
Traurige Zahlen vermeldet heute das statistische Bundesamt. Im vergangenen Jahr sind erstmals seit 20 Jahren wieder mehr Menschen im deutschen Straßenverkehr ums Leben gekommen. Die Zahlen stiegen sogar noch stärker, als in ersten Schätzungen bereits befürchtet wurde. Um 9,7 Prozent stieg die Anzahl der getöteten Verkehrsteilnehmer, das entspricht ...
... 3.991 einzelnen Schicksalen. Auch die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Menschen stieg, sie nahm um 5,5 Prozent auf 391.500 zu. Dabei nahm die Anzahl der Verkehrsunfälle insgesamt ab, sie lag im vergangenen Jahr bei rund 2,3 Millionen.
Als Hauptgrund für die drastische Zunahme der Verkehrstoten sehen die Experten vor allem das Wetter. Milde Wintermonate, ein sehr warmer, trockener Frühling und ein vergleichsweise schöner Herbst lockten viele Zweiradfahrer auf die Straßen, auch Autofahrer neigen bei besonders schönem Wetter vermehrt zu riskanter Fahrweise.
Gemessen an der Einwohnerzahl leben die Verkehrsteilnehmer in Mecklenburg-Vorpommern am gefährlichste: pro einer Million Einwohner kamen hier 87 Menschen bei Unfällen ums Leben, gefolgt von Sachsen-Anhalt (78) und Brandenburg (75). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 49.



