
BMW: Kohlefaser für Serienfahrzeuge

Kindersitze: Seitenaufprallschutz muss besser werden

Der ADAC hat 10 Kindersitze aus fünf verschiedenen Gewichtsklassen getestet. Das Ergebnis schmeichelt nicht allen Herstellern: Nur ein Modell bekam ein "sehr gut" in puncto Sicherheit. Als größtes Manko erwies sich der Schutz gegen seitliche Kollisionen, bei dem die Tester den Herstellern "großen Nachholbedarf" attestieren. Besser schnitten die Kindersitze beim Frontalcrash ab. Hier bekam nur einer die Note "ausreichend".
Für den Sicherheitscheck wurden die Kindersitze vom ADAC im Crashtest auf ihre Realitätstauglichkeit geprüft. Außerdem zeigen die Tester im Video, welche fatalen Folgen es haben kann, wenn ein Sitz falsch eingebaut wird. (Das Video und der Pressetext zum Kindersitz-Test finden sich auf der Artikelseite zu diesem Beitrag.)
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Vorschau Tokyo: Nissan Land Glider

Kann bestellt werden: Golf BlueMotion

Hier zählt nicht so sehr, mit wie viel g es den Fahrer bei der Beschleunigung in die Sitze zwingt oder mit wie viel Dezibel das Auspuffrohr die Nachbarschaft rockt. Die starken Werte des neuen Golf BlueMotion lauten: 3,8 l/100 km (Diesel) und 99 g/km (CO2). Damit ist er der sparsamste Golf aller Zeiten und in Sachen Umweltverträglichkeit absoluter Primus seiner Klasse. Das Ganze hat natürlich seinen Preis, der jedoch mit 21.650 Euro in der Grundvariante nur um etwa 1000 Euro über dem Preis eines normalen TDI liegt.
Dafür bekommt der Kunde BlueMotion-Features wie Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation), Start-Stopp-System, rollwiderstandsoptimierte Reifen oder eine aerodynamischere Karosserie. Mit diesen Hilfsmitteln lassen sich Spritverbraucher und CO2-Ausstoß des 1.6 TDI-Motors unter die magischen Grenzen 4 (l/km) und 100 (g/km) absenken. Zusätzlich wurde das 5-Gang-Getriebe mit einer längeren Kraftübertragung versehen, und wer will, kann sich vom Bordcomputer Schaltempfehlungen (vor-)geben lassen.
Die Produktion des Golf BlueMotion wird nach VW-Angaben Anfang November anlaufen. Mit der Auslieferung der ersten Fahrzeuge kann ab Mitte November gerechnet werden.
(Mehr Details zum Golf BlueMotion auf der Artikelseite)
Mercedes setzt auf LTE

Wer schon mal (als Beifahrer) während der Fahrt mit dem Handy durchs Netz gesurft ist, bekommt schnell eine Ahnung davon, wie weit der moderne Info- noch vom Auto-Highway entfernt ist. Die Automobilindustrie will das ändern. Mercedes-Benz meldete nun erste Erfolge mit dem Internet-basierten Infotainmentsystem myCommand. Das Konzept der Infostation, die noch in der E-Klasse getestet wird, ist die Aktualisierung und Pflege sämtlicher Daten und Funktionen via Internet.
Um die Übertragungsgeschwindigkeit zu erhöhen, tüfteln die Stuttgarter im Verbund mit Nokia an dem Schritt zu Funktechnologien der 4. Generation. Mit LTE (Long Term Evolution) sollen Bandbreiten von 5 bis 25 Mbps möglich werden. Das würde reichen, um während der Fahrt sogar Videos mit hervorragender Qualität zu streamen. Nach einem ausgiebigeren Praxistest konnten die Daimler-Ingenieure jetzt erste Erfolge vermelden. Zumindest was ihren Teil des Problems betrifft: Navigation, Radio, Telefonie und weitere Services liefen wie geschmiert. Fehlt nur noch die (flächendeckende) Verfügbarkeit von LTE, die allerdings noch ein paar Jahre auf sich warten lassen wird.
Mazda kommt mit neuem Metro-Auto

