Wer eine ausgefallene Weihnachtsdekoration sehen möchte, der sollte zum Porsche Zentrum Gelderland in das kleine Städtchen Heteren in den Niederlanden fahren. Das dortige Autohaus lies einen Porsche 911 Carrera 4S komplett mit Schokolade überziehen. Der Meister-Chocolatier Jan Blancken schmolz 175 Kilogramm Schokolade und bestrich damit den Porsche. Hinzu kamen noch einige Kilogramm weißer Schokolade für die Scheinwerfer. In der Galerie kann man die schrittweise Entstehung dieses Meisterwerkes bewundern, das bis Weihnachten den dortigen Showroom schmücken wird. Der Porsche ist mit 385 PS unter der süßen Haube bestückt. Die technischen Daten des braunen Renners werden demnächst wohl um die Kalorienzahl erweitert...
Fahrmaschinen reinsten Wassers. Das waren die Basismodelle für den Motorsport bei Porsche schon immer. Ganz besonders die legendären RS-Modelle. In der jüngsten Generation als 911 GT3 RS, aus der überarbeiteten 997-Baureihe, beweist ein Porsche einmal mehr seinen Sinn fürs Wesentliche. So bietet Porsche dem Kunden optional etwa eine Lithium-Ionen-Batterie an, die (anstelle der konventionellen Bleibatterie eingebaut) einen Gewichtsvorteil von über zehn Kilogramm mitbringt. Allerdings, so ganz ohne Kompromisse geht es scheinbar doch nicht. Elektrische Fensterheber, Klimaautomatik und Radio sind Serienausstattung. Radio und Klimaanlage kann man zwar immerhin abbestellen, um dem Gedanken der puristischen Rennmaschine noch näher zu kommen. Doch wozu braucht man elektrische Fensterheber, elektrische Spiegelverstellung, elektrische Motordeckel- und Kofferraumentriegelung und eine Zentralverriegelung? Weg mit dem unnötigen Ballast! Liebe Porsche-Leute, der neue RS ist toll, aber gebt uns den ultimativen Elfer ohne jeden Schnickschnack. Verweichlichte Luxus-Kunden sollen sich einen Bentley kaufen.
Die Kategorie Luxusklasse bot in diesem Jahr wieder einige Leckerbissen. Wer mal eben 100.000 Euro für ein Luxusfahrzeug ausgeben kann, hat ein breites Angebot zur Auswahl. Für das Goldene Lenkrad wurden sechs Fahrzeuge nominiert. Es gewann mit dem Porsche Panamera eine ganz neue Form der sportlichen Luxuslimousine. Er setzte sich gegen den Maserati Quattroporte Sport GTS, den neuen 7er BMW, die kürzlich renovierte S-Klasse von Mercedes sowie den vornehmen Lexus LS durch. Das klassische Gegenstück aus England, der Bentley Continental Flying Spur hatte keine Chance gegen den Porsche Panamera.
Der wichtigste europäische Autopreis wurde 1976 vom Verleger Axel Springer ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich vergeben. Spitzenmanager der Autoindustrie nahmen die Auszeichnungen für das Modelljahr 2009 am 4. November im Berliner Axel-Springer-Haus entgegen. Insgesamt acht neue Automodelle wurden mit dem "Goldenen Lenkrad" ausgezeichnet. Zum dritten Mal gab es das "Grüne Lenkrad" für die beste Umweltneuheit. Den Ehrenpreis bekam der Fiat- und Ferrari-Präsident Luca Cordero di Montezemolo.
Die Sieger in den einzelnen Kategorien
Kleinwagen: VW Polo Kompaktklasse: Opel Astra Mittel- und Oberklasse: Audi A5 Sportback Luxusklasse: Porsche Panamera Supersportwagen: Mercedes SLS Vans: Renault Scenic Umwelt: Toyota Prius und VW Blue Motion Ehrenpreis: Luca Cordero di Montezemolo
Audi attackiert mit dem Ausbau der R8-Baureihe Konzernschwester Porsche frontal. Zuerst knöpfte sich der Achtzylinder-R8 den Neunelfer vor und danach der stärkere R8 mit V10 den Porsche Turbo. Mit dem nun offenen Audi R8 Spyder 5.2 FSI quattro dürfen sich auch die offenen Elfer nicht mehr sicher fühlen. Moderne gegen Tradition. So könnte das Match wohl lauten. Selbst punkto Alltagstauglichkeit kann der R8 mit dem 911 mithalten. Doch Porsche könnte schon bald zum Gegenschlag ausholen. Denn neuerdings ist immer öfter die Rede davon, demnächst kleinere und günstigere Porsche-Einstiegsmodelle anzubieten. Das Match geht also in die nächste Runde und für Spannung ist gesorgt. Solange alle gut daran verdienen.
