Es gibt wohl Familienzuwachs bei Bugatti: Bei der Nobelmarke von Volkswagen soll der Supersportler Veyron einen großen Bruder erhalten. Noch ist das Modell nur eine Studie, die nun Kunden in der ganzen Welt vorgestellt wird. Mit dem Bugatti 16C Galibier wollen die Autobauer künftig auch eine Limousine anbieten.
Die ersten Bilder zeigen: Der Bugatti hat eine elegante Form mit langer Motorhaube, die auf beiden Seiten nach oben aufgeklappt werden kann. Obligatorisch kommt das Edelfahrzeug in zwei Farben. Türen und Kotflügel sind aus poliertem Aluminium, die übrige Karosse besteht kohlefaserverstärktem Kunststoff. Und über das Heck sind bereits Liebesromane verfasst worden. Im Innenraum fällt der Blick sofort auf die kleinen Rundinstrumente. Und was entdeckt man? Eine Tachonadel, die bis 420 km/h geht! Für den Vortrieb des Allrad-Viertürers sorgt wie im Veyron ein in zwei Stufen aufgeladener 16-Zylinder-Motor mit acht Litern Hubraum und 1.001 PS.
Schon seit September im Handel, aber immer noch zu haben: Der Maybach Zeppelin. Um den Absatz der Luxuskarosse aus dem Hause Mercedes Benz noch einmal anzukurbeln, haben die Stuttgarter ihrem teueren Zögling noch ein Fotoshooting verordnet (in der Galerie zu bestaunen). Damit wurde endlich auch eine der größten Innovationen der neueren Automobilgeschichte im Bild festgehalten. Experten wissen es längst, es geht natürlich um...
Die Kategorie Luxusklasse bot in diesem Jahr wieder einige Leckerbissen. Wer mal eben 100.000 Euro für ein Luxusfahrzeug ausgeben kann, hat ein breites Angebot zur Auswahl. Für das Goldene Lenkrad wurden sechs Fahrzeuge nominiert. Es gewann mit dem Porsche Panamera eine ganz neue Form der sportlichen Luxuslimousine. Er setzte sich gegen den Maserati Quattroporte Sport GTS, den neuen 7er BMW, die kürzlich renovierte S-Klasse von Mercedes sowie den vornehmen Lexus LS durch. Das klassische Gegenstück aus England, der Bentley Continental Flying Spur hatte keine Chance gegen den Porsche Panamera.
Der wichtigste europäische Autopreis wurde 1976 vom Verleger Axel Springer ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich vergeben. Spitzenmanager der Autoindustrie nahmen die Auszeichnungen für das Modelljahr 2009 am 4. November im Berliner Axel-Springer-Haus entgegen. Insgesamt acht neue Automodelle wurden mit dem "Goldenen Lenkrad" ausgezeichnet. Zum dritten Mal gab es das "Grüne Lenkrad" für die beste Umweltneuheit. Den Ehrenpreis bekam der Fiat- und Ferrari-Präsident Luca Cordero di Montezemolo.
Die Sieger in den einzelnen Kategorien
Kleinwagen: VW Polo Kompaktklasse: Opel Astra Mittel- und Oberklasse: Audi A5 Sportback Luxusklasse: Porsche Panamera Supersportwagen: Mercedes SLS Vans: Renault Scenic Umwelt: Toyota Prius und VW Blue Motion Ehrenpreis: Luca Cordero di Montezemolo
Der 1.287 PS starke SSC Ultimate Aero TT ist aktuell das schnellste Auto der Welt. Über 413 km/h sind möglich, wenn der Ami erst mal loslegt. Der Supersportler stammt aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten und stieß 2007 den bis dato amtierende Speed-König Bugatti Veyron vom Thron. Die stolzen 1.287 PS, die den Aero in knappen 2,8 Sekunden auf 100 Sachen peitschen, sind der Wahnsinn. Nach nur sechs Sekunden ist Tempo 200 bereits Geschichte. Für die aggressive Optik des Aero war BMW-Chefdesigner Adrian von Hooydonk verantwortlich.
SSC Ultimate Aero TT
413,83 km/h
1.287 PS
In 2,78 Sekunden von Tempo 0 auf 100
Bei einem Blick auf den Bugatti Veyron fangen Männerherzen an, höher zu schlagen. Dieser Sportwagen zählt zu den schnellsten straßenzugelassenen Fahrzeugen auf der Welt. Ende April 2005 durchbrach der Veyron auf dem Volkswagen-Prüfgelände unter Aufsicht des TÜV mehrmals die Grenze von 400 km/h. Die bei diesen Tests ermittelte durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit betrug 408,47 km/h, der in den Zulassungspapieren eingetragene Wert liegt bei 407 km/h.
