Ford veröffentlichte nun die ersten Bilder des neuen Ford C-MAX. Der komplett neu entwickelte Kompakt-Van zählt zu den interessantesten Weltpremieren der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Ford übernahm zahlreiche Design-Elemente von der aufsehenerregenden Studie "iosis MAX", die Ford im Frühjahr auf dem Genfer Automobil Salon vorgestellt hatte. Die zweite Generation des Ford C-MAX kommt in der zweiten Hälfte 2010 auf den europäischen Markt. Er ist das erste von zahlreichen Modellen, die in den nächsten Jahren auf der neuen, für den globalen Einsatz konzipierten C-Segment-Architektur basieren werden - so auch der für Anfang 2011 geplante neue Ford Focus.
Erst gab es diesen Wagen nur als Spiel für Rennspielzocker - dann legten bei Citroen einige Herren ihren Controller an die Seite und spielten am Zeichenbrett weiter. Mit der Studie "GtbyCitroen" zeigt die Marke mit dem bekannten Doppelwinkel einen Sportwagen der besonderen Art. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich bei dem Fahrzeug um die Interpretation eines Gran Turismo. Passend dazu findet sich der GTbyCitroen in dem Computerspiel "Gran Turismo 5 Prologue" wieder, welches unter Gamern sehr beliebt ist. Im Spiel besitzt der GT einen Elektroantrieb mit Brennstoffzelle. Was unter der Hülle der Studie im 1:1-Format steckt, wurde noch nicht verraten.
Im Design geht der 4,96 Meter lange und 2,08 Meter breite Citroën neue Wege. So soll die übertrieben lang gestreckte Heckpartie ein Nachbild auf der Netzhaut erzeugen, welches das Auto visuell noch schneller macht. Im Cockpit des Zweisitzers informiert ein Head-Up-Display den Fahrer. Ein Diesel-Hybridantrieb namens HYmotion4 soll zu Einsatz kommen, dessen Verbrauch bei 4,5 Liter auf 100 Kilometer liegt.
Neben den neuen Serien- und Konzeptfahrzeugen gab es in Paris wie schon auf der IAA viele grüne Ideen für die Mobilität der nahen Zukunft. Einige davon waren offensichtliche Mogelpackungen und einige ernst gemeinte Statements. Der Rest verkam zu Nebendarstellern auf der Hybrid Öko Bühne. Die offensichtlichen Blender:
Die Flops
1. Mercedes Benz S400 Blue Hybrid Mercedes präsentiert mit der S Klasse Hybrid nichts Bewegendes. Eine schwere Oberklasselimousine mit einem Mildhybrid hört sich nach einem notwendigen, seichten Imageträger an. Das ist so, als wenn man einen Bananensplitt mit Sahne, aber zuckerfreier Schokosauce als kalorienarm bezeichnen würde. Voll daneben!
2. Opel Insignia EcoFlex Sparen funktioniert nicht mit 18 Zoll Alufelgen und einem 160 PS Motor. Auch wenn es ein Diesel ist. Der Kunde interessiert sich nicht für den (auch nur verhältnismäßig) niedrigen CO² Wert, sondern für den Verbrauch.
3. Ford Bond-Ka mit Brennstoffzelle Kann man getrost in die Ecke Filmautos stellen. Einen Ford Ka mit Brennstoffzelle gibt's nur im neuen Bond Film.
Neben den neuen Serien- und Konzeptfahrzeugen gab es in Paris, wie schon auf der IAA, viele grüne Ideen für die Mobilität der nahen Zukunft. Einige davon waren offensichtliche Mogelpackungen und einige ernst gemeinte Statements. Der Rest verkam zu Nebendarstellern auf der Hybrid-Öko-Bühne. Meine persönlichen Gewinner:
Die Tops
1. Honda Insight Der Insight hat allen anderen Öko-Studien etwas voraus: er geht bereits 2009 in Serie. Der direkte Prius-Konkurrent setzt wie Toyota auf einen Hybrid, nur laut Honda deutlich günstiger. So macht Honda den Umweltschutz massentauglicher. Für so viel Volksnähe Platz 1!
Gallery: Honda Insight
2. Renault Z.E. Concept Ein rein elektrisch betriebener Kangoo BeBop im Concept-Car-Kostüm. Geladen wird an der Steckdose sowie über die Solarzellen im Dach. Zusätzlich wird durch die doppelwandige Karosse Energie gespart. Anders als die bekannten, rein elektrischen Vorstellungen verfügt der Z.E. Concept aber über ein vernünftiges Platzangebot und wirkt erwachsener.
