Die Muscle-Cars aus den 60er- und 70er-Jahren feiern seit 2004 eine Comeback nach dem anderen. Mustang, Challenger oder Camaro gehören nicht nur in Amerika wieder zum Straßenbild. Legendäre Namen mit neuer Technik verkaufen sich gut. Eigentlich fehlt nur noch die Retro-Version vom Firebird, des letzten großen Kult-Wagens von Pontiac.
General Motors gab aufgrund der weltweiten Finanzkrise 2009 das Ende der Marke Pontiac bekannt. Zum Leidwesen der Fans wird es also keinen Firebird-Nachfolger geben. Doch es gibt in Amerika einen Customizer, der diesen Traum doch noch in die Tat umsetzen möchte. Der Drag-Racer John Lingenfelter gehört seit vielen Jahren zur Elite der US-Tuning-Szene. Der im Bundesstaat Indiana ansässige Tuner zeigte während der SEMA in Las Vegas einen Pontiac 455 T/A auf Chevrolet-Camaro-Basis. Man will jetzt die Reaktionen des Publikums abwarten, um dann über eine endgültige Produktion des Firebirds zu entscheiden. Ein Argument für die Neuauflage ist sicherlich auch die Leistung des V8-Motors mit geplanten 655 PS unter der "Shaker Scoop".
Ein echter SUV (9-4X BioPower Concept) ist bei Saab in der Pipeline. Ob dieser noch auf den Markt kommen wird, steht jedoch in den Sternen. Insolvenzfall Saab könnte eines der Opfer des Niedergangs von General Motors sein. Vormals eine kleine, aber feine Marke mit besonderem Anspruch, erlitt Saab nach der GM-Übernahme ein böses Schicksal. Vorbei sind die innovativen Zeiten früherer Jahre. Man baut heute Allerwelts-Autos mit Großserientechnik ohne gehobenen Anspruch und soll damit im Premium-Segment konkurrieren. Funktioniert offenkundig nicht. Ob der Edelsportwagen-Hersteller Koenigsegg Saab tatsächlich retten kann, bleibt abzuwarten. Es wäre jedenfalls schade, sollte die traditionsbeladene Marke wirklich den Bach hinuntergehen. Andererseits: das ist Marktwirtschaft. Only the strong survive.
Das mit großem Aufwand angekündigte Elektroauto Volt soll für den gerade aus der Insolvenz gekommenen General-Motors-Konzern den strategischen Wendepunkt bringen. Mit dem emissionsarmen Modell will man zum technologischen Trendsetter nicht nur in den USA werden und natürlich auch Geld verdienen. Die ersten 64 Kilometer fährt das für das nächste Jahr angekündigte Schwestermodell des Opel Ampera dabei allein mit Strom aus einer Lithium-Ionen-Batterie. Danach springt ein 1,4-Liter-Ottomotor an, der die Akkus während der Fahrt wieder auflädt. Die Verbrauchsdaten für den Volt basieren General Motors zufolge auf einer mit der zuständigen US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) abgestimmten Methode. Demnach erzielt der Chevy Volt im Stadtverkehr 230 US-Meilen (370 Kilometer) je Gallone (rund 3,785 Liter).
Trotz des Geschäftsrückgangs in letzter Zeit hat General Motors laufend neue und teilweise sehr attraktive Produkte herausgebracht. So ist der Chevrolet Camaro in den USA an allen Konkurrenten vorbei an die Spitze seines Segments geschossen. Die neuen Chevrolet Equinox, Cadillac SRX und Buick LaCrosse bekamen sehr positive Kritik. Noch in diesem Jahr werden der Cadillac CTS Sport Wagon und der GMC Terrain ihre Premiere feiern, gefolgt vom Chevrolet Volt, Chevrolet Cruze und Cadillac CTS Coupe im nächsten Jahr. Der Fokus auf attraktive neue Produkte wird auch am Chevrolet Agile, der derzeit in Lateinamerika auf den Markt kommt, mehr als deutlich.
John Stewart, der TV-Star der amerikanischen Daily-Show interpretierte die Insolvenz von General Motors auf seine gewohnt ironische Art: GM besitzt ein Vermögen von 82,3 Milliarden US-Dollar und hat Schulden in Höhe von 172,8 Milliarden US-Dollar. Das macht also unter dem Strich eine Finanzlücke von gut 60 Milliarden US-Dollar. Für den US-Präsidenten Obama ergeben sich beträchtliche Risiken. Mit dem Staatsanteil von 60 Prozent an GM ist er nun direkt mit von der Partie. Die amerikanischen Steuerzahler erwarten dafür eine rasche Gesundung. Obama sagte in seiner Rede, dass dem amerikanischen Volk nun 60 Prozent von General Motors gehören.
Jon Stewart bedankte sich in seiner Show als Bürger der Vereinigten Staaten für die Beteiligung an 60 Milliarden US-Dollar "Schulden". 20 Milliarden Steuergelder waren bereits geflossen und keiner kann beantworten, wo das Geld geblieben ist. Einige Millionen sind für Werbspotts verpulvert worden. Stewart sieht nur eine Lösung: GM abfackeln - und die Versicherungssumme kassieren. Versicherer von GM ist allerdings AIG - und AIG machte im letzten Jahr einen Verlust von 99,3 Milliarden US-Dollar. Das funktioniert also auch nicht, resümierte Jon Stewart sarkastisch.
