Bioethanol (Ethylalkohol) wird durch Destillation nach alkoholischer Gärung oder durch vergleichbare biochemische Methoden aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. In Deutschland kommen für die Produktion zunächst Getreide (Weizen, Roggen) oder Zuckerrüben in Frage. Für die Herstellung auf Basis von Lignocellulose (zum Beispiel Stroh oder Holz) gibt es gegenwärtig keine kommerziell betriebenen Anlagen in Deutschland. Solche Verfahren befinden sich noch im Pilotstadium.
Theoretisch kann Pflanzenöl in jedem Dieselmodell zum Einsatz kommen. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine Umrüstung. Technische Änderungen an Einspritzpumpe und -düsen, den Kraftstoffleitungen und am Verbrennungsraum sollen das Pflanzenöl fließ- und zündfähiger machen. Grundsätzlichen kann man zwischen zwei Umrüstarten unterscheiden: Ein-Tank-System und Zwei-Tank-System. Beide Systeme ermöglichen den Betrieb mit Dieselkraftstoff, Pflanzenöl oder einer Mischung aus diesen Kraftstoffarten. Die Systeme werden von den Anbietern laufend weiterentwickelt und an die Entwicklung der Dieseltechnologie angepasst. Welches System zur Anwendung kommt, hängt in erster Linie vom vorliegenden Einspritzsystem ab. Ob ein Motor umgerüstet werden kann, ist bei den Umbaubetrieben direkt zu erfragen. Teilweise wird die Umrüstung von Fahrzeugen mit Einspritzpumpen bestimmter Hersteller abgelehnt, da diese Systeme für einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb mit Pflanzenöl ungeeignet sind. Je nach Umfang der Umrüstung (zum Beispiel Änderungen an der Einspritzpumpe, Einbau eines Zweittanks) kann eine TÜV Abnahme erforderlich sein. Auch dies sollte bereits im Vorfeld mit der beteiligten Firma geklärt werden. Bisher hat kein Fahrzeughersteller eine Umrüstung auf Pflanzenölbetrieb frei gegeben, so dass damit Ansprüche aus der gesetzlichen Sachmängelhaftung oder Garantie gefährdet werden, ebenso mögliche Kulanzleistungen.
Autogas (auch bekannt unter dem Kürzel „LPG" – Liquified Petroleum Gas – ist ein unter Druck verflüssigtes Gemisch aus Propan und Butan, das bei der Erdöl- und Erdgas-Förderung sowie in Erdöl-Raffinerien anfällt. Camper nutzen LPG zum Heizen, Kühlen und Kochen. Nicht verwechselt werden darf es mit Erdgas (CNG – „Compressed Natural Gas").
2. Welche Fahrzeuge können mit Autogas fahren? Was kostet eine Umrüstung?
Autogas ist in seiner chemischen Zusammensetzung (Kohlenwasserstoffe) mit Benzin verwandt und kann – nach Anpassung des Motor-Umfeldes – in Ottomotoren eingesetzt werden. Bei atmosphärischem Druck gasförmig, geht es je nach Temperatur bei maximal zehn bar in den flüssigen Zustand über und kann so in Druckbehältern gespeichert werden. Nur wenige Automobilhersteller/-importeure bieten nach Angaben des ADAC derzeit ab Werk Autogas-Neufahrzeuge an. Im benachbarten Ausland (Frankreich, Italien, Niederlande) ist die Auswahl deutlich größer. Ein werksseitiges Nachrüst-Angebot gibt es über Fiat, Kia und Opel. Erfolgt der Einbau über einen autorisierten Vertragshändler, so bleibt bei Kia die Neuwagengarantie komplett erhalten. Bei Fiat und Opel dagegen greift eine zweijährige Bauteilegarantie, die alle wichtigen Motor-Baugruppen absichert. Eine nachträgliche Umrüstung kostet zwischen 1 800 und 3 500 Euro. Die Anlagen sind in der Regel auf bivalenten (wechselweisen) Betrieb ausgelegt, es kann während der Fahrt von Benzin- auf Gasbetrieb und zurück geschaltet werden.
Das Naturprodukt Erdgas gehört wie Erdöl und Kohle zu den brennbaren organischen Rohstoffen. Es besteht aus etwa 85 Prozent Methan sowie zehn Prozent Stickstoff- und Kohlendioxid. Den Rest bilden höhere Kohlenwasserstoffe wie Ethan, Propan und Butan. Zwei Angebotsformen sind üblich: komprimiertes Erdgas (CNG – Compressed Natural Gas, das weitgehend den Zustand behält, in dem es gefördert wird) und flüssiges Erdgas (LNG – Liquified Natural Gas, das sich bei einer Temperatur von minus 164 Grad Celsius verflüssigt). Der große Vorteil von LNG ist die deutlich höhere Energiedichte pro Volumen, da es sich bei der Verflüssigung auf 1/600 des Ausgangsvolumens reduziert. Am gebräuchlichsten ist jedoch CNG, da der Umgang mit Druckgas in der Praxis derzeit noch einfacher ist als der mit einer sehr kalten Flüssigkeit. Nicht verwechselt werden darf Erdgas mit Flüssiggas (LPG – Liquified Petroleum Gas), besser bekannt unter dem Namen Autogas.
