Der McLaren F1 ist ein Supersportwagen, der zwischen 1994 und 1997 in einer Auflage von 100 Expemplaren gebaut wurde. Davon wurden 72 als straßenzugelassene Fahrzeuge verkauft. Die Karosserie des McLaren F1 wurde vom ehemaligen Brabham-Designer Gordon Murray entwickelt. Das Fahrzeug ist ein Dreisitzer und der Fahrer sitzt in der Mitte des Innenraumes, etwas nach hinten versetzt können rechts und links Beifahrer das Fahrvergnügen erleben. Der Prototyp XP 5 des McLaren F1 war mit einer Höchstgeschwindigkeit von gemessenen 386,403 km/h bis ins Jahr 2005 das schnellste straßenzugelassene Fahrzeug der Welt.
Kaum gehen der englische Sportwagenbauer McLaren und der deutsche Automobilhersteller Mercedes wieder getrennte Wege, schon kommen zwei Eigengewächse der Sonderklasse auf den Markt. Mercedes stellt auf der IAA in Frankfurt den SLS AMG vor und McLaren kontert sofort mit dem MP4-12C. Man kann das Ganze auch eine Scheidung mit Vollgas nennen, denn der McLaren wird mal kurz mit 1.200 PS ausgestattet. Die Ehe ist zu Ende - die Raserei kann beginnen!
Der MP4-12C wurde inklusive Motor komplett von McLaren entwickelt. Die gewaltigen Formel-1-Erfahrungen der Engländer flossen in die Konstruktion des hauseigenen Modells ein. Damit will McLaren allen Konkurrenten wie Ferrari, Porsche und natürlich Mercedes das Fürchten lehren. Natürlich finden nur zwei Passagiere in den Schalensitzen Platz, aber ihnen wird ein Formel-1-Feeling versprochen.
Ein großer Tag für McLaren. Nach dem ambitionierten Aufbau einer eigenen Fahrzeugsparte, mit der die Briten in die Fußstapfen ihres großen Konkurrenten Ferrari getreten sind, erblickt nun endlich der lang erwartete neue Supersportwagen MP4-12C das Licht der Öffentlichkeit. Der MP4-12C ist - vom Motor bis zum Chassis - ein absolutes Eigengewächs von McLaren, in dem das ganze Know-how der Formel-1-Schmiede verbaut ist.
Das beginnt schon mit der Karosserie, die nur aus Kohlefaser und anderen extrem leichten und steifen Verbundstoffen gefertigt ist. Das besondere daran: Das Monocoque besteht aus einem einzigen Stück, das nicht einmal 90 kg auf die Waage bringt. Dieser Aufwand hat natürlich seinen Preis: Um die 160.000 Britische Pfund (etwa 180.000 Euro) sollte man für den geschmeidigen Sprinter schon auf dem Sparbuch haben.
Unter der Haube des MP4-12C arbeitet ein 3,8 Liter V8-Motor, der es mit freundlicher Unterstützung des Biturbo-Laders auf etwa 600 PS und 600 Nm Drehmoment bringt. McLaren gibt an, damit den effektivsten Motor gebaut zu haben, was das Verhältnis von Leistung zu CO2-Verbrauch betrifft. Auf einen Umweltengel werden die Briten dennoch wohl eher nicht hoffen dürfen.
Dafür besteht berechtigte Hoffnung, dass der dynamische Carbon-Zweisitzer ein Verkaufsschlager wird. Bis 2011 sind 1000 Einheiten geplant, von denen wohl die Hälfte in britischen und US-amerikanischen Garagen stranden wird. Übrigens wird schon spekuliert, ob das C wie Coupé am Ende der Typenbezeichnung bald noch einen Nachschlag verspricht: Der würde dann mit einem R enden und wäre ein Roadster. Aber - wie gesagt - das ist (noch) reine Spekulation.
