
Um sich in der Oberliga des Crossover-Segments fest zu etablieren, spendierte Nissan dem Murano ein 2,5-Liter-Dieselaggregat mit 190 PS Leistung, eine milde , elegante Gesichtspflege und eine Extraportion Komfort. Über 90 Prozent aller Fahrzeuge im Crossover-Premium-Segment lassen sich von einem Selbstzünder in Gang setzen. Dem Nissan Murano fehlte bislang ein solcher Antrieb. Doch mit dem Griff zu einer überarbeiteten...
...Version des bekannten 2,5-dCi-Vierzylinders, welcher dank Dieselpartikelfilter die Euro-5-Abgasnorm erfüllt, bewegt sich der Murano auf Augenhöhe mit seinen Mitbewerbern.
Dessen Durchschnittsverbrauch gibt Nissan mit 8,0 l/100 km/h (CO2-Ausstoß von maximal 210 g/km) an. Der Diesel leistet 190 PS und stemmt den 4,86 m langen, 1.89 m breiten und 1.72 m hohen Murano mit einem max. Drehmoment von 450 Nm, welches bei 2.000 U/min anliegt, vorwärts. Der Selbstzünder wird von einem 6-Stufenwandler-Automatik butterweich geschaltet und beschleunigt den 1,9t schweren Wagen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h. Dabei geht der Vierzylinder flott zu Werke. Die Beschleunigung von 0-100 km/h hat der Murano nach 10,5 Sekunden hinter sich gebracht.

Evolutionär anders:
Eine weiter technische Neuerung unter der Haube des Fuhrwerks der Premiumkategorie ist ein Wechsel vom Ketten- zu einem Zahnriemen-Antrieb – was der Laufkultur des Aggregats sehr zugute kommt. Zu den Novitäten der neuen Murano Generation gehören ebenfalls Schubabschaltung und Bremsenergierückgewinnung – sie sind wichtige Baustein bei Senkung des Verbrauchs. Wird der Murano abgebremst oder lupft der Fahrer das Gaspedal, wird nicht nur sofort die Spritzufuhr unterbrochen (Schubabschaltung), sondern auch die dabei erzeugte kinetische Energie in die Batterie zurückgeführt. Beim erneuten Beschleunigen wird zunächst diese gespeicherte Energie genutzt, ehe die Lichtmaschine wieder arbeiten muss. Auf diese Weise wird die Motorlast reduziert – und der Dieseldurst limitiert.

Elegantes Exterieur
Äußerlich setzte man beim Murano auf eine dezente Aktualisierung des Erscheinungsbildes – wobei die modifizierte Gestaltung der Frontpartie nicht nur der Optik, sondern auch einer optimierten Luftzufuhr zu den Kühlern dient. Insgesamt mutet das Design des Murano europäischer an – was unterm Strich einem wertigeren und souveräneren Eindruck zugute kommt.

Die inneren Werte:
Passend zur hohen Verarbeitungsgüte des Exterieurs glänzt der neue Murano auch innen mit einem noch Pkw-artigeren Interieur. Zum großzügigen Einsatz von Chrom und Aluminium .kommen Oberflächen in „Soft-touch"-Anmutung. Sie finden sich überall dort, wo Hände, Arme, Ellbogen oder Knie in Kontakt mit Innenraum-Verkleidungen kommen können. Die Anordnung und Gliederung des Instrumententrägers sowie der Mittelkonsole entsprechen den Standards in einer Luxus-Limousine. Die Analoganzeigen (mit weißen Ziffern auf schwarzen Skalen) sind bestens ablesbar und werden über ringförmige Leuchtelemente bei Nacht in sanftes Rot getaucht. Der gleichfalls in den Instrumententräger integrierte Start/Stopp-Knopf zählt zusammen mit dem drahtlosen Zugangs- und Startsystem Intelligent Key zur üppigen Serienausstattung. Vorausgesetzt, der Schlüssel in Form eines Transponders befindet sich in der Jacken-, Hand- oder Einkaufstasche, lässt sich damit der Wagen öffnen und durch Druck auf den Starter-Knopf auch starten.

Immer auf dem Laufenden - dank der Kommunikationszentrale
Die Steuerung von Audioanlage, Telefon und Geschwindigkeitsregelanlage erfolgt über Bedientasten im V-förmigen Mittelteil des Lederlenkrads. Die Tasten ermöglichen eine leichte und praktische Bedienung des kombinierten Kommunikations- und Audiosystems Nissan IT08. Dessen über einen intuitiven Multifunktionsschalter oder über das sieben Zoll große Touchscreen-Display zu steuernde Satellitennavigation greift auf eine 40-Gigabyte-Festplatte zurück und zeigt Routen unter anderem auch aus einer 3D-Vogelperspektive an. Das europäische Kartenmaterial umfasst jetzt zusätzlich Russland, die Türkei und die osteuropäischen Länder. Ein RDS-TMC-Modul liefert Verkehrsmeldungen in Echtzeit, die Anbindung an das Netzwerk von Michelin ermöglicht die Nutzung vielfältiger Inhalte aus den Restaurant- und Hotel-Führern der Franzosen.