Bei Mercedes steht die Sicherheitsforschung ganz oben auf der Agenda. Insgesamt entstanden bei Daimler in der Vergangenheit 31 ESF-Prototypen für diese Forschungszwecke, die alle auf Serienmodellen basierten. Die meisten von ihnen wurden in Crashversuchen zerstört, einige davon wurden auch öffentlich präsentiert. Das aktuellste Exemplar, der ESF 2009, basiert auf einem Mercedes S 400 Hybrid und zeigt über ein Dutzend Sicherheitsinnovationen.
Die Forschung zum Thema Sicherheit wird in den letzten Jahren immer wichtiger. Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass irgendwann Luftkissen aus dem Lenkrad schießen, um den Fahrer vor einem Unfall zu schützen. Und dass die Autos von heute automatisch den Abstand halten, nachts besser sehen können als die Menschen und sogar automatisch bremsen - dieses war bis vor Kurzem allenfalls Zukunftsmusik. Nun gibt es wieder neue Ideen aus dem Hause der Mercedes-Forscher. Fünf wichtige Komponenten gehören zu den Highlights des ESF-Fahrzeugs: Pre-Safe Structure (Stabilität-Verbesserung), Pre-Safe Pulse (Seiten-Crash-Schutz), Braking Bag (Zusatzbremse), partielles Fernlicht und die Fahrzeug-Kommunikation.
Bei dem üblicherweise als „Biodiesel" bezeichneten Kraftstoff handelt es sich um „Raps-Methyl-Ester" (RME), der durch chemische Behandlung (Umesterung) von Rapsöl hergestellt wird. Dadurch werden die Fließfähigkeit und die Zündwilligkeit verbessert. In seinen wesentlichen Eigenschaften ist Raps-Methyl-Ester dann dem herkömmlichen Dieselkraftstoff weitgehend ähnlich.
1. Wie funktioniert der Wasserstoffantrieb nach dem Brennstoffzellen-Prinzip?
Brennstoffzellen-Fahrzeuge werden wie Elektrofahrzeuge von einem Elektromotor angetrieben. Der hierfür erforderliche Strom wird jedoch nach Angaben des ADAC nicht in einer Batterie mitgeführt, sondern in der Brennstoffzelle direkt im Fahrzeug erzeugt. Dies erfolgt durch die Umkehrung der Elektrolyse. Dabei reagieren Wasserstoff und Luftsauerstoff zu Wasser unter Abgabe von elektrischer Energie und Wärme. Brennstoffzellen-Antriebe im Fahrzeug sind effizient und leise. Der drehmomentstarke Elektromotor erlaubt ein stufenloses Beschleunigen.
Eine Fahrzeug-Brennstoffzelle setzt sich aus vielen Einzelzellen zusammen, die in Reihe zu einem Block geschaltet genügend Leistung für den Antrieb eines Elektromotors generieren. Dies geschieht völlig emissionsfrei, nur Wärme und Wasserdampf werden freigesetzt. Damit ist ein Auto mit Brennstoffzelle ein Zero Emission Vehicle (ZEV). Zugleich ersetzt die Brennstoffzelle die Lichtmaschine im Auto: Sie liefert Strom für die laufend zunehmende Steuerungselektronik in Pkw, aber auch für die Standheizung oder die Klimaanlage.
Man nehme ein Plastik-Modell eines Ferrari F430, dann entrümpelt man das Fahrzeug (die Kiste fährt ja doch nicht) und packt es mit Technik wieder voll. Ein Intel-Atom-Prozessor dient als neuer Motor und wenn der Ferrari die Zunge herausstreckt kann man auch DVD's brennen. Mehr Informationen gibt es demnächst. Der Blick in die Galerie lohnt sich!
Projekt P.U.M.A. ist nicht der Titel eines neues "James-Bond-Films", sondern ein Kürzel für "Personal Urban Mobility and Accessibility". Das heißt auf gut deutsch: „private Mobilität und Erreichbarkeit in Städten". Dies ist eine Initiative von General Motors und der Firma Segway. Ziel ist die Entwicklung eines elektrischen Fahrzeugs mit zwei Rädern für zwei Personen, mit dem man sich bei geringeren Gesamtkosten rascher, sicherer, leiser und sauberer in Städten fortbewegen soll.
Auf der New York Auto Show wurde dieser City-Flitzer vorgestellt. Der Prototyp ist für zwei Passagiere ausgelegt und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von immerhin 56 km/h. Die elektrische Reichweite beträgt 56 Kilometer, also kann man eine Stunde mit Vollspeed durch die City brausen. Die Entwickler sprechen bei diesem elektrischen Fahrzeug von einem Drittel bis einem Viertel der Kosten, die sonst bei heutigen Automobilen für Fahrzeughaltung und den Betrieb anfallen.
Der Kia Soul ist mit dem Designpreis "Red Dot Design Award" ausgezeichnet worden. Der kastenförmige Kleinwagen erhielt die vom Design-Zentrum Nordrhein-Westfalen vergebene Auszeichnung mit dem Zusatz "Honourable Mention" für besonders pfiffige Detaillösungen.
Der "Red Dot Design Award" ist mit mehr als 11.000 Anmeldungen aus 61 Ländern der größte Designwettbewerb weltweit. Die Bewertung der eingereichten Produkte erfolgt durch eine international besetzte Experten-Jury. Sie begutachtet und testet die Produkte und beurteilet sie nach Kriterien wie Innovationsgrad, Funktionalität, Ergonomie, Langlebigkeit, ökologische Verträglichkeit und Selbsterklärungsqualität. Die Preisverleihung findet am 29. Juni 2009 im Essener Opernhaus statt.