Bugatti Veyron Coupe 407,5 km/h 1.001 PS In 2,5 Sekunden von Tempo 0 auf 100
Insgesamt 53 Pressekonferenzen gab es am ersten Tag der IAA in Frankfurt, und eine war so proppenvoll, dass beinahe die Frankfurter Festhalle geschlossen werden musste: Es handelte sich um die Pressekonferenz von Mercedes-Benz. Gekommen waren rund 50 Kamerateams, und sie warteten alle auf den einen Augenblick, als ein Produkt aus Affalterbach auf die Bühne gefahren wurde: Der Supersportwagen Mercedes-Benz SLS AMG. Für den Chef von AMG Volker Mornhinweg war dies der glücklichste Moment, die er kaum in Worte ausdrücken konnte: "Wir haben jetzt drei Jahre lang hart daran gearbeitet, im gesamten Team, und wenn man jetzt dann die Möglichkeit hat, das Fahrzeug, hier in Frankfurt, bei der Automobil-Messe weltweit vorzustellen, ist es schon wirklich ein tolles Gefühl, und natürlich, klar kann man das nicht verheimlichen, ist man natürlich ein Stück weit stolz."
Seit Dienstag um 11 Uhr ist der rote SLS AMG in der Mercedes-Halle regelrecht belagert. Kamerateams stehen Schlange, um den Wagen von innen und außen abzufilmen, Fotografen liegen auf dem Bauch, um die markante Front oder das bullige Heck entsprechend aufs Bild zu bannen. Er ist aber auch wirklich schön, der SLS. So schön, dass selbst Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche Emotionen zeigte, als der Supersportwagen im Nebel und Blitzlichtgewitter auf die Bühne rollte: "Wenn jemand wie ich Benzin in den Adern laufen hat, dann kann man sich der Faszination eines solchen Fahrzeugs nicht entziehen. Es ist ein fantastisches neues Fahrzeug, über das ich natürlich froh und stolz bin, und ich glaube es ist auch recht attraktiv präsentiert worden." Wer sich in den Mercedes-Benz SLS AMG verliebt hat, wird auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Der erste SLS wird in Deutschland erst am 27. März 2010 ausgeliefert.
Da zeigt er sein Hinterteil: Der Wiesmann Roadster MF5. Die komplette Version feiert auf der IAA in Frankfurt Premiere. Wiesmann ist eine kleine Manufaktur aus Dülmen in Westfalen, die schöne puristische Sportwagen von Hand in kleinen Stückzahlen herstellt. Der Roadster besitzt im Vergleich zum geschlossenen Bruder ein Heck mit voluminös gezeichneten Seiten. Wie bei Wiesmann gewohnt, treibt ein BMW-Aggregat den offenen MF5 an. Der aus dem M5 und M6 bekannte Fünfliter-V10 leistet 507 PS und die Höchstgeschwindigkeit ist nicht von schlechten Eltern: 310 km/h. Den Spurt von null auf Tempo 100 schafft der MF5 in nur 3,9 Sekunden. Es wird genau 55 Exemplare zum Stückpreis von 198.500 Euro geben.
Endlich gibt es die ersten offiziellen Bilder vom neuen Rolls-Royce mit der Bezeichnung Ghost. Die geistreiche Namensgebung soll an den legendären "Silver Ghost" von 1907 erinnern. Optisch orientiert sich der 5,40 Meter lange Ghost am Phantom, ohne aber dessen enorme Wuchtigkeit zu übernehmen. Außergewöhnliche Highlights sind der integrierte Kühlergrill mit versenkbarer Emily-Kühlerfigur, schmalen Xenon-Scheinwerfern und Spezialräder mit Zentralverschlüssen, die das Rolls-Royce-Firmenlogo auch beim Fahren stets in korrekter Position anzeigen. Die Publikumspremiere wird der Ghost auf der IAA in Frankfurt feiern.
Wo präsentiert man ein Sondermodell, dass ca. 1,3 Millionen Euro kostet? Natürlich im kalifornischen Pebble Beach auf dem Concours d'Elegance. Das Bugatti-Sondermodell des Veyron "Sang Bleu" (übersetzt: Blaues Blut) stellte die VW-Tochter zum hundertjährigen Bestehens der Marke Bugatti in den Mittelpunkt der Show. Für den speziell für Pebble Beach gebauten Roadster wurde königsblau eingefärbte Kohlefaser mit Aluminium kombiniert. Damit wurde die kennzeichnende Design-Philosophie der Zweifarbigkeit auf eine neue Weise dargestellt. Die hinteren Lufthutzen sind ebenfalls in Blau gehalten und die Innenausstattung besteht aus einem neu entwickelten Gaucho-Leder, das selbst argentinischen Betrachtern völlig neu war. Die Daten des Bugatti sind von einer anderen Welt: 1001 PS, Höchstgeschwindigkeit über 400 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden - da spielt die Farbe keine Rolle mehr.