Die legendäre Tuning-Marke Gordini kommt zurück. Der französische Hersteller Renault verkündete in Paris, dass Gordini künftig als Markenname für eine neue Serie von kräftig motorisierten Kleinwagen wiederbelebt werde. Diese Modelle sollen bei der Abteilung Renault Sport entstehen. Den Anfang der neuen Gordini-Familie macht eine umgerüstete Version des 133 PS starken Twingo Sport. Das Modell wird Ende November präsentiert und ab Frühjahr 2010 verkauft. Ein zweites Gordini-Fahrzeug kommt 2010 auf Basis des Clio RS mit 201 PS.
Die Nostalgiewelle soll auch bei den Franzosen für Umsatz sorgen. Der Name Gordini steht schon seit den 30er Jahren für schnelle Autos aus Frankreich. Der 1899 in Italien geborene Amedee Gordini baute Fahrzeuge, die sogar in der Formel 1 mitgefahren sind. Den größten Erfolg feierte Gordini 1964 mit einem Renault R8, als das Auto bei der Rallye "Tour de Corse" vier der fünf Spitzenplätze belegte.
Wie bei den Supersportwagen wurde auch in der Kategorie Vans das Goldene Lenkrad durch Leserstimmen vergeben. Vier der sechs Vans, die zur Wahl standen, kamen aus Frankreich. Der Renault Scenic konnte 30,6 Prozent der über 250.000 Leserstimmen aus 25 Ländern für sich verbuchen. Angetreten waren: Fiat Fiorino Qubo, Peugeot 3008 und 5008, Renault Kangoo Be Bob und Scenic und der Verso von Toyota.
Der wichtigste europäische Autopreis wurde 1976 vom Verleger Axel Springer ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich vergeben. Spitzenmanager der Autoindustrie nahmen die Auszeichnungen für das Modelljahr 2009 am 4. November im Berliner Axel-Springer-Haus entgegen. Insgesamt acht neue Automodelle wurden mit dem "Goldenen Lenkrad" ausgezeichnet. Zum dritten Mal gab es das "Grüne Lenkrad" für die beste Umweltneuheit. Den Ehrenpreis bekam der Fiat- und Ferrari-Präsident Luca Cordero di Montezemolo.
Die Sieger in den einzelnen Kategorien
Kleinwagen: VW Polo Kompaktklasse: Opel Astra Mittel- und Oberklasse: Audi A5 Sportback Luxusklasse: Porsche Panamera Supersportwagen: Mercedes SLS Vans: Renault Scenic Umwelt: Toyota Prius und VW Blue Motion Ehrenpreis: Luca Cordero di Montezemolo
Renault bringt demnächst einen neuen Kracher an den Start: Megane Coupe Renaultsport 250. Damit soll der Megane mit der Bezeichnung "Renaultsport" wohl in die Fußstapfen der legendären Serien "Gordini" oder "Alpine" springen. Optisch unterscheidet sich der neue Renault von seinen Geschwistern unter anderem durch LED-Tagfahrlicht, große Lufteinlässe und ein zentrales Auspuffendrohr. Den Antrieb übernimmt ein Turbo-Benziner mit zwei Liter Hubraum und einer Leistung von 250 PS. Der PS-Zahl entspricht auch die angegebene Höchstgeschwindigkeit. Damit protzt der Megane Renaultsport mit 26 PS mehr unter der Haube als sein Vorgänger. Den Sprint von 0 auf Tempo 100 soll in 6,1 Sekunden erledigt sein. Der sportliche Franzose kommt noch im Oktober 2009 auf den Markt. Preise hat das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben.
Brasilianischen Medienberichten zufolge soll sich der ehemalige Renault-Pilot Nelson Piquet Junior nach der Crashgate-Affäre bereits sehr konkret mit einem NASCAR-Einstieg auseinandersetzen. Er glaubt nach seiner Rolle im Crashgate-Skandal nicht mehr an eine Rückkehr in die Formel 1. "Ich habe dem Sport einen Dienst erwiesen, aber bin als Opfer geendet", sagte der Brasilianer in einem Fernseh-Interview in seiner Heimat: "Ich habe damals einen Fehler gemacht. Meine Karriere ist vorbei. Niemand wurde härter bestraft als ich." Er entschuldige sich bei allen, "die die Formel 1 lieben, aber ich kann es leider nicht rückgängig machen".
Der geschasste Pilot möchte nun bei Team Red Horse in der Camping World Truck-Serie andocken. Angeblich gab es bereits eine Sitzprobe und ein erster Test soll noch am 12. Oktober auf dem Rockingham Speedway in North Carolina über die Bühne gehen. Einen ähnliche Weg ging übrigens Jacques Villeneuve, um die nötigen NASCAR-Lizenzen für die Sprint-Cup-Serie zu erhalten - mit allerdings geringem Erfolg.
In den letzten Wochen gab es viel Wirbel um einen Unfall in der Formel 1. Nelson Piquet Jr. krachte in der letzten Saison in Singapur absichtlich in die Mauer, um eine Safety Car Phase zu verursachen und seinem Teamkollegen Fernando Alonso zu helfen. Der Unfall war von vorneherein geplant. Renault gestand, dass Flavio Briatore, Pat Symonds und Nelson Piquet Jr. gemeinsam einen Plan geschmiedet haben, um den Singapur Grand Prix 2008 zu manipulieren und mit einem absichtlichen Unfall dem Teamkollegen Fernando Alonso zu helfen. Allerdings sei kein anderes Teammitglied in die Vorgänge involviert gewesen.
