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Getestet: Buell XB9SX

"Nein, wie geil ist das denn", schießt es mir auf den ersten Metern durch den Kopf. Ich gebe zu, ich musste noch einmal vorsorglich nach unten schauen, ob mir hier nicht doch das falsche Moped angedreht wurde. Aber nein, es ist tatsächlich die 900er Buell XB9SX. Haben mich die Leute von Thomas Heavy Metal Bikes in Radebeul doch mit dem richtigen und geplanten Testmotorrad versorgt. Aber auf den ersten Kilometern fällt es schwer zu glauben, dass ich auf einem Bike mit 900ccm Hubraum sitze. Es fühlt sich an wie eine 125er.

Na gut, wenn man am Kabel zieht, geht schon ordentlich etwas nach vorne. Aber das Handling! Es ist der pure Wahnsinn. Wie ein kleines Spielzeug fühlt es sich an, wenn man die Buell in die Kurven legt. Von werfen kann hier gar keine Rede sein. Es ist überhaupt kein Kraftaufwand von Nöten. Alles geht spielend einfach. Anbremsen, Umlegen, Beschleunigen, Vollgas und wieder Anbremsen. Die Buell macht Laune. Sattes Drehmoment hat sie auch vorzuweisen. Da geht schon was nach vorn. Bis knapp über 7.000 U/min kann gedreht werden. Dann kommt der Begrenzer. Aber um dem aus dem Weg zu gehen, gibt es ja immerhin insgesamt fünf Gänge.


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Tschechiens Stolz



Neben Pilsner, Knödeln und Petra N?mcová ist Škoda der Tschechen erfolgreichster Exportartikel. Nun gibt es den Octavia runderneuert.

Geflügelter Pfeil. Rund 700.000 Fahrzeuge mit dem berühmten geflügelten Pfeil im Emblem will die Marke aus Mladá Boleslav heuer absetzen und sich damit gegen den allgemeinen Trend stemmen: Man wird nämlich zulegen. Nicht unmaßgeblich daran beteiligt ist die Octa-via Modellreihe, deren Renovierung anstand und die rund die Hälfte aller verkauften Škoda Fahrzeuge stellt. Den facegelifteten Octavia ziert klarerweise ebenfalls das altbekannte Ško-da Logo. Groß und fett prangt es am Chrom-Rahmen, der den markanten Kühlergrill mit 19 Rippen umfängt. Die Frontleuchten sind länger gezogen als beim Vormodell und verleihen dem neuen Octavia einen dominanten Blick, der ihn näher an den vor kurzem vorgestellten und komplett neuen Škoda Superb rücken lässt.

Insgesamt erscheint der Octavia durch das neue Frontdesign größer und gediegener. Hintenrum ließ der Schwung der Designer etwas nach. So sind weder das Stufenheck-Modell noch der Kombi arschlings eine Augenweide. Im aufgefrischten Innenraum sorgen ein neues Lenkrad, neugestaltete Armaturen und Mittel-konsole in Verbindung mit hochwertigen und angenehm zu fassenden Materialien für mehr Wohlfühlkomfort.

Aufgeladen. Ganz neu im Octavia: der mittels Turbolader auf 122 PS gepushte 1.4 TSI. 200 Newtonmeter, die ab 1.500 Touren anstehen, treiben den Octavia bei verhaltenem Verbrauch vorwärts. Ob die kleinen, aufgeladenen Motoren das Allheilmittel zur Verbrauchs-senkung darstellen, sei dahingestellt. Tatsache ist: die Dinger machen Spaß. Man muss nicht mehr Diesel fahren, um schaltfaul dahin gleiten und sich an ausgeprägter Elastizität erfreuen zu dürfen. Und 9,7 Sekunden auf Hundert sowie 203 km/h Spitze für das Stufen-heck können sich durchaus sehen lassen. Der Kombi gibt's einen Hauch gelassener.

