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Rettung für Karmann?

Der insolvente Cabrio-Spezialist Karmann bekommt möglicherweise doch noch eine letzte Überlebenschance. Volkswagen will den vom endgültigen Aus bedrohten Zulieferer mit einem Übernahmeangebot retten. Angeblich werden bereits seit geraumer Zeit Gespräche zwischen dem Wolfsburger Automobilbauer und dem Osnabrücker Spezialisten geführt. Es geht wohl nur noch um den Kaufpreis: Karmann soll 65 Millionen Euro verlangen. Unklar ist unter anderem, welche Teile des Unternehmens Volkswagen übernehmen will. Karmann hat derzeit noch 1.600 Mitarbeiter, von denen 800 in Kürze die Kündigung erhalten sollen.

Das Osnabrücker Unternehmen kann seit 1901 auf eine lange Tradition zurückblicken. Das berühmteste Modell war in den 50er-Jahren der Karmann Ghia. Es war ein Coupe auf Basis des VW Käfers. Die Produktion des weltweit erfolgreichen Kultautos wurde in den 70er-Jahren eingestellt. Seit 1949 wurden bei der Firma auch komplette Autos in Kleinserie gefertigt, es waren insgesamt mehr als 3,3 Millionen Fahrzeuge.

Gallery: Karmann


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Tata Motors will Werk in England schließen

Der indische Hersteller Tata Motors Ltd., der 2008 für 2,4 Mrd. US-Dollar die beiden englischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover kaufte, hat jetzt angekündigt, bis 2014 wenigstens ein Werk in England schließen zu wollen. Zur Disposition steht die Produktionsstätte in Castle Bromwich mit 2.100 Mitarbeitern, wo zur Zeit Jaguar vom Band läuft, und die benachbarte ehemalige Rover-Fabrik in Solihull bei Birmingham, wo jetzt noch mit 5.000 Mitarbeitern der Land Rover gebaut wird. Tata-Sprecher Paul Chadderton teilte mit, dass im Werk Halewood bei Liverpool 800 neue Arbeitsplätze entstehen würden, um dort den neuen Range Rover LRX zu bauen.

Durch die gesunkene Nachfrage ist die Auslastung der drei Werke auf 60 Prozent gesunken. Seit September 2008 haben bereits rund 2.500 Mitarbeiter ihren Job verloren. Anfang des kommenden Jahres soll endgültig entschieden werden, welches Werk geschlossen wird.


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Mit einer Kopie fährt man besser

In Amerika sind viele Fahrzeug-Modelle vollkommen anders gestaltet als ihre europäischen Namensvetter. Statt auf flotte Dynamik wird dort Wert auf bullige Größe gelegt. Breite Chromkühlergrills, mächtige Stoßfänger und eine teilweise altmodische Linienführung zeichnen die Modelle aus. Die Design-Abteilungen nennen diesen Stil "Red, White and Bold". Die Bezeichnung ist ein Wortspiel, das den Ausdruck für die amerikanischen Nationalfarben Rot, Weiß und Blau aufnimmt und leicht abwandelt. "Bold" ist dabei doppeldeutig und bedeutet "mutig", aber auch "breit" oder "klobig".

Wenn man Probleme mit dem Absatz bekommt, dann ändern sich die Zeiten. Plötzlich schauen die Amerikaner Richtung Europa und übernehmen die erfolgreiche Optik. Die Design-Philosophie von Ford Europa wird jetzt zum Vorbild für den US-Markt. Künftig soll sie dort bei allen neuen Fahrzeugen der Marke genutzt werden und den bisherigen speziellen amerikanischen Stil ersetzen. Erste Modelle in der neuen Optik verkörpern die in Europa entwickelten Modelle Fiesta und C-Max, später soll die neue Generation des Focus folgen.


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BMW baut zwei neue MINI-Modelle in Großbritannien

BMW will in seinem Werk bei Oxford zwei neue Mini-Modelle bauen. Konzernchef Norbert Reithofer sagte gegenüber der "Financial Times", dass eine Coupe-Version des Mini und ein weiteres neues Modell in der britischen Fabrik vom Band rollen werden. Dadurch würden dort auch neue Arbeitsplätze geschaffen und Investitionen anfallen. Konkrete Zahlen und einen Zeitrahmen nannte Reithofer nicht. Derzeit sind in dem Werk, das laut der Zeitung an seiner Kapazitätsgrenze von 200.000 bis 220.000 Autos jährlich arbeitet, ungefähr 3.500 Menschen beschäftigt. Bei dem zweiten Modell könnte es sich um die erwartete Roadster-Version handeln, die ebenfalls auf der Frankfurter IAA als Weltpremiere erwartet wird.

Gallery: Mini Coupe Concept


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Porsche wird ein Teil von VW

Der Sportwagenhersteller Porsche wird nun endgültig ein Teil des Volkswagen-Konzerns. Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG und die Porsche Automobil Holding haben nun der Grundlagenvereinbarung zur Schaffung eines integrierten Automobilkonzerns mit Porsche unter Führung von Volkswagen zugestimmt.

Volkswagen beteiligt sich zunächst bis Ende 2009 mit 42 Prozent an der Porsche AG, das Vertriebsgeschäft der Porsche Holding Salzburg wird an VW veräußert und im Jahre 2011 soll die Porsche SE mit Volkswagen verschmelzen. Porsche bleibt trotzdem ein eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Zuffenhausen. Neuer Konzernchef wird VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn, der auch Chef der Porsche Holding wird. In den kommenden Wochen und Monaten sollen die Details zur Umsetzung des Konzepts ausgearbeitet werden.


