Der wichtigste europäische Autopreis wurde 1976 vom Verleger Axel Springer ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich vergeben. Spitzenmanager der Autoindustrie nahmen die Auszeichnungen für das Modelljahr 2009 am 4. November im Berliner Axel-Springer-Haus entgegen. Insgesamt acht neue Automodelle wurden mit dem "Goldenen Lenkrad" ausgezeichnet. Zum dritten Mal gab es das "Grüne Lenkrad" für die beste Umweltneuheit. Den Ehrenpreis bekam der Fiat- und Ferrari-Präsident Luca Cordero di Montezemolo.
Die Sieger in den einzelnen Kategorien
Kleinwagen: VW Polo Kompaktklasse: Opel Astra Mittel- und Oberklasse: Audi A5 Sportback Luxusklasse: Porsche Panamera Supersportwagen: Mercedes SLS Vans: Renault Scenic Umwelt: Toyota Prius und VW Blue Motion Ehrenpreis: Luca Cordero di Montezemolo
Wer schon mal (als Beifahrer) während der Fahrt mit dem Handy durchs Netz gesurft ist, bekommt schnell eine Ahnung davon, wie weit der moderne Info- noch vom Auto-Highway entfernt ist. Die Automobilindustrie will das ändern. Mercedes-Benz meldete nun erste Erfolge mit dem Internet-basierten Infotainmentsystem myCommand. Das Konzept der Infostation, die noch in der E-Klasse getestet wird, ist die Aktualisierung und Pflege sämtlicher Daten und Funktionen via Internet.
Um die Übertragungsgeschwindigkeit zu erhöhen, tüfteln die Stuttgarter im Verbund mit Nokia an dem Schritt zu Funktechnologien der 4. Generation. Mit LTE (Long Term Evolution) sollen Bandbreiten von 5 bis 25 Mbps möglich werden. Das würde reichen, um während der Fahrt sogar Videos mit hervorragender Qualität zu streamen. Nach einem ausgiebigeren Praxistest konnten die Daimler-Ingenieure jetzt erste Erfolge vermelden. Zumindest was ihren Teil des Problems betrifft: Navigation, Radio, Telefonie und weitere Services liefen wie geschmiert. Fehlt nur noch die (flächendeckende) Verfügbarkeit von LTE, die allerdings noch ein paar Jahre auf sich warten lassen wird.
Die Bottroper Edeltuner von Brabus zeigen, wie man einen nüchternen Mercedes Viano in ein stylishes Ambiente verwandeln kann. Dazu braucht es nur viel Leder und noch mehr Hightech. Das Ergebnis ist der perfekte Begleiter im Zeitalter der Mobilität: ein breit bereifter Luxus-Bastard aus Businesslounge und Mediaroom.
Als Zielgruppe kommen genauso Geheimagenten in Betracht wie jene Art von Firmen, die ihren Sitz über Nacht noch mal schnell ins benachbarte Ausland verlegen müssen. Der Pressetext findet sich auf der Artikelseite zu diesem Beitrag.
Mercedes hat seine AMG-Jungs und -Mädels von der Leine gelassen und was kam dabei heraus: eines der aufregendsten Automobile, die man derzeit kaufen kann. Konsequente Sportlichkeit, genügend Luxus und historische Anleihen - so baut man Supersportler und zeigt dabei, dass deutsche Ingenieurskunst nach wie vor in der höchsten Liga spielt. Ein überzeugendes Technologie-Paket - Aluminium-Spaceframe-Karosserie mit Flügeltüren, AMG 6,3-Liter-V8-Frontmittelmotor mit Trockensumpfschmierung mit 571 PS Höchstleistung und 650 Newtonmetern Drehmoment, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung und Sportfahrwerk mit Aluminium-Doppelquerlenkerachsen - garantiert Fahrdynamik und Fahrspaß auf höchstem Niveau. Wermutstropfen ist wie immer der Preis. Knapp 178.000 Euro sind kein Pappenstiel. Aber Träumen ist schließlich erlaubt. In der Krise mehr denn je.
Die 63. IAA in Frankfurt wird zweifellos als "grüne IAA" in die Autogeschichte eingehen. Es gab sehr viele ökologische Automodelle zu bewundern, nur waren sie immer in anderen Farben lackiert und trugen meistens die Farbe Blau (Blue Motion oder Blue Efficiency) in ihren Bezeichnungen. Renault und BMW bevorzugten bläuliches Licht für ihre Elektro-Vorstellungen. Nur Skoda benennt die sparsamen Modelle mit "Greenline". Die Trendlacke sind derzeit Silber, Schwarz, Weiß und Rot. Bei den britischen Modellen wird es das legendäre "Racing Green" natürlich weiterhin geben, doch es gab neue grüne Varianten bei Bentley mit einem "Apple Green" für die Nobelkutschen.
Wen verbindet man mit der Farbe Rot? Natürlich Ferrari. Das vorschnell groß bejubelte Comeback von Michael Schumacher in der Formel 1 ist zwar geplatzt, trotzdem bleibt er wohl sein Leben lang ein "Roter". Auf der IAA übernahm "Schumi" die Ehre, den nagelneuen Ferrari 458 Italia zu enthüllen und der war entgegen der Ferrari-Tradition nicht in rot, sondern in gelb lackiert.