Beim insolventen General-Motors-Konzern hat der notwendige Ausverkauf begonnen: Penske übernimmt Saturn. Die Transaktion soll bis zum dritten Quartal 2009 über die Bühne gehen. Die Penske-Gruppe unter Führung des Gründers Roger Penske war bislang vor allem als erfolgreiches Rennteam in der IndyCar-Serie in Erscheinung getreten. Zur Zeit ist das Team wieder sehr erfolgreich mit Helio Castroneves, der das legendäre Indy 500 vor wenigen Wochen gewinnen konnte.
Die "Automotive Group" des Unternehmens entstand im Jahr 2007 und war bislang mehr als erfolgreich für den Smart-Vertrieb in den USA zuständig. Das Abkommen mit General Motors sieht vor, dass Penske die Markenrechte an Saturn erwirbt, während die dazugehörigen Fahrzeuge auf Vertragsbasis weiterhin bei General Motors gefertigt werden. Die Modellpalette wird allerdings drastisch gekürzt: Gestrichen werden der von Opel stammende Saturn Astra und der hierzulande als Opel GT bekannte Saturn Sky. Es verbleiben der Aura auf Basis des letzten Vectra und die beiden SUVs Vue, der baugleich mit dem Opel Antara ist, sowie der neue Outlook.
Einen Käufer für die SUV-Marke Hummer hat offenbar der insolvente Automobilhersteller General Motors gefunden. Das Unternehmen teilte mit, dass eine entsprechende vorläufige Vereinbarung unterzeichnet worden sei. Das Geschäft soll im dritten Quartal 2009 abgeschlossen werden. Nähere Informationen zum Namen des Käufers und dem Kaufpreis lies General Motors nicht verlauten.
Die Gerüchteküche brodelt also in Amerika fröhlich weiter. Dann hoffen wir mal das es mit der Marke Hummer weiter geht. Um die Wartezeit ein wenig zu überbrücken, gibt es eine Galerie mit Bildern vom Hummer HX Concept.
Für schnelle britische Autofahrer könnte eine Begegnung mit dem neuen Opel Insignia in Zukunft deprimierend enden. Die neuen Polizeiwagen bekommen mehr Power und Technik. General Motors UK Spezial Vehicles rüstet die Dienstwagen-Flotte der britischen Polizei mit einer Spezialversion der neuen Opel/Vauxhall-Mittelklasse aus. General Motors verspricht sich durch die Erweiterung des Angebots um spezielle Flottenfahrzeuge auf lange Sicht eine sichere Absatzquelle.
Die britischen Gesetzeshüter können sich demnächst bei der Verbrecherjagd zwischen drei kräftigen Motorvarianten entscheiden. Vor die richtig bösen Ganoven gibt es den 260 PS starken 2,8-Liter-V6 mit Allradantrieb. Sind kurze Einsätze gefragt, geht der britische Ordnungshüter mit dem 220 PS starken Vierzylinder-Turbomotor auf Streife. Und für den innerstädtischen Dienst gibt es den drehmomentstarken 160-PS-Selbstzünder. Für den Transport von Einsatzgeräten Einsatzgeraffel und Sicherheitsausrüstungen gibt es den britischen Polizei-Insignia ausschließlich als Sports Tourer mit 1.430 Liter Kofferraumvolumen. Vauxhall liefert den Einsatzwagen komplett ausgestattet mit 360-Grad-Blaulicht und Sirene, Kameras, Funkgeräten und Datenleitungen. Der Insignia verfügt im Polizeidienst über ein System zur automatischen Kennzeichenerkennung.
General Motors will bis Ende Mai eine Entscheidung treffen, wer der Käufer für die Konzerntochter Opel sein wird. Es soll laut General Motors mehrere Interessenten geben, von denen Fiat und Magna bekannt sind. Man sein auf die Unterstützung der Politik angewiesen, und werde einen entsprechenden Partner wählen. General Motors versucht in einem eigenen Rettungs-Konzept Werksschließungen zu verhindern und den Absatz zu verbessern. Es soll eine Neuverteilung der Produktion bei den europäischen Werken geben. Weitere Absatzmärkte sollen in Russland, Afrika und Asien erschlossen werden.
Das Opel-Werk in Rüsselsheim könnte demnächst von den neuen Plänen profitieren. Der Buick LaCrosse, der mit dem Opel Insignia verwandt ist, soll ab dem Sommer 2009 für den amerikanischen Markt in Deutschland gebaut werden, da das US-Werk Fairfax noch nicht entsprechend auf die Produktion umgestellt werden konnte. Es sind zunächst 70.000 Einheiten in den ersten zwei Jahren geplant.
Die General Motors-Tochter Chevrolet kommt 2010 mit dem Sondermodell Corvette C6 Grand Sport auf den Markt. In Kombination mit einer Sport-Auspuffanlage bringt der 6,2-Liter-V8-Motor garantierte 436 PS auf die Straße. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 306 km/h angegeben. Als Getriebevarianten stehen ein manuelles Sechsganggetriebe oder eine Sechsgang-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad zur Auswahl. Die Corvette wird es wahlweise als Coupe oder als Cabrio mit herausnehmbaren Dachteil geben. Die Preise für den US-Markt stehen noch nicht fest. Noch ist nicht entschieden, ob das Fahrzeug nach Europa kommt.