Im Werk Leipzig hat die Produktion des neuen Porsche Panamera begonnen, der am 19. April in Shanghai auf der dortigen Motorshow erstmals der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde und im September auf den Markt kommt. Porsche baut den viertürigen Gran Turismo gemeinsam mit dem erfolgreichen sportlichen Geländewagen Cayenne auf einer Produktionslinie. Dafür wurde das Werk Leipzig innerhalb von nur zwei Jahren um 22.000 Quadratmeter ausgebaut und gleichzeitig das hochmoderne Produktions- und Logistikkonzept weiter verfeinert.
Wegen der Baumaßnahmen waren in den vergangenen acht Monaten keine Werksführungen in Leipzig möglich. Ab sofort können Besucher aber wieder hautnah die Produktion erleben und dabei sein, wenn die ersten Panamera-Fahrzeuge in Sachsen vom Band rollen. Die rund zweistündigen Führungen sind kostenfrei, sie können aber auch in Verbindung mit Pilot- und Co-Pilot-Angeboten gebucht werden, bei denen die Porsche-Fahreigenschaften mit dem sportlichen Geländewagen Cayenne einer Rennstrecke oder auch im Gelände erfahrbar sind.
Wer heute einen Rover kaufen möchte, geht Richtung Gebrauchtwagenhändler oder wandert nach China aus. Die einst glorreiche englische Traditionsmarke Rover und die sportliche Schwester MG wird dort von dem chinesischen Hersteller SAIC produziert. Da der Markenname bei Ford landete, nannte man die Fahrzeuge jetzt Roewe. Klingt so ähnlich, und heißt übersetzt etwa: Königliche Kraft. Das passt doch hervorragend zur doppelten Staatsangehörigkeit der Marke. Roewe N1 und MG6 heißen die beiden kompakten Limousinen-Zwillinge, die auf der Motor Show in Shanghai 2009 vorgestellt wurden.
Anfang 2010 soll der MG6 an den Start gehen und ein Jahr später der Roewe N1. Auch für die Chinesen ist europäisches Design und Technik teuer, deshalb plant man diese Modelle wieder in England einzuführen, da der Verkaufspreis für den Massenmarkt in China wohl zu hoch sein wird. Der Roadster MG TF wird immer noch im englischen Longbridge montiert, allerdings mit Zulieferteilen aus China.
In der Gerüchteküche spricht man bereits vom nächsten Kia, der auf der europäischen Speisenkarte demnächst im Angebot stehen soll. Gemeint ist der Kia Forte, der auf dem Cerato basiert, und bereits in mehreren Ländern erhältlich ist. Ende 2009 erscheint er auf dem amerikanischen Markt und könnte danach auch in Europa erhältlich sein.
Der Forte Koup ist die Weiterentwicklung der Studie Koup Concept, die von den Koreanern 2008 auf der New York Auto Show erstmals präsentiert wurde. Der Zweitürer ist sportlich-elegant und kommt mit 289 PS daher. Auf der Motor Show 2009 in Shanghai zeigte Kia zudem erstmals das neue viertürige Kompaktmodell Forte aus chinesischer Produktion.
Neun Tage dauert die Motor Show in Shanghai. Die Fahrzeuge rührten sich nicht von der Stelle. Nur die Showgirl brauchten mal eine Pause. Im Land des Lächeln wechselten täglich die Girls in den Showrooms und gaben den Fahrzeugen immer neue Lichtblicke. Grund genug mit einer zweiten Galerie die Showgirls aus dem Reich der Mitte und anderen Ländern zu präsentieren.
Die Shanghai Motor Show hatte viel zu bieten. Die Automobilhersteller kamen aus der ganzen Welt nach China. Natürlich war der asiatische Markt mit allem was vier Räder hat sehr stark vertreten. Es gab natürlich auch Modelle auf zwei Beinen, die als Showgirls die Fahrzeuge glänzend in Szene setzten. Ein Überblick verschafft unsere Galerie mit den Showgirls aus Shanghai.