Auch Mercedes-Benz zeigt sich in Frankfurt von der (metallic-) grünen Seite. Mit der B-Klasse F-CELL wollen die Stuttgarter ihren ersten unter Serienbedingungen gefertigten Brennstoffzellen-PKW auf die Straße bringen. Der Wasserstoff-Daimler soll das Niveau eines 2,0-Liter-Benziners haben und volle Alltagstauglichkeit versprechen. Der emissionsfreie Antrieb kommt nach NEFZ-Verbrauch (Neuer Europäischer Fahrzyklus) mit umgerechnet 3,3 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern aus. Der flotte Elektromotor entwickelt eine Leistung von 100 KW (136PS) bei einem Drehmoment von 290 NM.
Wie bald solche Wasserstoff-getriebene Pkws zu unserem normalen Straßenbild gehören werden, hängt in erster Linie davon ab, wie schnell der Ausbau von Tankmöglichkeiten vorankommt. Denn das Netz an Wasserstofftankstellen ist immer noch sehr dünn gesäht. Auch aus diesem Grund wird die Produktion der B- Klasse F-CELL gegen Ende 2009 nur mit einer Kleinserie starten. Bei Daimler hoffen sie, Anfang nächsten Jahres die ersten von etwa 200 geplanten Fahrzeugen ausliefern zu können. Die Absatzmärkte (wenn man bei so kleinen Stückzahlen überhaupt von "Märkten" sprechen kann) liegen in Europa - und Kalifornien.
Insgesamt 53 Pressekonferenzen gab es am ersten Tag der IAA in Frankfurt, und eine war so proppenvoll, dass beinahe die Frankfurter Festhalle geschlossen werden musste: Es handelte sich um die Pressekonferenz von Mercedes-Benz. Gekommen waren rund 50 Kamerateams, und sie warteten alle auf den einen Augenblick, als ein Produkt aus Affalterbach auf die Bühne gefahren wurde: Der Supersportwagen Mercedes-Benz SLS AMG. Für den Chef von AMG Volker Mornhinweg war dies der glücklichste Moment, die er kaum in Worte ausdrücken konnte: "Wir haben jetzt drei Jahre lang hart daran gearbeitet, im gesamten Team, und wenn man jetzt dann die Möglichkeit hat, das Fahrzeug, hier in Frankfurt, bei der Automobil-Messe weltweit vorzustellen, ist es schon wirklich ein tolles Gefühl, und natürlich, klar kann man das nicht verheimlichen, ist man natürlich ein Stück weit stolz."
Seit Dienstag um 11 Uhr ist der rote SLS AMG in der Mercedes-Halle regelrecht belagert. Kamerateams stehen Schlange, um den Wagen von innen und außen abzufilmen, Fotografen liegen auf dem Bauch, um die markante Front oder das bullige Heck entsprechend aufs Bild zu bannen. Er ist aber auch wirklich schön, der SLS. So schön, dass selbst Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche Emotionen zeigte, als der Supersportwagen im Nebel und Blitzlichtgewitter auf die Bühne rollte: "Wenn jemand wie ich Benzin in den Adern laufen hat, dann kann man sich der Faszination eines solchen Fahrzeugs nicht entziehen. Es ist ein fantastisches neues Fahrzeug, über das ich natürlich froh und stolz bin, und ich glaube es ist auch recht attraktiv präsentiert worden." Wer sich in den Mercedes-Benz SLS AMG verliebt hat, wird auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Der erste SLS wird in Deutschland erst am 27. März 2010 ausgeliefert.
Der legendäre Mercedes 300 SL Flügeltürer wurde nach genau 55 Jahren wiederbelebt. Das Fahrzeug wird ohne Frage der Star der diesjährigen IAA in Frankfurt. Nun gibt es weitere Bilder des Mercedes SLS AMG und man kommt aus dem Träumen nicht mehr heraus.
Die Problematik überalterter Kundschaft ist Mercedes-Benz nicht ganz unbekannt. Langsam, aber stetig versucht man, durch mehr Sportlichkeit in nahezu allen Modell-Linien jüngere Kunden zu gewinnen. Am deutlichsten sichtbar in der C-Klasse. Die lenkt sich direkt und liegt serienmäßig straff wie man es einer Mercedes-Limousine vor nicht langer Zeit niemals zugetraut hätte. Genügt das wirklich, um den Sportvertretern von Audi und BMW das Wasser zu reichen? Sind Mercedes' heute definitiv sportlich? Oder ist es nur aufgesetzte Sportlichkeit, um dem Image den richtigen Anstrich zu verpassen und fehlt nicht doch die letzte Konsequenz, um den süddeutschen Konkurrenten die jugendlich-dynamische Kundschaft abspenstig machen zu können?
Der Star der IAA 2009 in Frankfurt steht wohl jetzt schon fest: Es wird der neue Flügeltürer Mercedes SLS AMG. Die majestätischen Flügeltüren sind der Hingucker schlechthin. Dieses Auto ist Mythos und Mysterium zugleich. So groß wie die Legende des Flügeltürers ist auch die Geheimniskrämerei, mit der die Mercedes-Tochter AMG seit Monaten die Neuauflage eines Supersportwagens im Geiste des 300 SL vorbereitet. Die nackten Zahlen lassen aufhorchen: Für 170.000 Euro bekommt man 571 PS, die den Supersportler unter vier Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Die Neuauflage des Klassikers aus dem Jahre 1954 wird mit Sicherheit zum neuen "Sternträger" der Marke. Die Höchstgeschwindigkeit gibt das "Sportstudio" AMG mit 315 km/h an.