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Le Mans: Endlich echte Rennautos



Wenn ich auf der Straße einem beliebigen Passanten danach frage, wie ein Rennauto auszusehen hat, nennt er mir bestimmt breite Reifen, einen riesigen Heckspoiler und eine spitze Schnauze. All das hat die Formel 1 nicht mehr. Die mächtigen Heckflügel wichen einem Stummelfügelchen, die Reifen wurden zwar von den Rillen befreit, sind aber immer noch lächerlich schmal und die Nasen von Renault & Co sehen aus, als ob sie täglich einen Schlag drauf bekommen würden.

Wenn ich die Boxengasse beim 24 h Klassiker in Le Mans entlang schlendere, sehe ich hingegen reinrassige Rennautos so weit das Auge reicht - da sieht man über das Dach beim Peugeot Prototypen gerne hinweg. "Nach der Formel 1 ist die LMP1 das Schnellste, was es im Motorsport gibt", pflichtet uns Rennsieger Marco Werner bei. Ex-F1-Pilot Olivier Panis kann beides vergleichen: "Das Auto ist direkter und etwas schwerer, aber beim Abtrieb ist es ziemlich nah am F1 dran", sagte Panis zu Autoblog. "Es macht viel Spaß!" Genau das fehlt der Formel 1 mit ihren politischen Wirrungen momentan. Der Spaß.

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Le Mans: Angst vor den Wehwehchen



Rennfahrer haben es ja eigentlich ganz einfach: Alle paar Wochenenden reisen sie um die Welt, erleben spannende Dinge und geben ein bisschen in verdammt schnellen Autos Gas. Was gibt es Schöneres?

Ganz so einfach ist es nicht, schon gar nicht beim Langstreckenklassiker in Le Mans. "Das tue ich mir mit 50 Jahren nicht mehr an", verriet der dreifache Sieger Marco Werner gegenüber Autoblog. Aber was ist daran denn so schlimm? "Die Autos sind mittlerweile auf einem so hohen Niveau, dass man sie nicht mehr mit der alten Zeit vergleichen kann. Wir haben heute so viel Downforce und Querbeschleunigung, dass wir der Formel 1 mit unserem Auto höchsten fünf, sechs Jahre hinterherhinken."

Zudem fahre man drei Stunden oder zweieinhalb F1-Rennen am Stück, danach wird kurz gewechselt und dann geht es weiter. "Das muss man sich als 50-jähriger ehrlich gesagt nicht mehr antun, denn ab 40 kommen die Wehwehchen, etwa ein Leistenbruch im letzten Jahr."

Gallery: 24 h Le Mans 2009

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