Die Chinesen sind als fleißige Menschen bekannt. Das gilt auch für den Hersteller Geely, der mit über zwanzig neuen Modellen auf der Motor Show in Shanghai seine Ideen präsentierte. Mit dem IG Concept hat Geely ein sparsames und sauberes Auto entwickelt, welches in den Megastädten im Reich der Mitte mehr als dringend benötigt wird.
Bei dem Geely IG handelt es sich um ein elektrobetriebenes Konzeptauto mit Platz für drei Personen. Der Wagen wird mit Lithium-Ionen-Batterie betrieben, die unter anderem von Solarzellen gespeist werden, die sowohl auf dem Dach als auch auf der Haube montiert sind. Der Fahrer sitzt beim Geely IG völlig alleine in der vorderen Reihe, zwei weitere Personen finden auf bequemen Einzelsitzen im hinteren Teil Platz. Ein weiterer Clou des Elektroflitzers ist die Flügeltür auf der Fahrerseite, die den Einstieg für die Passagiere erleichtern soll.
Der Great Wall Hover H7 wird wohl demnächst nicht nur hinter der chinesischen Mauer fahren, denn das Fahrzeug hält sich bei den Abgaswerten an den europäischen Vorschriften, und dürfte damit bald auch auf europäischen Straßen zu sehen sein. Mit seinen 4,80 Metern Länge, 1,92 Metern Breite und 1,82 Metern Höhe zählt der chinesische Zwei-Tonner zu den großen SUV, die auf der Motor Show in Shanghai gezeigt wurden. Der Wagen bietet Allradantrieb und soll 225 km/h Höchstgeschwindigkeit erreichen. Eine Sechs-Gang-Automatik dient als Getriebe des Hover H7.
Im Heimatland Amerika droht dem Hersteller Buick das Aus. In China zeigt man auf der Motor Show in Shanghai sein neues Business-Konzept-Auto. Da liegt die Vermutung nahe, dass man vielleicht chinesische Investoren locken möchte. Die General-Motors-Tochter Buick präsentierte einen Luxus-Van mit 5,30 Metern Länge. Das Fahrzeug beeindruckt mit sechs Einzelsitzen, die auf einem Schienensystem verrückt werden können. Die Sitze in Reihe zwei lassen sich gegen die Fahrtrichtung drehen, ein ebenfalls verschiebbarer Tisch bietet Platz für Verhandlungsgespräche aller Art.
Der Motor kommt mit 2,4 Litern Hubraum für ein US-Fahrzeug etwas bescheiden daher, wird aber von einem Elektromotor unterstützt und macht das Business-Konzept von Buick somit zum Hybridfahrzeug. Raumfahrtatmosphäre erwartet die Insassen im Cockpit. Blau unterleuchtete Instrumente und weitere farblich abgestimmte Lichteffekte findet man reichlich. Das Fahrzeug wurde von den General-Motors-Designern speziell für den chinesischen Markt entworfen und soll ein Ausblick auf die zukünftigen Serienfahrzeuge geben.
Welch ein passender Name für einen chinesischen Automobilhersteller: Great Wall. Die "Große Mauer" präsentierte auf der Shanghai Motor Show eine Studie, die eine Richtung aufzeigen soll, wie chinesische Oberklasse-Fahrzeuge demnächst aussehen könnten. Die offizielle Bezeichnung für diese "Große Mauer" auf Rädern ist: CHC 011.
Honda zeigte auf der Shanghai Motor Show ein Konzept-Fahrzeug namens Linian, das als selbstständige Marke nur für den chinesischen Markt entworfen wurde. Der Linian hat eine typisch chinesischen Design und wurde von Guangzhou entworfen. Honda Guangzhou ist ein Joint-Venture-Unternehmen zwischen dem japanischen Hersteller Honda und der chinesischen Autoschmiede Guangzhou Automobile.