Neben neuen Motoren und einem neuen Automatikgetriebe präsentiert Mazda auf der diesjährigen Tokyo Motor Show (vom 24. Oktober bis 4. November) auch die Kleinwagen-Studie Kiyora. Der neue Dieselantrieb von Mazda trägt den Namen "SKY-D" und verfügt unter anderem über Hochdruck-Piezo-Injektoren und eine zweistufige Turboaufladung. Im Vergleich zum aktuellen 2,2-Liter-Selbstzünder soll sich die Kraftstoffeffizienz um 20 Prozent verbessert haben. Gleichzeitig erlebt in Tokio der Kiyora seine Weltpremiere. Die Studie eines Metro-Autos setzt die Idee der mit Umweltfreundlichkeit kombinierten Fahrdynamik im Kleinwagensegment um. Neben den fortschrittlichen Antriebskomponenten aus dem Sky-Konzept senkt ein hoher Anteil an Leichtbaukomponenten den Verbrauch des 1,3-Liter-Motors auf 3,1 Liter Benzin pro 100 Kilometer.
Mercedes hat die besten Vertragswerkstätten
Der Weg zur Werkstatt gehört nicht gerade zu den schönsten Fahrten. Ist aber leider Alltag des Autofahrerdaseins. Selbst für Bastler wird es bei vollcomputerisierten Hightech-Pkws immer schwerer mit Freuden unter der (neuen) Karre rumzurutschen. (In ein paar Jahren glaubt keiner mehr, dass man so etwas wie einen Ölwechsel einmal selbst gemacht hat.) Aber sind die Reparaturbetriebe wirklich so großartig wie die Rechnungen, die sie ausstellen? Der ADAC hat mal wieder getestet: 75 Vertragswerkstätten der 15 volumenstärksten Automarken in ganz Deutschland - von Schongau bis Calau, VW bis BMW. Zwei Tabellen fassen die Ergebnisse zusammen; den ausführlichen Pressetext gibts zusätzlich auf der Artikelseite zu diesem Post.
Nicht vergessen!
Ab dem 1. September können die Besitzer eines Dieselfahrzeugs die Barförderung von 330 Euro für den Einbau eines Rußpartikelfilters stellen. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH), fordert alle Dieselfahrer auf, so schnell wie möglich die Förderung zu beantragen. „Nutzen Sie die Gelegenheit und rüsten Sie nach, die Förderung ist nur noch bis zum 31. Dezember 2009 garantiert", sagte Resch. Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich bereits jetzt für eine Verlängerung der Förderung ein, trotzdem ist es sinnvoll, den Vorteil zu nutzen solange er garantiert ist.
Mit dem Einbau eines Dieselpartikelfilters schützen Autofahrer die Gesundheit der Mitbürger und das Klima. Laut Weltgesundheitsorganisation sterben in Deutschland rund 75.000 Menschen frühzeitig aufgrund der hohen Feinstaubbelastung in der Atemluft. Außerdem trägt Dieselruß zum Klimawandel bei: Der ultrafeine Dieselruß legt sich auf den Gletschern im Hochgebirge und in der Arktis ab, verhindert so die Rückstrahlung der Sonnenstrahlen und beschleunigt die Eis- und Gletscherschmelze.
50 Jahre Sicherheitsgurt

Wie viele Leben der Dreipunkt-Sicherheitsgurt seit den Sechzigerjahren gerettet hat, ist nicht exakt zu benennen, weil dazu keine weltweiten einheitlichen Statistiken geführt werden. Schätzungen gehen jedoch von über einer Million Menschenleben aus. Hinzu kommt, dass sehr häufig schwere Verletzungen durch den Sicherheitsgurt verhindert wurden.
Nur wenige Menschen haben deshalb so viele Leben gerettet wie Nils Bohlin. Der Volvo-Ingenieur erfand am 13. August 1959 den Dreipunkt-Sicherheitsgurt. An diesem Datum kam der Lebensretter erstmals in einem Volvo PV544 zu Anwendung. Volvo steht noch heute an der Spitze der Innovationen für Sicherheit trotz der Entwicklung von Airbags und anderen Sicherheits-Features. Der bescheidenen Sicherheitsgurt ist nach wie vor die wichtigste Entwicklung für die Sicherheit im Straßenverkehr. Im folgenden Video gibt es einen kleinen Rückblick auf die Entwicklung des Sicherheitsgurtes und auf die künftige Sicherheits-Innovationen.
Briten bauen einen Bio-Formel-3-Boliden

Dass die Briten etwas anders ticken, sollte längst bekannt sein. Vor Experimenten im und um den Motorsport schreckt man spätestens seit der Erfolgs-Sendung "Top Gear" nicht mehr zurück. Forscher an der Universität von Warwick sind nun noch einen Schritt weitergegangen: sie haben einen umweltfreundlichen Formel-3-Renner gebaut. Angetrieben mit Schokolade, gesteuert von Karotten und mit einer Verkleidung aus Kartoffeln - das sind die Eckdaten des Boliden, der in Kurven über 125 Meilen pro Stunde schaffen soll. Dabei wird das Reglement internationaler Formel-3-Serien eingehalten, lediglich der Bio-Diesel-Motor verstößt gegen die allgemeinen Bestimmungen.
An diesem Fahrzeug ist einfach alles aus natürlichen Komponenten. Das Monocoque ist aus Pflanzenfasern gefertigt. Flachfasern und Sojabohnen-Öl schaffen einen Rennsitz. "Es ist eine technische Demonstration in der versucht und gezeigt wird, dass man auch Motorsport betreiben kann, ohne die Umwelt zu verschmutzen", so Projektmanager James Meredith gegenüber der "TD Daily". Den ersten Test hat man bereits erfolgreich absolviert. "Letzte Woche sind wir auf dem Campus-Parkplatz gefahren, schon bald wollen wir auf einer richtigen Strecke testen", sagte Meredith. Schon bald wolle man ein Rennen fahren - welches, spiele erst einmal keine Rolle.