3. Nissan Nuvu Da Renault und Nissan ja eng verwandt sind, drängt sich eine technische Basis von Z.E. Concept und Nuvu auf. Möglich wär's. Der Nissan wird ebenfalls an der Steckdose geladen und verfügt über Solarzellen im Dach. Das Fahrzeug ist aber kleiner und deutlich verspielter. Trotzdem ein möglicher kleiner Micra. Ab 2010?
Sie sind die Stars auf allen Automessen weltweit und die Lieblinge des Publikums: Concept-Cars. In Paris war ein regelrechtes Feuerwerk an emotionalen und innovativen Ideenträgern zu sehen. Meine Flops:
Die Flops
1. Hyundai Genesis Coupè Eigentlich sollte „The Fast and the Furious" abschreckend genug gewesen sein. Zumindest sieht das Genesis Coupe so aus als hätte man einem dieser übermotivierten Möchtegern-Gangster-'Pimp my Ride'-Mechaniker ein typisch charakterloses koreanisches Coupè in die Hand gedrückt. Wo bleibt die Unterbodenbeleuchtung in blau? Megaflop!
2. Renault Ondelios Null Gemeinsamkeit mit der soeben in Serie verabschiedeten neuen Renault-Formensprache sowie ein Heck, das an die Eleganz einer Gefriertruhe heranreicht. Da nützt selbst das seichte Müsli-Wellen-Wellness-Konzeptthema nichts. Mildernd sei der Hybridantrieb erwähnt.
3. Chevrolet Orlando Der Chevrolet Orlando war in Paris nie wirklich im Rampenlicht der Medien und ist im Nachhinein betrachtet vielleicht zu Unrecht etwas untergegangen. Zumindest der Innenraum lässt erahnen, dass diese Studie bereits sehr nahe an der Serie ist (Opel Insignia lässt grüßen). Praktisch, aber zu emotionslos für eine Studie.
Sie sind die Stars auf allen Automessen weltweit und die Lieblinge des Publikums: Concept-Cars. In Paris war ein regelrechtes Feuerwerk an emotionalen und innovativen Ideenträgern zu sehen. Meine Top-Drei:
Die Tops
1. Audi A1 Sportback Der Audi A1 übermittelt die richtige Botschaft für die Zukunft. Image hat nichts mit Größe zu tun. Der A1 ist klein, trendig und zielt auf den Mini. Trotz der geringen Ausmaße vermitteln die bekannten Designelemente die Audi-typische, hochwertige Coolness. Der Umweltgedanke kommt mit dem Hybrid auch nicht zu kurz. Top! 2. Lamborghini Estoque Wir lassen nun jegliche Vernunft beiseite. Autos wie den Estoque braucht ein Autofan zum Bewundern. Und bewundert hat diesen Lambo wohl die ganze Welt. Gute Nacht Porsche Panamera.
Gallery: Lamborghini Estoque
3. Citroen Hypnos Mehr Aufmerksamkeit als das durchaus gelungene Äußere des Hypnos hat der total abgedrehte Innenraum verdient. Bunte Sitze, die in Form einer Helix ineinander verschachtelt sind. Nicht unbedingt sinnvoll und seriennah, bewegt sich der Hypnos an der Grenze zur Fragwürdigkeit. In Hinblick auf den zumindest außen designverwandten, kommenden C4 aber top (für so viel Kreativität).
Der Pariser Automobilsalon ist Vergangenheit und alle Geheimnisse wurden gelüftet. Verlierer bei den Serien - Neuvorstellungen:
Die Flops
1. Seat Exeo Also beim besten Willen, ein par neue Anbauteile machen noch keinen Neuwagen aus. Und kaschieren lässt sich das wahre Alter des Exe0 wie man sieht auch nicht. Übrig bleibt von der „Auto Emotion" nichts. Nur der günstige Basispreis von rund 22 000 Euro wird für den Verkauf des Altmetalls sorgen. Eindeutig ein Flop!
2. Ferrari California Hat es eine traditionsreiche Marke wie Ferrari nötig, einem Modetrend wie den Metallkapuzen hinterher zu hecheln? Ich hätte mir da mehr Stil und Traditionsbewusstsein erwartet. Bezahlen tut man die Mainstream-Extravaganz mit einem dicken unproportionalem Hinterteil, das ganz nebenbei auch noch schlecht kaschiert wurde.
