Von 1899 bis 1964 war Lagonda eine eigenständige Marke, die mit der Übernahme durch Aston Martin verschwand. Viele hatten es nur für ein Gerücht gehalten, dass Aston Martin die Lagonda-Legende wiederbeleben wollte. Doch auf dem Genfer Autosalon wurde aus dem Gerücht pure Wirklichkeit: Die Studie des neuen Aston Martin Lagonda wurde vom Aston-Martin-Chef Ulrich Bez persönlich enthüllt. Das Fahrzeug ist gigantisch groß, irgendwie unförmig und mit gleißend hellen LED-Lampen ausgestattet. Die verdutzten Blicke der Besucher haben schon Tradition. 1976 war der letzte Aston Martin Lagonda ins Scheinwerferlicht gerollt. Seine ebenso gestreckte wie kantige Form sorgte auch damals für Aufsehen in der Sportwagenszene.
Auch beim Anblick des neuen Lagonda muss man erst einmal tief Luft holen. Die Studie wirkt trotz zahlreicher Designraffinessen klobig und unförmig. Irgendwie hatte man auf einen eleganten Sportwagen wie ein Vantage oder ein DBS gehofft - und nun steht auf der Plattform ein Panzer. Immerhin wagen die Briten mit dem Lagonda in schwierigen Zeiten einen mutigen Spagat zwischen Limousine und SUV. Technisch soll der Nobel-SUV auf der Plattform eines Mercedes GL basieren. Der gigantische Kühlergrill kann einem Angst machen. Wer neugierig geworden ist, sollte einen Blick in die Galerie werfen...
Auch die Nissan-Edelmarke Infiniti setzt mit einer Studie grüne Zeichen für die Zukunft. Das Luxus-Coupe Essence verfügt über einen Hybridantrieb und soll richtungsweisend für alle Nissan-Modelle der Zukunft sein. Der charakteristische Kühlergrill mit großem Infiniti-Logo sticht sofort ins Auge. Weitere äußere Merkmale sind die mächtigen Aluräder, die geschwungene Linien der Karosse und eine hohe Fensterkante in der Seitenansicht. Die Windschutzscheibe geht fast nahtlos in ein Glasdach über, das nach hinten zum Kofferraum abfällt. Der Essence besitzt keine Türgriffe, sondern in die Karosserie eingelassene Druckknöpfe, und Minikameras ersetzen die Rückspiegel an den A-Säulen.
Das Herzstück der Studie ist natürlich der Hybridantrieb. Es ist eine Kombination aus einem Benzin- und einem Elektromotor mit einer gesamten Leistung von 600 PS. Der Essence zeigt zudem neue Sicherheitssysteme des Herstellers. Da der Kofferraum gepäckfreundlich gestaltet wurde, gibt es gleichzeitig als luxuriöse Zugabe ein maßgeschneidertes Reisegepäck der französischen Edelmarke Louis Vuitton.
Eine Diät bei einem Supersportwagen bedeutetet keine unverantwortliche Magersucht, sondern ist ein weiteres Beispiel dafür, dass man noch mehr aus einem Körper herausholen kann. Die Rede ist vom neuen Lamborghini Murcielago LP 670-4. Genau einhundert Kilo wiegt der LP 640 weniger als sein Vorgänger LP 640. Bei dem Nachfolger wurden die Pferdestärken, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, gleich um 30 PS erhöht. Damit ist dieser Lamborghini der stärkste aller Zeiten. Um dieses noch besser zu dokumentieren bekam der Italiener noch einen passenden Beinamen, der für superschnell steht: Lamborghini LP 670-4 SuperVeloce.
Der Zwölfzylinder mit Allradantrieb braucht nur 3,2 Sekunden um auf Tempo 100 zu kommen. Karbon ist das Material, dass für den weiteren Gewichtsverlust sorgte, nur das Dach und die Türaußenseiten sind noch aus Stahlblech geformt. In der Galerie sehen sie die aktuellen Bilder vom Genfer Autosalon.