Für gänzlich Schaltfaule steht das famose 7-Gang DSG zur Verfügung, das die Gänge weit schneller reinschnalzt als noch so flinke Hände es jemals könnten. Drei weitere Benziner von 80 bis 160 PS runden die Palette vom Start weg ab. Für die Dieselfraktion sind anfangs zwei Motoren, mit 105 und 140 PS, im Angebot. Mit großem Drehmoment und kleinem Verbrauch gesegnet leiden sie akustisch noch immer unter der bekannt rauen Pumpe-Düse-Technik. Erst der zu erwartende stärkere Diesel für die RS-Version wird mit Common-Rail Technik ausgerüstet sein.

Breit aufgestellt. Das Fahrwerk ist nicht ausschließlich auf Komfort gepolt, sondern ausrei-chend straff, um Papa Freude zu bereiten, wenn er mal ohne Mami und Kids unterwegs ist. Für Freunde schlechter Witterung und zusätzlicher Sicherheit baut man den Kombi in Allrad-Version. Dieser werkt mittels Haldex-Kupplung und ist mit drei Motoren kombinierbar. So-wohl Stufenheck- als auch Kombi-Modell sind in vier Ausstattungsvarianten (Classic, Ambi-ente, Elegance, Laurin & Klement), die das gute Preis-/Leistungsverhältnis unterstreichen, erhältlich. Nur der Classic ist etwas ärmlich ausgestattet, dafür besonders günstig.

Zusätzlich sind unabdingbare Extras wie ein Multimediaanschluss im Handschuhfach oder Kurven- und Abbiegelicht orderbar. So sollte für jedermann und -frau das passende Fahrzeug aus der breiten Palette herauszufiltern sein. Anfang Januar 2009 werden unsere böhmischen Freun-de zu haben sein. Ab 15.290,- Euro für das Stufenheck und 16.430,- Euro für die Rucksack-Variante inklusive umfangreicher Sicherheitsausstattung (nur beim Classic kostet ESP extra) geht's los.

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Video: Die Besten der Besten auf dem Ring


Ein anonymer Autoverrückter stellte für einen Vergleichstest vier seiner Boliden zur Verfügung. Vier der schnellsten Sportler der Welt sind auf diesem Video auf der Nordschleife des Nürburgrings zu bewundern. Der Wert dieser Traumautos beträgt 3,8 Millionen Euro. Insgesamt sind das 2.676 PS verteilt auf 16 Räder. Diese Stars wollen die "Grüne Hölle" bezwingen: Das Millionenbaby Pagani Zonda F Clubsport, der Porsche Carrera GT aus Zuffenhausen, die Italo-Racer Maserati MC 12 Corsa und der Ferrari Enzo. Wer ist der König auf dem Nürburgring?


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Scharf wie Wasabi



Was für Petter Solberg und Chris Atkinson gut genug ist, muss es für unsereinen erst recht sein. Selbst wenn wir den Impreza WRX STI nicht über Schotter, Schlamm und Schnee treiben, sondern bloß samstags beim Einkaufscenter auf der Suche nach einem Parkplatz umher schleichen.

Gerade die Alltagstauglichkeit des Subaru Impreza WRX STI ist eines seiner hervor stechenden Merkmale. Der WRX STI taugt selbst als Familienkutsche, obwohl er das Basismodell für das World Rally Car darstellt und Erfolge in der World Rally Championship einfahren soll. Er sieht fast schon zu brav aus, ist weniger auffällig als sein Vorgänger. Der erregte vor allem durch seinen voluminösen Heckspoiler, der wie ein Airbus-Flügel über seinem pummeligen Heck thronte, Aufsehen.

Dennoch, der neue WRX STI versteckt hinter seinem zivilen Aussehen ein zweites, böses Gesicht. Sieh' ihm in die Augen und du weißt, was ich meine. Es ist dieses gemeine Grinsen unter der Lufthutze, die dem Ladeluftkühler Fahrtwind zufächelt.