Gallery: Ferrari California Weltpremiere
3. Audi S4 / RS6 Übermotorisierte pseudosportliche Limousinen waren vielleicht in den 90ern cool. Umdenken findet statt und ein S4 oder RS6 Facelift sind die falschen Signale im 21 Jahrhundert. Das Umdenken muss aber bei den Kunden beginnen. Audi liefert nur das passende Produkt zur bestehenden Nachfrage.
Der Pariser Automobilsalon ist Vergangenheit und alle Geheimnisse wurden gelüftet. Die anstehenden Top-Neuvorstellungen:
Die Tops
1. Toyota IQ Alle anderen Hersteller bitte aufwachen. Auch die Konsumenten müssen umdenken. So sieht die Mobilität der Zukunft aus! Option auf Elektroantrieb ab 2010 sowie optimale Raumausnutzung auf engstem Raum. Auch wenn es betreffende Personen nicht gerne hören werden. Fahrzeuge wie Oberklasse und Mittelklasselimousinen vom Schlage eines BMW 5ers sind verwelkte Konzepte. Premiumstatus wird in Zukunft nicht mehr durch Größe, sondern durch Image und Technologie verkörpert.
2. Kia Soul Intelligentes Raumkonzept im Mini-Format. So oder so ähnlich kann man sich die Kompaktklasse intelligenter interpretiert vorstellen. Mit sparsamen Motoren und innovativem Design und Raumkonzept ist keine Spur mehr vom einstigen Korea-Mief zu merken. Geil!
3. Abarth 500 Esseesse Der beste Beweis dafür, dass man keine 510 PS braucht, um auch alltagstauglich Spaß zu haben, und das absolut bezahlbar. Ganz nebenbei wird auch noch das Gewissen beruhigt, weil 160 PS ja doch noch im Rahmen bleiben. Die Historie und Emotion schwingt im Namen Abarth mit. Unvernunft mit Vernunft!
Auf dem internationalen Automobilsalon in Paris stellt Peugeot diesen Herbst eine Studie zum Thema viertüriges Coupe vor. Das sieht zumindest auf den ersten Fotos scharf aus.
Das oberhalb des 407 positionierte Concept Car stellt sozusagen das Gegenstück zum kürzlich vorgestellten Passat CC dar und könnte auf den Plattform des anstehenden 408 verwirklicht werden. Welche Lawine Mercedes mit dem CLS da lostreten würde, dessen war man sich in der Kommandozentrale der Sternenflotte wohl nicht bewusst.
Mit einem Coupe hat das aber trotzdem nichts zu tun, viel eher mit einer sehr dynamisch gezeichneten Limousine, was ja an sich als Definition auch reichen würde.
Stattdessen lassen wir uns von den Marketingstrategen einreden, dass ein enger geschnittener Vorstadt-Familienwagen ein viertüriges Coupe sei (deshalb trägt er dann auch den Namenszusatz CC, damit der Kunde weiß, was ihn von der bürgerlichen Limousine unterscheidet).
Was sind das für Zeiten, in denen ein Coupe nur mehr über eine abfallende Dachlinie definiert wird? Ein richtiges Coupe hat zwei Türen und darf ruhig etwas unpraktisch sein. Basta.
Die eierlegende Wollmilchsau glauben ja schon viele Hersteller gefunden zu haben, das nennt sich dann Crossover.
Nach der gleichnamigen Studie stellt Renault nun in Paris den Kangoo Be Bop vor. Im Grunde die Sozialverträgliche und mit Lifestyle aufgeladene Version des Kastenwagens Kangoo.
Schaut auf den ersten Blick etwas zusammengedrückt aus. Auf dem zweiten Blick wurde die Blaue Innenausstattung und die Zweifarblackierung wirklich bis in die Serie durchgezogen. Warum auch nicht. Die Außenlänge ist mit 3,8m mehr als Stadttauglich und das zu öffnende Dach mitsamt Heckscheibe verspricht Sommerlaune. Lifestyle im Quadrat.
Das der trendige Kasten außerdem ein Ladewunder wird steht außer frage.
Der Be Bop ist bis zur B Säule mit dem aktuellen Kangoo baugleich (bis auf das zweitteilige Glasdach das sich über Fahrer und Beifahrer spannt). Wer also das bisher schon luftige Raumgefühl im Kangoo mag, wird den Be Bop lieben. In welche Nische der Be Bop genau fällt ist schwer zu sagen. Wie wär's mit Kastenwagen-Coupè?