Der indische Hersteller Tata Motors Ltd., der 2008 für 2,4 Mrd. US-Dollar die beiden englischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover kaufte, hat jetzt angekündigt, bis 2014 wenigstens ein Werk in England schließen zu wollen. Zur Disposition steht die Produktionsstätte in Castle Bromwich mit 2.100 Mitarbeitern, wo zur Zeit Jaguar vom Band läuft, und die benachbarte ehemalige Rover-Fabrik in Solihull bei Birmingham, wo jetzt noch mit 5.000 Mitarbeitern der Land Rover gebaut wird. Tata-Sprecher Paul Chadderton teilte mit, dass im Werk Halewood bei Liverpool 800 neue Arbeitsplätze entstehen würden, um dort den neuen Range Rover LRX zu bauen.
Durch die gesunkene Nachfrage ist die Auslastung der drei Werke auf 60 Prozent gesunken. Seit September 2008 haben bereits rund 2.500 Mitarbeiter ihren Job verloren. Anfang des kommenden Jahres soll endgültig entschieden werden, welches Werk geschlossen wird.
Dass der neue Jaguar XJ über mannigfache Qualitäten verfügt, mag man ihm abnehmen. Dass ihn nun wieder Motoren antreiben, die eines XJ würdig sind, auch. Aber, dass er noch ein echter Jag ist? Vergleiche mit dem Maserati Quattroporte sind das schmeichelhafteste Kompliment, das ihn ereilt. Viele meinen nur lapidar: „Volvo!"
In der Tat, der neue XJ scheint an viele Autos zu erinnern, nur nicht an seine Vorgänger. Das, obwohl das Design angeblich von klassischen Jaguar Modellen inspiriert ist (laut Ian Callum). Besonders der an ein Fließheck gemahnende Hintern mit den vertikalen Leuchten ist für einen XJ regelrecht abartig. Während das Interieur die altbekannten Holz- und Leder-Tugenden neu interpretiert ins neue Jahrtausend rettet, hat das klassische Kleid früherer XJ augenscheinlich ausgedient. Der Erfolg des XF machte den Jaguar Designern offenbar Mut. Vielleicht zuviel?
Als beim XF das Concept-Car präsentiert wurde waren noch Alle hin und weg von der Schönheit der Proportionen des neuen Jaguar Designs. Als dann mit der Serienversion die große Ernüchterung kam, lag das zum größten Teil an den Scheinwerfern. Was wurde aus den schönen Raubkatzenscheinwerfern der Studie? Aus welchem Grund auch immer (Lichtleistung, Ausleuchtung usw.) war die absolut gelungene Form der Scheinwerfer des CXF verschwunden. Im Nachhinein würde mir da schon eine andere Erklärung einleuchten.
Der CXF wurde nach Abschluss der Entwicklung der Serienversion designet um den Leuten das neue Design schmackhaft zu machen. Dabei entstand erst die genannte Form. Möglich wäre es. Jedenfalls hat man es nun geschafft die besagten Leuchten beim neuen XJ in Serie umzusetzen und das schaut verdammt stimmig aus. Die Ähnlichkeit zum aggressiven Blick einer Raubkatze ist an der Front absolut gegeben, was dem Markenimage sowie den Wiedererkennungswert steigert. Während die Frontpartie noch erwartungsgemäß (nach dem XF) ausfiel, ist das Heck ein völlige Neuinterpretation und hat mit dem kleinen Bruder nichts mehr gemein. Die langgestreckte Silhouette ist eher als Fließheck denn als Stufenheck zu identifizieren. Die vertikale Leuchtengrafik verbunden mit dem angedeutet in die C-Säulen verlaufenden Heckfenster haben etwas sehr elegantes und extravagantes an sich. Kann gefallen - muss aber nicht. Design muss polarisieren und das tut der XJ sicherlich. Zumal der radikale Stilbruch zum Vorgänger den Schritt zum neuen XJ noch größer erscheinen lässt.