Vor einem Jahr wurde der Spyker C8 Aileron erstmals präsentiert und nun gab es auf dem Genfer Autosalon die Serienversion zu bewundern. Der Nachfolger des C8 Laviolette und Spyder besitzt eine bessere Straßenlage und mehr Platz im Innenraum durch eine Verlängerung des Fahrzeugs um 15 Zentimeter auf 4,62 Meter. Der Blickfang beim Aileron sind natürlich die Schmetterlingstüren. Ein gläsernes Dach lässt viel Licht in den Innenraum des Fahrzeugs. Die Luftfahrt-Vergangenheit der Firma Spyker spiegelt sich durch Turbinenformen in zahlreichen Karosserieteilen wieder.
Hochwertige Materialien wie Leder und Aluminium bestimmen das Innenleben des Fahrzeugs. Wie ein Flugzeug-Cockpit ist das Armaturenbrett gestaltet. Der Antrieb kommt von Audi mit 405 PS. Der fliegende Holländer spurtet von 0 auf Tempo 100 in 4,5 Sekunden. Das neue Modell kommt wahlweise mit Handschaltung oder Automatik und ist nicht unter 225.000 Euro zu bekommen. Im August soll im kalifornischen Pebble Beach die Spyder-Version vorgestellt werden.
Der Nissan GT-R SpecV wird bisher nur von sieben Händlern in Japan vertrieben. Die Kundenresonanz auf dem Genfer Autosalon soll über einen Europa-Start die Entscheidung bringen. Die neue Top-Version SpecV des 485 PS starken Supersportwagens Nissan GT-R zieht noch mehr Anleihen aus dem Rennsport als die Serienvariante. Sehr viele Fahrzeugteile, wie unter anderem der Heckspoiler, die Grillmaske und die Kühlluftschächte der Bremsen, sind aus Kohlefaser gefertigt. Die Spezial-Lackierung ist ebenfalls dem Material optisch nachempfunden worden. Selbst im Interieur findet man Carbon. Auch unter der nun ausgebeulten Haube des Supersportwagens findet man heiße Kleinigkeiten: Größere Bremsen, weniger Gewicht und die leichte Beule verdeckt den Turbolader mit Overboost-Funktion.
Skoda nutzt die internationale Bühne des Autosalons in Genf für die Premiere einer Zukunftsvision: Der Yeti ist Skodas Interpretation eines kompakten SUV. Der Yeti trägt dabei einige charakteristische Merkmale, die bereits bei der Studie Roomster gezeigt wurden. Akzente setzt das Design mit der weit herumgezogenen Frontscheibe und der verkleideten A-Säule. Auch die Dachabdeckung entspricht der neuen Designrichtung von Skoda, auf die der Roomster schon hingewiesen hatte.
Die Gestaltung verzichtet auf aggressive Attribute. Die Erscheinung des Yeti ist positiv und freundlich und stellt damit einen wohltuenden Kontrast im Feld der üblichen SUV und Geländewagen dar. Der Yeti könnte aber nicht nur jenseits befestigter Straßen glänzen. Mit seinen kompakten Abmessungen und seinem großzügigen Innenraum beweist die Studie ebenso Stadttauglichkeit. Wie in seiner Klasse üblich, ist der Yeti bestens für Transportaufgaben gewappnet. Im Kofferraum lassen sich bei ausgebauten Rücksitzen bis zu 1.760 Liter Gepäck zuladen.
Im letzten Jahr mischte eine Nachricht die etablierte Autowelt auf: Im Heimatland Indien sollte der neue Tata Nano für nur umgerechnet 1.700 Euro auf den Markt kommen. Ziemlich schnell wurde bekannt, dass diese Version nur das Allernötigste beinhaltete - von moderner Sicherheitstechnik keine Spur. Doch nun zeigte Tata ein verbessertes Modell des Nano, welches speziell für europäische Märkte konzipiert wurde.
