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Neue Regeln 2013: Das ändert sich für Autofahrer!

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Neues Jahr. Neues Glück? Was wird das Jahr 2013 bringen? Auf jeden Fall neue Regeln für Kraftfahrer. Die Auto-, Bus- Lastwagen- sowie Motorrad- und Radfahrer müssen sich für 2013 auf ein neues Fahrerlaubnisrecht (Autoblog berichtet hier bereits ausführlich) auf die Ausweitung der Umweltzonen sowie höhere Geldbussen fürs Falschparken einstellen.
Im kommenden Jahr 2013 werden freilich auch die Fahrradfahrer an die Kette gelegt; sie müssen sich einer Geschwindigkeitsbegrenzung beugen – dann gilt für Radler auf speziell ausgewiesenen Fahrradstraßen maximal Tempo 30. Wer dagegen mit einem Leichtmotorrad bis 125 ccm unterwegs ist, darf vom 19. Januar an das bis dahin geltende Tempolimit von 80 Kilometer pro Stunde (km/h) überschreiten. Sie merken schon, im neuen Jahr 2013 wird sich einiges ändern.

Die wichtigsten Neuerung im Straßenverkehr. die im neuen Jahr 2013 auf mobile Menschen zurollen, haben wir auf der folgenden Seite kompakt und übersichtlich...,...zusammengefasst.

1. StVO
Zum 1. April 2013 wird die überarbeitete StVO in Kraft treten. Die Gesetzestexte wurden nicht nur sprachlich auf eine bessere Verständlichkeit getrimmt, sondern beinhalten auch einige wesentliche Neuerungen:

Falschparken:
Das Überschreiten der Parkdauer wird ab dem 1. April um jeweils fünf Euro teurer.


Gefahrenzeichen
Auf Gefahrenzeichen muss nicht nur mit erhöhter Aufmerksamkeit reagiert werden, die Neufassung der StVO schreibt künftig auch die Herabsetzung der gefahrenen Geschwindigkeit vor.

Winterreifenpflicht
Endgültig festgeschrieben wird die Pflicht, bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte Winterreifen zu verwenden, die das M+S-Symbol aufweisen.

Motorräder
Motorräder dürfen am Tag wahlweise mit Abblendlicht oder eingeschalteten Tagfahrleuchten unterwegs sein. Bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen muss das Abblendlicht eingeschaltet werden.

Radverkehr
- Radfahrer dürfen links befindliche Radwege nur dann benutzen, wenn diese durch eine entsprechende Beschilderung frei gegeben sind.
- Darauf eingerichtete Fahrradanhänger dürfen zur Beförderung von bis zu 2 Kindern bis zum vollendeten 7. Lebenjahr genutzt werden. Der Radfahrer muss in diesem Fall mindestens 16 Jahre alt sein.
- Sind keine Lichtzeichenanlagen für Radfahrer vorhanden müssen Radfahrer die Ampeln des Fahrverkehrs beachten. Grenzt der Radweg an eine Fußgängerfurt gelten die Fußgängerampeln auch für Radfahrer.
- In Fahrradstraßen (Zeichen 244.1) gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
- Sackgassenschilder (Zeichen 357) können durch Piktogramme die Durchlässigkeit für Fußgänger und Radfahrer anzeigen.

Inline-Skater
Inline-Skaten und Rollschuhfahren ist auf Radwegen und Seitenstreifen künftig zugelassen, wenn dies durch ein entsprechendes Zusatzzeichen erlaubt ist.

2. Neuer Führerschein kommt
Alle ab dem 19.01.2013 ausgestellten Führerscheine entsprechen dem neuen EU-Muster und damit den Regelungen der so genannten 3. Führerscheinrichtlinie der EU. Eine Pflicht zum Umtausch alter Fahrerlaubnisdokumente besteht vorerst nicht. Erst vom 19.01.2033 an müssen alle Fahrerlaubnisse den nun geltenden Richtlinien entsprechen. Kommt es aber nach dem Stichtag per Antrag zu einem Dokumententausch alt gegen neu, ist der neue Führerschein von da an nur noch für die Dauer von 15 Jahren gültig. Nach Ablauf dieser Zeit werden Führerscheine ohne erneute Eignungsprüfung umgetauscht. Eine regelmäßige Gesundheitsprüfung ist mit der Neuausstellung des Führerscheins in Deutschland nicht verbunden.

3. Umweltzonen werden ausgeweitet
Schon vorhandene Umweltzonen werden ausgeweitet, neue kommen hinzu: 30 Städte und Gemeinden verschärfen die Bedingungen in ihren Umweltzonen, allein 20 davon liegen in Baden-Württemberg. Vom 1. Januar 2013 an gilt in Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Herrenberg, Ilsfeld, Karlsruhe, Leonberg, Mannheim, Mühlacker, Pfinztal, Pforzheim, Reutlingen, Schramberg, Tübingen, Ulm und in Urbach, dass Fahrzeuge in ausgewiesene Umweltzonen nur noch mit grüner Plakette hineinfahren dürfen. Die Umweltzonen Ludwigsburg, Markgröningen und Pleidelsheim-Ingersheim-Freiberg werden um die Bereiche Asperg, Bietigheim-Bissingen, Möglingen, Kornwestheim und Tamm erweitert. Auch hier gilt ab Anfang des Jahres, das Fahrzeuge mit roter oder gelber Markierung an der Windschutzscheibe in gekennzeichneten Bereichen nicht fahren dürfen.

Wendlingen am Neckar richtet zum 1. April 2013 eine Umweltzone ein, auch hier berechtigt nur die grüne Plakette zur Einfahrt.
Freie Fahrt bei Grün gilt ab dem 1. Januar auch für die Umweltzonen in Wiesbaden und Mainz, ebenso wie für Magdeburg und Halle/ Saale.