Nachdem Ron Dennis die Bühne der Formel 1 verlies, arbeitet er als Vorsitzender von McLaren Automotive an seinem nächsten Traum. Ron Dennis möchte in Zukunft die besten Sportautos der Welt entwerfen und natürlich verkaufen. Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise, die gerade die Automobilindustrie in elementare Schwierigkeiten brachte, will Ron Dennis neue bahnbrechende Ideen verwirklichen.
Er beantragte beim Stadtrat im englischen Woking eine Baugenehmigung für eine neue produktionsstarke Anlage, die 20 Fahrzeuge pro Tag mit modernster Technik für potenzielle Käufer herstellen soll. Man rechnet mit 800 Arbeitsplätzen und weiteren 1.500 in der lokalen Wirtschaft. Ein wirklich verrückter Plan in einer sehr schwierigen Zeit.
Mit einem Auge schaut McLaren-Chef Ron Dennis immer Richtung Ferrari. In dieser Formel-1-Saison möchte das Team wieder mit Lewis Hamilton die Fahrer-Weltmeisterschaft gewinnen.
Mit dem anderen Auge schielt der Brite auf die 60-jährige Erfahrung der Italiener mit ihren Straßenautos. Ferrari konnte durch Motorsporterfolge die Verkäufe der Produktionswagen stetig steigern. Dennis möchte mit McLaren ebenfalls den Verkauf der Straßenfahrzeuge erhöhen. Der Verkauf soll von exklusiven einhundert Fahrzeugen auf 1.000 Einheiten bis zum Jahr 2011 erhöht werden. Langfristig sollen es sogar 4.000 Einheiten pro Jahr werden. Dennis sieht die Investierungen in solche Kapazitäten, als ein teures Wagnis. Er deutete an, dass die Produktion zu einem unabhängigen Karosseriebauer ausgegliedert werden könnte.
Der ehemalige McLaren-Designer Jim Dowle stellte vor einem Jahr eine vielbeachtete Studie seines P1 Sportwagens vor. Die Resonanz war mehr als positiv. Das mehr als auffällige Fahrzeug sollte ein preiswerter Sportwagen sein und zum Konkurrenten für den Lotus Exige werden.
In der Zwischenzeit machten seine Entwürfe weiter Fortschritte und aus dem P1 wurde der P1-E. Der Buchstabe E steht für den elektrischen Antrieb, und damit für den ersten Sportwagen mit Elektro-Motor. Damit geht Dowle der Zeit entsprechend in die Abteilung "Green Cars". Billig ist dieser Antrieb mit Lithiumionen-Batterien und zwei Elektro-Motoren für alle vier Räder nicht gerade. Der Preis dürfte bei 75.000 US-Dollar liegen. Die Beschleunigungswerte sind sensationell: In 2,9 Sekunden auf 60 mph. Die Reichweite beträgt 230 Meilen. Der Vier-Rad-Antrieb verleiht dem Auto eine maximale Traktion. Ein regeneratives Bremssystem auf jedem Rad gehört ebenfalls zur Ausstattung.
Said Dowle sagte zu seiner Weiterentwicklung: "Bisher hatten alle Fahrzeuge mit Elektro-Motor wenig Anziehungskraft auf die Fahrer-Enthusiasten. Wir haben uns entschieden, einen erschwinglichen elektrischen Sportwagen auf den Markt zu bringen, der die Vorteile der konventionellen Maschinen mit den Triebwerken der elektrischen vereint, ohne die Nachteile der beiden - kurz, ein Auto für das 21. Jahrhundert." Der Prototyp des P1-E soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden, allerdings sind einige zusätzliche Finanzierungen notwendig.
Gleich ob Sportflitzer, Luxuslimousine oder SUV: Kraft kann man offenkundig nie genug haben. Während Mercedes in Bologna die gesamte AMG-Flotte gleich neben den Öko-Modellen präsentierte, stellte man die großen SUVs jedoch lieber in die zweite Reihe und platzierte auch den Maybach wenig auffällig. Dafür durfte der in limitierter Stückzahl für den Rennbetrieb gedachte SLR McLaren 722 GT prunken.