An der eigenwilligen Grundform hat sich nichts geändert: Ein hoher Aufbau soll in Verbindung mit kleinen Rädern für maximale Raumausnutzung sorgen. Die Länge des Nano Europa beträgt 3,29 Meter, die Breite 1,58 Meter. Optische Unterschiede betreffen die neu designten Scheinwerfer und Rückleuchten. Im Heck löst ein Dreizylinder-Benziner das bisherige Zweizylinder-Aggregat ab. Der CO2-Ausstoß soll unter 100 Gramm pro Kilometer liegen. Laut Tata soll der Europa-Nano alle Sicherheitsanforderungen erfüllen, so gibt es ABS, ESP und Airbags an Bord. Zum Marktstart und dem Preis gab es noch kleine Mitteilungen. In Indien wird der Serien-Nano am 23. März 2009 vorgestellt, der Verkauf startet anschließend ab April.
Mit einem neuen und recht pfiffigem Design und kleinen sparsamen Motoren kommt 2010 der neue Kleinwagen Chevrolet Spark auf den Markt. Premiere feierte der neue Chevrolet auf dem Genfer Autosalon. Der Fünftürer zeichnet sich optisch durch ein hohes Dach und ein fast senkrecht stehendes Heck aus. Die Front wird von langgezogenen Scheinwerfern dominiert, zwischen denen der große Kühlergrill mit dem typischen goldenen Logo liegt. Der Kleinwagen ist 3,64 Meter lang und verfügt über einen Radstand von 2,38 Metern. Das Kofferraumvolumen beträgt 170 Liter und kann durch das Umklappen der Rückbanklehnen auf bis zu 994 Liter erweitert werden.
Für den Spark stehen zwei Motoren zur Wahl: Ein 1,0-Liter- und ein 1,2-Liter-Benzinmotor. Das kleinere der beiden Triebwerke leistet 66 PS, das größere verfügt über 78 PS. Der Verbrauch soll jeweils unter fünf Litern auf 100 Kilometern liegen. Gekoppelt sind beide Motoren an eine manuelle Fünfgang-Handschaltbox.
Die Neuauflage des Toyota Verso wurde in Genf auf dem Autosalon vorgestellt. Toyota strich den alten Namen Corolla-Verso und nennt den Kompakt-Van jetzt nur noch Verso. Sonst wurde nichts gestrichen. Der Wagen ist um sieben Zentimeter auf 4,44 Meter gewachsen, auch der Radstand wuchs um drei Zentimeter. Das kam dem Platzangebot beim völlig neu gestalteten Innenraum zugute. Der Verso bietet jetzt 32 verschiedene Sitzkombinationen und ist damit mehr als flexibel. Selbst wenn alle sieben Sitze aufgestellt sind, liegt das Volumen des Kofferraumes immer noch bei 178 Litern. An der Grundform des Wagens wurde nur wenig verändert. Die Seitenansicht und die Dachlinie bekamen eine Auffrischung.
Kia präsentiert auf dem 79. Genfer Autosalon der Weltöffentlichkeit erstmals seine neue Mini-Van-Studie namens Kia No 3. Die neue Studie Kia No 3 wird laut Hersteller eine Kombination aus Design und Fahrspaß bieten. Kia möchte mit diesem Fahrzeug einen neuen Stil ins Mini-Van-Segment bringen. Auffällig ist die markante Kombination von Kühlergrill, Scheinwerfern und Kia-Logo. Das Konzeptfahrzeug zeichnet sich durch eine sehr groß dimensionierte Windschutzscheibe aus, die fast nahtlos in ein Panorama-Glasdach mit automatischer Sonnenblende übergeht. Kia zeigt sich mit diesem Model mit einem veränderten Gesicht und setzt neue weiße Akzente im Seitenbereich.