In Nordrhein-Westfalen verschärfen die Städte Hagen und Köln die Bedingungen und schließen künftig Fahrzeuge mit roter Plakette aus – Mindestanforderung ist ab 1. Januar eine gelbe Plakette an der Windschutzscheibe. Auch die Region Ruhrgebiet geht auf Gelb, betroffen hiervon sind Autofahrer in den Städten Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herne, Herten, Mülheim, Oberhausen und Recklinghausen. Neue Umweltzonen werden in Langenfeld, Mönchengladbach und Remscheid eingerichtet. Die ursprünglich geplante Verschärfung der Bedingungen in Augsburg wurden wegen Baumaßnahmen zurückgestellt.

4. Kfz-Steuer
Noch bis zum 31. Dezember 2013 gilt eine einmalige und befristete Steuerbefreiung in Höhe von maximal 150 Euro für Dieselfahrzeuge, die der Abgasnorm 6 entsprechen.
Die bislang nur für Elektro-Pkw geltende Steuerbefreiung wird auf elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge der Klasse N1 sowie Leichtfahrzeuge der Klasse L ausgeweitet. Zudem gilt die Steuerbefreiung nicht mehr nur fünf, sondern künftig 10 Jahre lang. Fahrzeuge, die vor dem Stichtag 1. Juli 2009 zugelassen wurden werden künftig doch nicht nach ihrem CO2-Ausstoß besteuert. Die Bemessung der Kfz-Steuer erfolgt wie bisher nach Schadstoffemissionen (Euro-Normen) und nach Hubraum.

Förderung von Rußpartikelfiltern
Auch im kommenden Jahr wird die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit einem Rußpartikelfilter staatlich gefördert. Für Nachrüstungen, die bis einschließlich 31. Dezember 2012 durchgeführt werden und zu denen Anträge bis zum Ablauf des 15. Februar 2013 beim BAFA eingehen, beträgt der Fördersatz unverändert 330 Euro. Für Nachrüstungen, die im Jahr 2013 durchgeführt werden, beträgt der Fördersatz nur noch 260 Euro.

5. Rundfunkgebühren für Autoradio
Die Rundfunkgebühren werden am 1. Januar nicht mehr geräteabhängig erhoben, sondern pauschal pro Haushalt. Enthalten sind alle privat genutzten Geräte, auch Autoradios sämtlicher Wohnungsbewohner. Der Betrag von 17,98 entspricht dem bisherigen Tarif für Fernsehnutzer.
Wer sein mit einem Autoradio ausgestattetes Auto geschäftlich nutzt, muss dies gesondert anmelden. Bei einer Betriebsgröße bis zu 8 Beschäftigten und einem Kfz werden pro Monat 5,99 Euro fällig. Selbstständige, die von einer Wohnung aus arbeiten, für die bereits der Rundfunkbeitrag erhoben wird, müssen ihr Autoradio zusätzlich zum Preis von 5,99 Euro anmelden.

6. Reise:
Kroatien tritt der EU bei
Der Balkanstaat Kroatien wird aller Wahrscheinlichkeit nach am 1. Juli 2013 Mitglied der Europäischen Union. Für Urlauber, die über Slowenien einreisen entfallen demnach die Grenzkontrollen. Für Reisemitbringsel gelten die Vorschriften für Reisen innerhalb der EU, was höhere Freimengen bedeutet. Die bisherige Währung Kroatiens, der Kuna, bleibt vorerst erhalten.

Frankreich: reflektierende Motorradfahrer
Fahrer und Beifahrer von Trikes und Motorrädern mit mehr als 125 cm³ werden in Frankreich verpflichtet, ab dem 1. Januar 2013 reflektierendes Material an der Bekleidung tragen. Zwischen Helm und Gürtellinie müssen mindestens 150 Quadratzentimeter Reflexmaterial vorhanden sein, was z.B. einem fünf Zentimeter breiten Streifen von 30 cm Länge entspricht. Viele aktuelle Motorradjacken erfüllen diese Vorgabe bereits durch eingearbeitete Reflexstreifen, da eine Aufteilung auf mehrere Stellen zulässig ist. Möglich ist auch, sich mit einer Warnweste oder einer reflektierenden Armbinde über der Jacke behelfen. Die neue Regelung gilt auch für Touristen, bei Nichtbeachtung der neuen Vorschrift drohen 68 Euro Bußgeld.

Österreich:
Die österreichische Regierung plant laut ÖAMTC ab Januar eine drastische Erhöhung der Strafrahmen für Bagatelldelikte
Radfahrer in Österreich aufgepasst: Eine Novelle der Straßenverkehrsgesetze wird ab dem kommenden Jahr das Telefonieren per Handy auf dem Fahrrad verbieten. Die Alkoholgrenze für Radfahrer bleibt dagegen unverändert bei 0,8 Promille. Neu eingeführt werden zudem innerstädtische Begegnungszonen, in denen der Schwächere Vorrang hat.

Maut wird teurer
Die zur Nutzung österreichischer Autobahnen erforderliche Mautplakette ist nun himbeerfarben, die Preise wurden um durchschnittlich 3,6 Prozent erhöht. Ein Verstoß gegen die Vignettenpflicht wird mit einer Geldbuße in Höhe von 120 Euro bestraft, wer nicht sofort bezahlen kann riskiert Geldbußen zwischen 300 und 3.000 Euro. Es wird empfohlen, den unteren Abschnitt der Trägerfolie (mit Seriennummer) aufzubewahren, da er als Kaufnachweis gilt. Auf der Windschutzscheine dürfen sich keine österreichischen Vignetten aus den Vorjahren befinden.



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