
Maybach Zeppelin: Der Duft des Geldes

Die Automobilwelt ist um eine Generation reicher geworden: Es gibt demnächst ein "duftendes Auto". Eigentlich verwunderlich, dass bisher noch kein Hersteller auf diese Idee gekommen ist. Das nun ausgerechnet Maybach mit dieser Sonderausstattung auf den Markt kommt, verwundert schon ein wenig. In limitierter Auflage von 100 Stück bringt Daimler im März den neuen Maybach Zeppelin mit 640 PS und Luxus pur vom Lammfell bis zur elektronisch gesteuerten Parfüm-Beduftungs-Anlage. Das Luftschiff auf Rädern ist ein Gefährt für Menschen, die schon alles haben. Wenn sie die Bilder in der Galerie anschauen, dann brauchen sie nicht die Nase an ihren Bildschirm halten, denn die Präsentation des neues Duftes wird erst auf dem Genfer Autosalon erfolgen.
Rezession? Welche Rezession?

Die Automobilindustrie durchläuft ernsthafte Finanzprobleme. Werke werden geschlossen, Mitarbeiter entlassen. Entsprechend überraschend kommt die Nachricht, dass die Daimler AG im nächsten Jahr 1000 neue Mitarbeiter einstellen wird. Die neuen Jobs werden global ausgeschrieben und 500 davon entstehen im Firmensitz in Stuttgart.
Die neuen Posten sollen angeblich die neue Generation an Arbeitern heranziehen. Denn Wissen und Verständnis über die Entwicklung werden zukünftig überlebensnotwendig sein. Selbst mit den neuen Arbeitsplätzen kann Daimler bis 2012 keine Stellen abbauen. Darauf hat man sich mit den Angestellten geeinigt. Wie jeder andere Hersteller möchte man die harten Zeiten auswittern, durch Effizienz und Flexibilität. Das ist doch mal eine gute Nachricht, jetzt müssen wir nur noch an den Aktienkursen arbeiten...
Ein Vampir als Auto verkleidet

Wenn Drake, der Ur-Vampir aus Blade Trinity, ein Auto wäre, dann wäre er genau dieses: ein CL600, getunt von Kicherer, die so sehr mit Teilen um sich schmeißen, dass der ohnehin schon aggressive Fahrstil noch krasser wird.
Der Biturbo V12 erhält 53 zusätzliche Pferdchen, was 570 insgesamt ergibt. Das Drehmoment erreicht jetzt 664 lb-ft. Ein neues Getriebekontrollmodul holt den zusätzlichen Saft aus dem Motor heraus und die Hinterachse erhält ein neues Sperrdifferenzial. Das Auto wird ein bisschen tiefer gelegt, die Federn härter gemacht.
Wird nun aus dem Auto ein Renner? Wahrscheinlich nicht, aber mit den ganzen Karbon-Zusätzen und den 20 Zoll Kicherer RS-1-Felgen wird es immer gut aussehen, egal was es macht.
Fußgängerschutz - Sehen in Zukunft alle Autos gleich aus?

Seit 2005 jedoch greift ein neues Gesetz empfindlich in die gestalterische Freiheit von Pininfarina & Co ein.
Jedes neue Modell, welches seit 2005 in Europa neu auf den Markt erscheint, muss gewisse Mindestanforderungen hinsichtlich des Fußgängerschutzes erfüllen.
Grundsätzlich gibt es zwei Prüfmethoden:
- Ein Beindummy (Simulierter Beinanprall des Fußgängers) wird mit definierter Geschwindigkeit gegen die Frontschürze des Fahrzeuges geschossen. Dabei darf die entstehende Verzögerung und der Biegewinkel zwischen Ober- und Unterschenkel einen gesetzlich vorgeschriebenen Wert nicht übersteigen.
- Ein Kopfdummy (Simulierter Kopfaufprall des Fußgängers) wird mit definierter Geschwindigkeit gegen die Motorhaube des Fahrzeuges geschossen. Die dabei entstehende Belastung des Kopfes darf definierte Grenzwerte ebenfalls nicht überschreiten.

Welchen Einfluss das auf das Design eines Fahrzeuges haben kann, ist an der aktuellen Mercedes C Klasse deutlich erkennbar.
Während das Vorgängermodell noch mit deutlich flacherer Front daherkam, überrascht das 2007 vorgestellte Modell mit einer steil stehenden Frontpartie - ein Zugeständnis an den Fußgängerschutz und kein Designwunsch!
Aus Insiderkreisen ist zu vernehmen, dass ab 2015 die gesetzlichen Anforderungen nochmals verschärft werden sollen, was die Fahrzeuge hinsichtlich Styling noch stärker einschränken und Proportional näher zusammenrücken dürfte.
Sehen deshalb in Zukunft alle Autos gleich aus? Ist es das Aus für Sportwagen mit flachen Frontpartien und rassigen Blechkurven?
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