Die Muscle-Cars aus den 60er- und 70er-Jahren feiern seit 2004 eine Comeback nach dem anderen. Mustang, Challenger oder Camaro gehören nicht nur in Amerika wieder zum Straßenbild. Legendäre Namen mit neuer Technik verkaufen sich gut. Eigentlich fehlt nur noch die Retro-Version vom Firebird, des letzten großen Kult-Wagens von Pontiac.
General Motors gab aufgrund der weltweiten Finanzkrise 2009 das Ende der Marke Pontiac bekannt. Zum Leidwesen der Fans wird es also keinen Firebird-Nachfolger geben. Doch es gibt in Amerika einen Customizer, der diesen Traum doch noch in die Tat umsetzen möchte. Der Drag-Racer John Lingenfelter gehört seit vielen Jahren zur Elite der US-Tuning-Szene. Der im Bundesstaat Indiana ansässige Tuner zeigte während der SEMA in Las Vegas einen Pontiac 455 T/A auf Chevrolet-Camaro-Basis. Man will jetzt die Reaktionen des Publikums abwarten, um dann über eine endgültige Produktion des Firebirds zu entscheiden. Ein Argument für die Neuauflage ist sicherlich auch die Leistung des V8-Motors mit geplanten 655 PS unter der "Shaker Scoop".
Die legendäre Tuning-Marke Gordini kommt zurück. Der französische Hersteller Renault verkündete in Paris, dass Gordini künftig als Markenname für eine neue Serie von kräftig motorisierten Kleinwagen wiederbelebt werde. Diese Modelle sollen bei der Abteilung Renault Sport entstehen. Den Anfang der neuen Gordini-Familie macht eine umgerüstete Version des 133 PS starken Twingo Sport. Das Modell wird Ende November präsentiert und ab Frühjahr 2010 verkauft. Ein zweites Gordini-Fahrzeug kommt 2010 auf Basis des Clio RS mit 201 PS.
Die Nostalgiewelle soll auch bei den Franzosen für Umsatz sorgen. Der Name Gordini steht schon seit den 30er Jahren für schnelle Autos aus Frankreich. Der 1899 in Italien geborene Amedee Gordini baute Fahrzeuge, die sogar in der Formel 1 mitgefahren sind. Den größten Erfolg feierte Gordini 1964 mit einem Renault R8, als das Auto bei der Rallye "Tour de Corse" vier der fünf Spitzenplätze belegte.
Die SEMA-Show in Las Vegas bietet neben getunten Fahrzeugen natürlich auch die schärfsten Girls, die man weltweit auf einer Messe sehen kann. Einige Fahrwerke und Frontpartien der Schönheiten waren den Fahrzeugen weit überlegen. Hier kommt der zweite Teil mit den Messe-Schönheiten aus Las Vegas...
Ein ganz besonderer Hot Rod war auf der SEMA Tuning-Messe zu bewundern: Ein 1934 Ford EcoBoost Hot Rod. Dieses wunderschöne Exemplar stammt von der Tuningfirma Detroit Street Rods. Es ist das erste Fahrzeug, in dem ein Ford-Motor in Kombination mit einem Hinterradantrieb zum Einsatz kommt. Unter der blauen Haube sorgt eine 3,5-Liter-V6-Maschine aus der EcoBoost-Serie von Ford für stattliche 400 PS. In dem CD-Player liegt bereits der Silberling von ZZ Top...
Auf der SEMA (Specialty Equipment Market Association) standen vom 3. bis 6. November Spritschlucker wie Muscle Cars, Hot-Rods, getunte Kompakte (mehrheitlich aus japanischer Herkunft) und veredelte Luxusschlitten aus Europa im Mittelpunkt. Es gab natürlich auch wieder Highlights auf High Heels: Hier ist der erste Teil mit den Schönheiten aus Las Vegas...