Im Interieur findet man alles was heute in dieser Klasse sein muss. Displays welche analoge Instrumente ersetzen genauso wie glänzende Oberflächen und massig Holzapplikationen. Der Drive-Selector ist schon aus dem XF bekannt und präsentiert sich in überarbeiteter Form auf der breiten Mittelkonsole wieder. Alles glänzt und ist aufwendig durch indirekte Beleuchtung in Szene gesetzt. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, was bei einem solchen Auto selbstverständlich sein sollte. So stellt der neue XJ eine überlegenswerte Alternative zur bekannten Premiumliga dar. Und dazu muss man nun nicht einmal mehr Individualist sein.
Das ist sie nun - die neue Raubkatze. Der erste Eindruck: Jaguar ist ein gewaltiger Sprung in das 21. Jahrhundert gelungen. Das Frontdesign ist ein Hingucker und beim Heck muss man sich vielleicht erst noch etwas schütteln. Tierisch flach und angriffslustig kommt der Jaguar XJ daher. Chefdesigner Ian Callum, der schon den XF zeichnete, kann mit seiner Neuzüchtung äußerst zufrieden sein.
Der amerikanische Komiker und Fernsehmoderator Jay Leno moderierte die Weltpremiere des Jaguar XJ in London. Leno ist als Autonarr und Sammler von Oldtimern weltweit bekannt und führte mit seinem bekannten Humor durch das Programm. Für Leno ist ein Jaguar ein "Sexy Car". Bilder von der Präsentation folgen in der Galerie.
Im Jahre 1968 kam der erste Jaguar XJ auf den Markt. Nun warten nicht nur die Jaguar-Fans gespannt auf das neue Modell. Am heutigen 9. Juli wird das Fahrzeug der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig kann man einen Kaufvertrag für den XJ abschließen, der Anfang 2010 ausgeliefert werden soll. Mit dem Jaguar-typischen 68er-Look hat der Neue nichts mehr zu tun, obwohl Elemente übernommen wurden. Der Jaguar soll eine Aluminium-Karosserie erhalten, die man bisher nur von Audi kannte. In wenigen Stunden wissen wir mehr...
Das Festival of Speed (vom 3. bis 5. Juli) im britischen Goodwood erhält superschnellen Besuch: Der Rekordwagen Jaguar XFR wird bei der Party ein Gastspiel geben. Die schnellste Raubkatze aller Zeiten ist einer der Stars bei dem Festival. Der Bonneville-XFR wird in der „First Glance"-Kategorie vorgestellt. Der modifizierte XFR brachte es auf dem Bonneville-Salzsee im US-Bundesstaat Utah auf eine Höchstgeschwindigkeit von 363 km/h. In Goodwood wird man eine giftgrüne Spezial-Version mit Grafitakzenten bewundern können. Die offizielle Farbbezeichnung lautet "lime green". Jaguar nutzt das Goodwood-Festival auch, um die eigene Markengeschichte mit dem Einzelstück XJ13 und weiteren D- und C-Typen zu feiern.
So gut wie ein FBI-Geheimnis wurde dieser Testlauf gehütet. Mit 363,1 km/h raste der neue Jaguar XFR über die berühmten Bonneville Salt Flats im US-Bundesstaat Utah. "Ich bin in meiner Karriere schon einige aufregende Autos gefahren, aber keines war dieses", erklärte Paul Gentilozzi nach seiner High-Speed-Fahrt. Der neue Jaguar XFR stellte mit 361,1 km/h den früheren Jaguar-Geschwindigkeitsrekord in den Schatten.
Gentilozzi schlug den alten Geschwindigkeitsrekord, aufgestellt im XJ220 von Martin Brundle im Jahr 1992, um satte 14 km/h. Damit ist der XFR der schnellste Jaguar aller Zeiten. Rasiermesserscharfe Krallen verlieh dem Wagen ein 5-Liter-V8-Motor mit bis zu 510 PS Leistung.
"Wir haben ein Fein-Tunning bei den R-Modellen durchgeführt und haben damit das Fahrerlebnis in neue Sphären gehoben", erzählte Management-Direktor Mike O'Driscoll sichtlich stolz.