein für Peugeot ungewöhnlich zurückhaltendes Frontdesign und eine recht konservative Linienführung rundum, wirken gefällig aber wenig aufregend. Das der neue 5008 konzernbedingt die gleiche technische Basis wie der Citroen C4 Picasso nutzt scheint logisch. Das eine oder andere Stilelement, wie die schwarzen D-Säulen (schwebendes Dach) sowie der weiter hinten angeordnete Knick in der Fensterlinie, erinnern jedoch stark an Citroen.
Im Interieur gibt es das Klassenübliche Klapp-Brimborium in der zweiten sowie dritten Sitzreihe. Reihe drei lässt sich eben im Boden verstauen und in Reihe zwei kann man alle drei Sitze verschieben und umklappen. Man ist also dem Zeitgeist entsprechen gut gerüstet für einen Kompakt-Van, Überraschungen bleiben aber aus. Der Armaturenträger gibt sich ähnlich wie im 3008 hochwertig und dem Fahrer zugewandt. Das neue Peugeot Armaturenkonzept wirkt gut Verarbeitet mit lackierten Elementen und Chromschmuck. Schon der 308 beeindruckte mit einer hochwertigen Optik im Interieur. Bleibt abzuwarten wie weit sich die Käuferschicht von 3008 und 5008 überscheidet. Ein gelungene Alternative zur neuen Kompakt-Van-Klasse von Toyota und Renault ist der Peugeot allemal.
Der neue Peugeot 3008 kommt im Sommer 2009 zu den Händlern. Citroen bezeichnet sein Fahrzeug als Mix aus variablem Van, sportlichem SUV und klassischer Limousine. Der günstigste 3008 wird 21.500 Euro kosten. Es handelt sich dabei um das Modell mit 1,6-Liter-VTi-Benziner mit 120 PS. Der an ein Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelte Motor erfüllt die Euro-5-Abgasnorm.
Auf die Serienproduktion von Hybrid-Dieselantrieben bereitet PSA Peugeot Citroen inzwischen seine Werke in Mulhouse und Sochaux vor. Im französischen Sochaux sind bereits erste Prototypen des Peugeot 3008 mit der "Hybrid4" genannten Technik entstanden. Diese verfügen über einen Dieselmotor unter der Haube und einen auf der Hinterachse positionierten Elektromotor. Der Peugeot 3008 soll ab 2011 in der Hybrid-Version erhältlich sein.
Nach einer Anfrage auf der Peking Motor Show hat Peugeot mehrere Tausend Zuschriften erhalten und einen Gewinner ausgewählt. Carlos Arturo Torres Tovar, ein 27-jähriger Designer aus Kolumbien, hat das Auto der Zukunft entwickelt. Als Sieger des Wettbewerbs wurde sein Fahrzeug als Studie gebaut und bescherte ihm außerdem einen Gewinn über 10.000 Euro und einer Spielekonsole.
Das Peugeot RD Konzeptauto zeichnet sich durch seine große Glasfront aus, die sich über das gesamte Cockpit bis zum Heck nach hinten zieht. Darunter findet lediglich ein Fahrer Platz. Fahrspaß soll durch das Fahrwerk mit nur drei Rädern erzeugt werden. Das Auto soll sich fahren wie ein Motorrad, aber modernste Sicherheitsstandards der herkömmlichen PKW bieten.
Die Peugeot-Familie erlitt einen bedauerliche Verlust am vergangenen Wochenende. Bertrand Peugeot verstarb am 14. Februar im Alter von 85 Jahren. Er war 25 Jahre stellvertretender Vorsitzender des gleichnamigen französischen Autobauers. Bertrand Peugeot gilt als der Architekt der Fusion zwischen seiner Familie und Citroen. PSA/Peugeot-Citroen ist inzwischen einer der größten europäischen Automobilhersteller geworden.
Der Enkel des Firmengründers Robert Peugeot hinterlässt seine Söhne Christian, Direktor für Kommunikation und Strategie bei Peugeot, und Robert, der den Vorsitz über die Holding-Gesellschaft hat.
Es gab Zeiten, da war es einfach ein Fahrzeug seiner Klasse am Markt zuzuordnen. Da gab es die Kleinwagenklasse, danach kam die Kompaktklasse und dann die Mittelklasse. Wer also etwas mehr Platz für Familie und Hobby brauchte, finanziell die Welt aber nicht aus den Angeln heben wollte, für den kam dann ein kompakter Kombi in Frage und basta. Alle waren glücklich und kein Mensch hat nach einem Van, einem SUV oder sonst was gefragt.
Heutzutage reichen in der Größenordnung der Kompaktklasse (die mit der ehemaligen Kompaktklasse ja sowieso größenmäßig nichts mehr zu tun hat) nicht einmal mehr das Überangebot an SUVs und Van`s aus um das zu bieten, was der Kunde eigentlich möchte. Das glaubt zumindest Peugeot und (er)findet mit dem neuen 3008 die Nische in der Nische.
Der 3008 ist der erste kompakte SUV-Van. Die Kreuzung aus SUV und Van kennen wir ja schon von anderen Herstellern. Mercedes legte mit der R-Klasse, die irgendwie SUV, Van und Kombi zugleich sein wollte, eine phänomenale Bauchlandung hin. Wobei die R-Klasse eher Richtung Kombi orientiert war. Der 3008 sieht auf den ersten Blick nach einem etwas aufgeblasenen Kompakt-SUV aus. So viel zur Zuordnung als Orientierungshilfe.
Honda stellte in Bologna mit dem FCX Clarity das erste Kleinserienfahrzeug mit der Technik von übermorgen aus. Eine ansprechend mit coupéhafter Linie designte Limousine in der Größe eines Honda Accord. Das Wesentliche steckt unter dem Blech: ein Brennstoffzellen-Antrieb. Wasserstoff ist dabei der Energieträger, der in der Brennstoffzelle mit Sauerstoff reagiert. Dadurch wird Strom erzeugt, der das Fahrzeug praktisch emmissionsfrei - einzig Wasser wird dabei freigesetzt - und entsprechend umweltschonend antreibt.
Ihrer Phantasie freien Lauf ließen einmal mehr die Franzosen und zeigten mit dem Crossover Citroën Hypnos und der Sportlimousine Peugeot RC HYbrid4 zwei spektakuläre Studien, die so leider nie auf unseren Straßen zu sehen sein werden. Beide sind reine Haute Couture, der Hypnos als Diesel-Hybrid, der RC als Benzin-Hybrid mit 1,6 Liter Turbo plus E-Antrieb und gesamt 313 PS bei nur 109g CO2-Ausstoß. Die Japaner fielen wie immer mit pfiffigen Kleinwagenstudien auf. So etwa Nissan mit dem süßen, rundlichen strombetriebenen Nuvu oder Toyota mit dem eigenwillig geformten Fine-T mit Brennstoffzelle. Funny Future.