Bei den Automessen der Welt stehen heutzutage meist Spritsparer und Öko-Autos im Vordergrund. Nicht so auf der SEMA in Las Vegas. Bei der weltgrößten Tuning-Messe ist alles anders. Auf 180.000 Quadratmetern präsentieren Tuningspezialisten aller Art ihre Neuheiten in diesem Jahr auf der SEMA. Zum Vergleich: Die Ausstellungsfläche der Frankfurter IAA im September betrug rund 190.000 Quadratmeter. Bereits seit 1967 gibt es diese Tuning-Show, die übrigens keine öffentliche Messe ist, sondern ein reiner Branchentreff. Hersteller, Tuner und Händler sind hier unter sich. Zahlreiche professionelle Hinterhof-Schrauber ergänzen das muntere Treiben. Diese Show kann man als die "Fashion Week" der gepimten Autoindustrie bezeichnen.
Man nehme 50 Prozent Camaro und 50 Prozent Corvette und man bekommt einen Ghepardo. So eine Kombination gibt es natürlich nur auf der Tuningmesse SEMA zu bestaunen. Die Spezialisten von Caccia Custom Cars nahmen aus dem Modeljahr 2002 einen Chevy Camaro und eine Chevy Corvette und schufen den Ghepardo. Der Rahmen kommt vom Camaro und Motor und Fahrwerk stammen aus der Corvette. Die Front besitzt einen Hauch vom neuen Lexus und das Hinterteil wirkt sehr muskulös. Dieser "Chevy-on-Chevy" ist ein Hingucker...
Auf den Automessen in aller Welt üben sich die Aussteller neuerdings in Bescheidenheit. Nicht so in Las Vegas. Im US-Spielerparadies lassen die größten Tuningschmieden zwischen dem 3. und 6. November auf der SEMA ungezügelt ihre Muskeln spielen. Über 30 Milliarden US-Dollar Umsatz machte die US-amerikanische Tuning- und Zubehörindustrie im vergangenen Jahr und die Tendenzen gehen weiter nach oben. Die vier Buchstaben SEMA bedeuten "Specialty Equipment Market Association". Auf 180.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden Fachbesucher aus mehr als 100 Ländern erwartet.
Rund 2.000 exklusive Modelle kann man auf der SEMA begutachten. Es ist alles dabei: Vom getunten Muscle-Car über Pick-ups bis hin zu Showcars und der gesamten Palette der Tuningteile. Wenig überraschend ist der Mustang wieder einmal das am häufigsten "gepimte" Fahrzeug, gleich acht verschiedene Tuning-Versionen des Sportwagens werden präsentiert. Das wohl interessanteste Modell kommt von dem Veredler Ford-Racing-Team, dass einen Mustang Cobra Jet in einer Auflage von 50 Fahrzeugen produzieren wird. Alle Fahrzeuge der 2010er-Version sind bereits verkauft, deshalb bleibt nur noch der wehmütige Blick in die Galerie.
Vom 3. bis 6. November trifft sich die US-Tuning-Elite zur SEMA-Show in Las Vegas. Jay Leno ist nicht nur einer der beliebtestes Fernsehstars (Jay Leno Show) in Amerika, sondern auch ein verrückter Autosammler. Auf der SEMA ist sein speziell veredelter Camaro zu bewundern. Der Renner wird von einem doppelt aufgeladenen 3,6-Liter-Sechszylinder befeuert, der es auf rund 425 PS bringt. Der Leno-Camaro kommt natürlich auch mit einer speziellen Optik daher. Dafür sorgen eine neue Frontschürze mit integrierten Lufteinlässen für die Bremse und eine Motorhaube mit riesigen Luftöffnungen.
Der Schweizer Edeltuner Mansory zeigte auf der IAA in Frankfurt den "Chopster", der auf dem Porsche Cayenne Turbo basiert. Jetzt ist der Familien-Posche Panamera das neue Thema bei Mansory. Der Panamera bekommt ein völlig neues Design mit komplett neuer Front und Heckpartie. Alles wird aus Carbon und Polyurethan handgefertigt. Bisher gibt es nur Computer-Skizzen - die sind allerdings vielversprechend. In drei Monaten soll der Edel-Panamera das Licht der Autowelt erblicken. Preise für den Umbau gibt es noch nicht - aber die ersten Bilder wurden schon veröffentlicht...