Diese breitbeinige Silhouette, wie die eines Boxers, der zum nächsten Schlag ausholt. Der kleine Dachflügel, der seinen Arsch fest auf die Piste presst. Und die vier Endrohre, die all den Citroens und Fords auf den Rally-Pisten dieser Welt den Marsch blasen wollen. Und deinem Nachbarn sowieso. Verstehst du jetzt, was ich meine? Und trotz allem, lass' deine Familie einsteigen und fahr' mit Oma und Opa zur Kirmes. Vergiss' aber die Kotztüten nicht.

Wenn du in der Lage bist, dieses Fahrzeug artgerecht zu halten, geht richtig die Post ab. Der Impreza WRX STI ist noch stabiler und steifer als sein Vorgänger bei nahezu unverändertem Eigengewicht von rund 1,5 Tonnen. Das gesamte Cockpit ist auf die wichtigste Person, den Fahrer ausgerichtet. Der darf seinen Hintern in einen Sportschalensitz zwängen, der für rutschfreien Halt sorgt.

Das griffige Volant erlaubt zielgenaues Navigieren und große, teuflisch rot leuchtende Rundinstrumente informieren über die wichtigsten Daten. Im mittig sitzenden Drehzahlmesser zeigt ein Schaltblitz, wann die Gänge neu zu sortieren sind. Oder er gongt es dem Fahrer ins Ohr. Das Fahrwerk wurde komplett neu entwickelt und gewährleistet zusammen mit den 245ern auf 18-Zöllern eine überzeugende Performance. Traktion und Kurvenstabilität sind von höchster Güte. Eine Besonderheit stellt das vom Fahrer individuell einstellbare Mitteldifferenzial (DCCD) dar, das mechanische mit elektronischer Arbeitsweise kombiniert. Eine Rennbremsanlage von Brembo kühlt die erhitzten Nerven des Fahrers wieder auf ein erträgliches Maß ab.

Der Turbomurl schöpft aus 2,5 Litern Hubraum, die sich auf vier Zylinder verteilen, lockere 300 PS und 407 Newtonmeter und beschleunigt den 4,41 Meter langen WRX STI in 5,2 Sekunden auf Hundert. Das heisere Röcheln des längs eingebauten Boxermotors steigert sich dabei mit zunehmender Drehzahl zu wildem Fauchen und das sauber einrastende Sechs-Gang-Getriebe verteilt die Kraft über den symmetrischen permanenten Allradantrieb auf alle vier Räder.

Der Subaru Impreza WRX STI bietet erstklassige Performance und gute Alltagstauglichkeit in einem Fahrzeug und ist in zwei Versionen erhältlich, wobei bereits die Basisausstattung um 43.770,- Euro ziemlich vollständig ist und etwa Tempomat, Klimaautomatik und Xenon-Scheinwerfer umfasst. Das ist ein faires Angebot. Man muss es nur scharf gewürzt mögen.

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Dacia Sandero - Quintessenz der Mobilität



Bis vor kurzem blieb der Automarkt vom Aldi-Boom verschont. Wir müssen überall einsparen und den Gürtel enger schnallen. Aber beim Auto? Nein. Unser Auto ist uns heilig und dort wird nicht gespart. Ist ja auch ein Statussymbol.

Aber man kann sich ja nach Alternativen zu einem Gebrauchten umschauen. Die erste für uns halbwegs ernst zu nehmende Alternative brachte Dacia mit dem Logan auf den Markt. Bewährte und sichere Renault-Technik zum Dumpingpreis. Eigentlich sehr erfolgversprechend, wäre da nicht die Optik des Logan. Stufenheck und Rustikal-Proportionen kommen in Europa nicht gut an und riechen nach Entwicklungsländern.

Deshalb schickt Dacia den Sandero ins Rennen. Rundum europäisiert und mit gefälligem Steilheck tritt er als Einzelkämpfer neben seinem nun nicht mehr ernst zu nehmenden Bruder Logan im Aldi-Segment an. Der Logan wurde passend zur Markteinführung des Sandero geliftet und entspricht nun der Optik des Sandero, was gleich um Welten besser aussieht.