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Ferrari-Store am Nürburgring eröffnet

Der Nürburgring hat seit dem letzten Wochenende eine neue Attraktion: Der erste Ferrari-Store in Deutschland wurde standesgemäß vor dem Formel-1-Grand Prix von den beiden Piloten Felipe Masse und Kimi Räikkönen eröffnet. Den Store bestritt man selbstverständlich über einen roten Teppich. Es ist weltweit inzwischen der zehnte Store für alle Ferrari-Fans. Die ersten Shops entstanden natürlich im Mutterland Italien und befinden sich in Mailand, Rom und Venedig. Weitere Standorte in Europa sind London und Barcelona sowie Miami und San Francisco in den USA. Vor dem Nürburgring gab es noch die Neueröffnungen in Macao und Abu Dhabi. Bilder von der Eröffnung sehen sie in der Galerie.

Gallery: Ferrari-Store Nuerburgring



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Karmann: Ende einer Ära

Der traditionsreiche Autobauer Karmann hat die Produktion komplett gefertigter Fahrzeuge endgültig eingestellt. In Osnabrück lief am letzten Montag um 11:35 Uhr das letzte Cabrio, ein Mercedes CLK, vom Band. Damit endete die Geschichte eines erfolgreichen deutschen Autobauers, die bis ins Jahr 1901 zurück reicht. Seit 1949 wurden bei der Firma auch komplette Autos in Kleinserie gefertigt, es waren insgesamt mehr als 3,3 Millionen Fahrzeuge. Berühmt wurde das Unternehmen aber durch ein ganz außergewöhnliches Fahrzeug: den legendären VW Karmann Ghia. Von ihm wurden zwischen 1955 und 1974 knapp 500.000 Autos im Auftrag von Volkswagen gefertigt. Die Galerie gibt einen kleinen Überblick über die Produktionen der Firma Karmann.

Gallery: Karmann


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Fiat meldet Rekordzahlen aus Brasilien


Im brasilianischen Fiat-Werk ist jetzt das zehnmillionste Fahrzeug vom Band gelaufen - es war ein Palio. Im Mai verkaufte Fiat Automoveis 60.628 Einheiten und erzielte einen Marktanteil von 25,5 Prozent. Auch in der Bilanz der ersten fünf Monate des Jahres 2009 setzte sich der Autobauer mit 24,6 Prozent Anteil am brasilianischen Markt an die Spitze vor Volkswagen und General Motors.

Das 1976 eröffnete Fiat-Werk in Betim, das rund 300 km von Rio de Janeiro entfernt liegt, ist mit einer Kapazität von 713.000 Einheiten pro Jahr die größte Automobil-Produktionsstätte der Welt. Fiat fertigt hier derzeit 15 verschiedene Pkw und Transporter vor allem für den südamerikanischen Markt. Täglich verlassen bis zu 3.000 Fahrzeuge die Bänder.


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Tesla feiert und expandiert


Vor zwei Wochen lieferte Tesla seinen 500. Roadster in den Vereinigten Staaten aus. Schon gab es eine kleine Jubelfeier mit einem Konvoi von 30 Fahrzeugen. Ende Juni wird Tesla mit der Produktion des Roadster Sport beginnen, ein noch leistungsstärkeres Modell, das in knapp vier Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Die Auslieferungen des Roadsters in Europa beginnen noch im Sommer.

Tesla Motors wird in den kommenden Wochen sieben regionale Verkaufs- und Servicezentren eröffnen und errichtet damit ein flächendeckendes Netzwerk in Nordamerika sowie in Europa. Anfang August werden zunächst Geschäfte in New York, Chicago und Seattle eröffnet, darauf auch in Miami. Bereits vor ein Jahr wurden die Flagship-Stores von Tesla im nördlichen und südlichen Kalifornien eröffnet. Die nächsten Standorte sollen in Washington D. C. und Toronto entstehen. Das erste europäische Geschäft von Tesla wird im Laufe dieses Monats in London eröffnet, darauf folgen Geschäfte in München und Monaco.

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Lamborghini wird "Grün"


Das Attribut "Grün" passte bisher zum italienischen Supersportwagen-Produzent Lamborghini wie Feuer zu Wasser. Wenn man an Lamborghini denkt, dann kommen sicherlich Begriffe wie "Teuer", Edel", "Schnell" oder "Schön" in den Mund. Dabei gehören die Italiener insgesamt gesehen wirklich nicht zu den großen CO2-Sündern unserer Autowelt, da sie jedes Jahr nur wenige tausend Fahrzeuge in einer einzigen Hauptfabrik bauen. Außerdem tendieren die Besitzer dieser Spritschlucker dazu, viel weniger damit zu fahren, als es der allgemeine Autobesitzer tut. Aber auch wenn Leistung bei den Flitzern in Zukunft immer noch mehr zählen wird als der Benzinverbrauch, will man doch seinen Teil zum Klimaschutz beitragen und zumindest die CO2-Emissionen der Fabrik deutlich reduzieren. Aus diesem Grund soll noch in diesem Jahr auf dem Dach der Fabrik eine 17.000 qm große Solaranlage installiert werden. Im kommenden Jahr will man mit dieser Anlage den Verbrauch um 30 Prozent senken.

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