Der Schweizer Edeltuner Mansory zeigte auf der IAA in Frankfurt den "Chopster", der auf dem Porsche Cayenne Turbo basiert. Jetzt ist der Familien-Posche Panamera das neue Thema bei Mansory. Der Panamera bekommt ein völlig neues Design mit komplett neuer Front und Heckpartie. Alles wird aus Carbon und Polyurethan handgefertigt. Bisher gibt es nur Computer-Skizzen - die sind allerdings vielversprechend. In drei Monaten soll der Edel-Panamera das Licht der Autowelt erblicken. Preise für den Umbau gibt es noch nicht - aber die ersten Bilder wurden schon veröffentlicht...
Die Retromania zieht immer weitere Kreise und macht auch vor Porsche nicht halt. Mit dem 911 Sport Classic legt man jetzt ein Fahrzeug auf, das an einige frühere Modelle erinnern soll und diese zitiert. Zudem ist er jedoch mit jedem erdenklichen modernen Luxus angereichert. Und kann dazu weiter angereichert werden. Porsche erfüllt bekanntermaßen nahezu jeden Wunsch. Gerade das entfernt ihn aber von klassischen Porsches. Denn die waren reine Fahrmaschinen. Auf Grund des starken Motors (408 PS) sind zwar die Fahrleistungen immer noch top, allein ein Leergewicht von 1.425 Kilogramm - trotz Türen aus Aluminium - spricht eine allzu deutliche Sprache. Da wäre abspecken angesagt. Das wäre mal wirklich Retro. Denn manchmal ist weniger nämlich mehr.
Porsche baute bislang in Form des Cayenne die sportlichsten SUVs. Doch jetzt greift BMW mit dem X5 M und vor allem mit dem X6 M frontal an. Mit mehr Leistung, wenn auch bloß marginal mehr: 555 PS gegen 550 PS im stärksten Cayenne, dem Turbo S, begehrt man die Leader-Position. Und das nicht nur auf dem Papier mit den Leistungsdaten. BMW gelang bereits mit dem Serien-X6 ein SUV mit famosem Fahrwerk, das für die M-Version nochmals deutlich in Richtung Sport verbessert wurde. Dass der neue X6 M einem Cayenne Turbo S auf kurvenreicher Strecke die Rücklichter zeigen kann, wird Porsche gar nicht schmecken.
Das werden sich die klassischen Porsche-Freunde nicht entgehen lassen: Der 911 kommt als limitiertes Sondermodel mit der Bezeichnung "Sport Classic" zum Schaulaufen nach Frankfurt. Auf der IAA (vom 17. bis 27. September) zeigt Porsche diese Kleinserie, die auf dem Carrera S basiert. Das Fahrzeug ist im Retro-Stil der 70er-Jahre gehalten. Die Markteinführung erfolgt im Januar 2010 zum Preis von 201.682 Euro. Die Fans müssen sich bei der Bestellung beeilen, denn es wird nur 250 Exemplare des Porsche 911 Sport Classic geben.
Die Neuauflage des Porsche 911 GT3 Cup kommt mit drei Merkmalen zur IAA in Frankfurt: Stärker, breiter, schneller. Der Nachfolger des mit über 1.400 Exemplaren meistgebauten Rennwagens aller Zeiten basiert erstmals auf dem 911 GT3 RS. Das Gewicht des Rennfahrzeuges wurde gegenüber der Leichtbau-Straßenversion signifikant gesenkt. Erstmals im GT3 Cup kommt die im Heckbereich um 44 Millimeter breitere Karosserieversion zum Einsatz, die größere Räder beherbergt. Verbreiterungen an den vorderen Radläufen weisen auf die ebenfalls neuen Vorderräder hin. Auch der Hubraum steigt im Vergleich zum Vorgänger um 0,2 Liter, die Motorleistung legt um 30 PS zu. Die wichtigsten Daten: 3,8-Liter-Sechszylinder-Boxermotor mit 450 PS, sequenzielles Sechsgang-Schaltgetriebe, Gewicht 1.200 Kilogramm. Auf den ersten Blick ist der neue 911 GT3 Cup an seiner Frontpartie zu erkennen. Von der aktuellen Elfer-Generation übernimmt er das markante Tagfahrlicht.