Der FIA-Weltrat befand am Montag in der "Crashgate-Affäre" Renault für schuldig. Der Ausschluss von der Formel-1-Weltmeisterschaft wurde jedoch auf Bewährung ausgesetzt. Die Verstöße seien dermaßen schlimm, dass eine Disqualifikation von der Formel 1 Weltmeisterschaft gerechtfertigt wäre. Angesichts der Zugeständnisse seitens Renaults wird diese Strafe allerdings bis zum Ende der Saison 2011 auf Bewährung ausgesprochen.
Flavio Briatore und Pat Symonds wurden von allen Events und Meisterschaften der FIA ausgeschlossen. Auch dürfen sie kein Team führen oder einen Fahrer managen, denn diese werden ab sofort von der FIA nicht anerkannt. Symonds Strafe wurde durch sein Eingeständnis des Verstoßes auf fünf Jahre beschränkt. Gegen Briatore gab es eine zeitlich unlimitierte Strafe. Die bekam er nicht nur wegen der Schwere der Verstöße, sondern auch wegen des Abstreitens selbiger ausgesprochen.
Die 63. IAA in Frankfurt wird zweifellos als "grüne IAA" in die Autogeschichte eingehen. Es gab sehr viele ökologische Automodelle zu bewundern, nur waren sie immer in anderen Farben lackiert und trugen meistens die Farbe Blau (Blue Motion oder Blue Efficiency) in ihren Bezeichnungen. Renault und BMW bevorzugten bläuliches Licht für ihre Elektro-Vorstellungen. Nur Skoda benennt die sparsamen Modelle mit "Greenline". Die Trendlacke sind derzeit Silber, Schwarz, Weiß und Rot. Bei den britischen Modellen wird es das legendäre "Racing Green" natürlich weiterhin geben, doch es gab neue grüne Varianten bei Bentley mit einem "Apple Green" für die Nobelkutschen.
Wen verbindet man mit der Farbe Rot? Natürlich Ferrari. Das vorschnell groß bejubelte Comeback von Michael Schumacher in der Formel 1 ist zwar geplatzt, trotzdem bleibt er wohl sein Leben lang ein "Roter". Auf der IAA übernahm "Schumi" die Ehre, den nagelneuen Ferrari 458 Italia zu enthüllen und der war entgegen der Ferrari-Tradition nicht in rot, sondern in gelb lackiert.
Fast jeder Automobilhersteller zeigt auf der IAA in Frankfurt ein Elektroauto - oder zumindest eine Studie. Renault übertrifft gleich alle Konkurrenten mit einem Quartett von vier Stromautos, die schon ab 2011 auf den Markt kommen sollen.
Nummer eins des Elektro-Quartetts ist der Renault Twizy Z.E. Concept. Er stellt mit nur 2,30 Meter Länge und einer Breite von gerade einmal 1,10 Meter ein Konzept für den Stadtverkehr dar. Für vier Personen ist die zweite Studie, der Renault Zoe Z.E. Concept gedacht. Mit einer Länge von 4,10 Meter und einem Radstand von 2,60 Meter bewegt sich die Studie im Bereich der Kompaktklasse. Bereits recht seriennah wirkt der Fluence Z.E. Concept. Die dritte Studie basiert auf der Stufenhecklimousine Fluence, die ebenfalls auf der IAA vorgestellt wird. Als Letzter der vier Elektro-Musketiere richtet sich der schon vor der IAA bekannte Kangoo Z.E. Concept vor allem an die Bedürfnisse von Gewerbetreibenden.
Gallery: IAA Frankfurt: Renault Twizy, Zoe, Fluence, Kangoo
VW hat mit dem neuen Golf GTI wieder einen wirklichen kompakten Sportler im Programm. Doch wahre Nachfolger des Ur-GTI sind Autos wie der Renault Clio Renault Sport. Klein, wendig und bärenstark. Sicher, mit rund 1,3 Tonnen zwar deutlich schwerer als der alte GTI mit seinen knapp 900 Kilos. Was vor allem der Sicherheit geschuldet wird. Aber immer noch um 100 Kilo leichter als der heutige GTI. Mit 201 PS aus einem hochdrehenden Sportmotor ohne Turbo und zu einem vernünftigen Preis unter 23.000 Mäusen. Abgespeckt als RS Cup gibt es sogar Sport pur. Und das mit ebenfalls abgespecktem Preis um nicht mal 20.000 Europäer.
Auf der IAA in Frankfurt feiert der Renault Fluence Weltpremiere. Der Stufenheck-Nachfolger des Megane wird von den Franzosen in der Türkei gebaut. Im November wird dort der Fluence auch erhältlich sein - nach Westeuropa kommt er erst im Frühjahr 2010. Der Viertürer ist mit 4,62 Metern fast so groß wie der Laguna und bietet sogar mehr Kofferraum. Das Gepäckabteil des Fluence fasst großzügige 530 Liter, die sich durch eine umklappbare Rückbank noch erweitern lassen. Der Renault hat einen Radstand von 2,70 Metern und soll im Innenraum das Platzangebot einer Mittelklasse-Limousine bieten.