Ich hatte die Möglichkeit den Sandero für zwei Tage zu testen und ich muss sagen: Respekt. So skeptisch ich anfänglich war, der Sandero überzeugt (jetzt vor allem auch optisch). Die 7.500 Euro Einstiegspreis, mit denen Dacia wirbt, kann man getrost vergessen, und als Köder abtun. Dafür wäre nicht mal eine Servolenkung an Bord, vom Basisbenziner ganz zu schweigen.

Für den halbwegs ausgestatteten Testwagen (87 PS Benziner) mit Klima, MP3-CD-Radio, Alu Applikationen im Innenraum (sagen wir lieber farblich abgesetzte Dekorteile), und elektrischen Fensterhebern vorne sowie Funkfernbedienung kann man auch rund 11.000 Euro hinlegen.

Dafür bekommt man aber alles, was man für die moderne Mobilität benötigt. Und auch wenn es den Gegnern des Billig-Rumänen nicht passt - die Verarbeitung ist besser als in manchen teureren Kleinwagen. Auch der optische sowie haptische Eindruck des Interieurs überzeugt. Mir gefällt das Cockpit sogar sehr gut.



Das Platzangebot im Innenraum sowie im Kofferraum liegt irgendwo zwischen Kleinwagen und Kompaktklasse. Also absolut ausreichend!
Die direkte Konkurrenz des Sandero schwebt preislich in anderen Sphären.
Für einen vergleichbaren Skoda Fabia oder VW Polo müsste ich da schon 15.000 Euro mindestens hinlegen.

Der Fahreindruck hinterlässt gemischte Gefühle. Einerseits hatte ich den Eindruck das Fahrwerk sei zu weich abgestimmt, andererseits ist man vom Federungskomfort angenehm überrascht. Vielleicht bin ich aber auch schon durch die unsinnige Härte deutscher Fabrikate geschädigt.
Die Lenkung ist um die Mittellage einen Tick zu leichtgängig und die Schaltung hakelt bei unsachgemäßem Gebrauch etwas.
Das sind jedoch nur Nuancen, und werden dem 0815-Kunden nicht störend auffallen.

Alles in allem bin ich vom Sandero beeindruckt. Die erfrischende Einfachheit der Mobilität hat man im ganzen Marketing-Wirrwarr der großen Hersteller ganz vergessen.
Wer mit Vernunft einen praktischen Neuwagen kauft, und wem Image egal ist, wird um den Sandero nicht herumkommen. Langfristig wird das die Konkurrenz übrigens auch nicht.

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Clarkson hasst nicht alle amerikanischen Autos



Nachdem ich Jeremy Clarksons neuesten Artikel in der Times of London gelesen habe, fühle ich mich so etwas von bestätigt. Nach dem Verriss, den er letzte Woche dem Chrysler Sebring gab, müsste man meinen, dass der Mann amerikanische Autos hasst. Allerdings könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Er hasst nur schlechte amerikanische Autos. Wenn man den Kerl hinter ein richtig tolles Auto setzt, dann verliebt er sich vielleicht sogar darin. Die erste Wahl fiel auf einen BMW M5.

Bei den aktuellen Benzinpreisen ist das kein Wunder. Kein anderes Auto wäre für diesen Zweck in den Händen des Ex-Rennfahrers effizienter. Die einzige andere Möglichkeit wäre es gewesen, ein billigeres Auto zu wählen, also den Cadillac CTS-V. Während die erste Generation des CTS-V nicht so anspruchsvoll war, wie man glauben würde, ist das neue Modell so gut wie in jedem Aspekt besser als der M5. Ganz zu schweigen von der Preisersparnis... Da schaut man doch gerne mal über das etwas leichtere Lenkverhalten hinweg.

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