Audi tat es Mercedes gleich und versteckte den Q7 V12 TDI im letzten Eck, wohingegen der R8 prominenter positioniert wurde. BMW war sowieso abwesend. Dafür war Brabus mit dem Rocket 6.3 S Biturbo umso anwesender. 730 PS und 1.320 Newtonmeter auf Basis des Mercedes CLS sind nicht wirklich politisch korrekt. Wen kümmert's? Bentley hatte den Continental Flying Spur Speed im Angebot, mit 610 PS ebenfalls nicht schwächlich. Die Amis brachten die Corvette ZR1 mit 620 Kompressor-Pferdchen mit. Exoten wie der Pagani Zonda F oder der sechsrädrige Covini C6W sorgten ebenfalls für leuchtende Augen.
Auf der nächsten Detroit Auto Show wird ein Stern am Himmel aufgehen. Mercedes Benz wird der Show die Show stehlen. Der Grund: Der 2009 McLaren SLR Stirling Moss. Dieser mutig gestylte Renner ist das letzte Fahrzeug, das im Rahmen der Partnerschaft zwischen Mercedes und McLaren gebaut wird. Der Preis des Wagen liegt bei 750.000 Euro und es gibt nur 75 Exemplare. Die Verpackung dieser Hommage an den legendären Formel-1-Rennfahrer besteht aus Kohlefaser. Der aufgeladene 5,5-Liter-V8-Motor mit 650 PS befeuerte bereits den SLR-722.
Sparmassnahmen gab es auch: Es fehlt ein Dach und eine Windschutzscheibe. Der Wagen erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 217 mph und erreicht in nur 3,5 Sekunden Tempo 100. Weitere einzigartige Merkmale sind "Swing-Wing-Doors", eine einklappbare Luftbremse und ein zweiteiliges Schutzdach, das sich im Kofferraum befindet. In der Galerie bekommt man einen Vorgeschmack auf die Präsentation in Detroit 2009...
Kein Drehbuchautor hätte die Schlussrunden der Saison 2008 packender gestalten können als Lewis Hamilton, Felipe Massa und ihre beiden deutschen Co-Stars Sebastian Vettel und Timo Glock.
Brasilien ist eigentlich schon im kollektiven Freudentaumel versunken. Ein hunderttausendfacher Urschrei schallt von den Tribünen des Autodromo Carlos Pace. Felipe Massa überquert die Ziellinie, gewinnt sein Heimrennen und scheint tatsächlich das Unmögliche möglich gemacht zu haben - das WM-Wunder von Sao Paulo. Eingangs der vorletzten Runde des WM-Finales überholt Sebastian Vettel Massas WM-Rivalen Lewis Hamilton, verdrängt ihn auf Platz 6 und stößt ihn damit scheinbar vom Rennfahrerolymp.
Doch der Jubel auf den Tribünen, die unbändige Freude bei Massas Familie in der Ferrari-Box dauert nach der Zieldurchfahrt nicht an. Nur 22 Sekunden nach Massas Sieg geschieht das nächste Wunder: Lewis Hamilton überholt in der langen Zielkurve Timo Glock und rast als Fünfter und neuer Weltmeister über die Linie. "Mein Herz ist fast explodiert. Ich weiß nicht, wie ich cool geblieben bin", sagte Hamilton.
Der neue Weltmeister konnte es weder begreifen noch in Worte fassen. "Als ich in der letzten Kurve an Glock vorbei gefahren bin - das war unglaublich. Ich kann nur Gott danken", sagt er nach dem der intensivsten, wenn nicht sogar schwersten Rennen seiner Karriere. Sofort wusste er aber nicht, ob es noch gereicht hatte. Stattdessen schrie er in den Funk: "Habe ich ihn, habe ich ihn?" In Kurve 1 kam dann die Erlösung: "Ich war außer mir. Es war ein Traum."