Gute Unterhaltung inklusive
Auch die Entertainment-Funktionen des Systems sind vielfältig. Darunter sind eine 9,3 GB große Musik-Box (zum Speichern von bis zu 300 CD), iPod- und USB-Schnittstellen, MP3-Kompatibilität via AUX-in-Anschluss sowie Bluetooth Audio Streaming. Der Einfach-CD-Spieler eignet sich auch zum Abspielen von DVDs, die bei angezogener Handbremse auf dem zentralen Bildschirm angeschaut werden können. Eine Ambientebeleuchtung hüllt das Interieur bei Nacht in warmes Licht. So können die Insassen auch ohne Einschalten der Innenraumlampen alle wichtigen Bedienelemente gut erkennen.

Der Innenraum: ein Fall für Felle
Die bequemen Vordersitze sind serienmäßig mit per Doppel-Naht zugeschnittenen Lederbahnen und gerafften Mittelpartien bezogen. Sie bieten noch mehr Sitzkomfort und seitliche Unterstützung bei Kurvenfahrt. Ähnlich wie der QASHQAI verfügt auch der Murano auf der Oberseite der Instrumententafel über eine spezielle Luftaustrittsdüse. Sie spendet eine zugluftfreie Rundumbrise im Cockpit und ist individuell einstellbar. Der achtfach elektrisch einstellbare Fahrersitz besitzt in der Executive-Version zusätzlich eine Memory-Funktion. Neben der bevorzugten Einstellung des Sitzes für zwei Fahrer lassen sich damit auch die dazu passenden Positionen des Lenkrads und der Außenspiegel speichern. Der Beifahrer-Sitz ist vierfach elektrisch einstellbar. Beim Interieur-Trim haben Kunden die Wahl zwischen einem klassischen Schwarz und einer Variante in Beige. Dazu kommen sieben verschiedene Außenfarben mit selbst heilender „Scratch Shield"-Technik.

Das Fassungsvermögen des Kofferraums ist mit 402 Litern (nach VDA-Norm) generös bemessen. Aber hinten geht noch mehr rein. Haben sich die Rücksitze ganz flach gemacht, steht eine Staufläche von 838 Liter zur Verfügung. Dass sich die im Verhältnis 60:40 geteilten Lehnen der Rückbank über seitliche Ziehgriffe im Kofferraum im Handumdrehen umlegen lassen, stellt bereits eine große Bedienerleichterung dar. Doch damit nicht genug: Im Nissan Murano fahren sie mit Unterstützung von kleinen, aber kräftigen Elektromotoren automatisch in acht Sekunden auch wieder in die aufrechte Position zurück.
Alles drin. Alles dran.
Bereits in der Serienausstattung kann der Murano mit vielem aufwarten, was das Fahrerherz höher schlagen lässt. Leichtmetallräder in 18 oder 20 Zoll (Ausstattungslinie Executive) oder das IT08-System – die jüngste Generation des kombinierten Audio- und Navigationssystems auf Festplattenbasis mit DVD-Spieler, Musik-Box, USB- und Bluetooth-Schnittstellen sowie Touchscreen-Display sind on Board. Weitere Features umfassen dunkel getönte Scheiben (ab der B-Säule), Bi-Xenon-Scheinwerfer, eine Geschwindigkeitsregelanlage und die exklusiv für den Murano entwickelten Rücksitze, die über Tasten im Kofferraum elektrisch vor- und auch wieder hochklappbar sind. Zusätzlich zur schon beim ersten Murano eingeführten Rückfahrkamera verfügt der aktuelle Murano über ein zweites Kameraauge, das – am Beifahrerrückspiegel montiert – das Einparken und Rangieren im Stand einfacher und sicherer macht.

Vier for Fun:
Der Murano profitiert von der jüngsten Entwicklungsstufe des von Nissan über die Jahre immer weiter verfeinerten ALL MODE-4x4i-Allradantriebs. Das intelligente und variable System ist mit den Gier-, Lenkwinkel- und Radschlupf-Sensoren des elektronischen Stabilitätssystems (ESP) vernetzt – mit guten Auswirkungen: In kürzester Zeit leitet es über eine Lamellenkupplung bedarfsgerecht bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterräder. Im Normalbetrieb gelangt das Gros des Drehmoments auf die Vorderräder; im wirklich schweren Gelände kann der Fahrer aber auch über einen Drehknopf am Armaturenbrett eine feste Verteilung (LOCK-Position) einstellen. Außer in einem solchen Fall braucht der Fahrer jedoch keinerlei Knöpfe oder Drehschalter am Armaturenbrett zu betätigen – das ALL MODE 4x4i regelt alles vollautomatisch. Bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h operiert das System in einem proaktiven „Stand by"-Programm. Das heißt: Noch ehe die Vorderräder an Haftung verlieren, ahnt das Elektronengehirn aufgrund der Gaspedalstellung und des anliegenden Motordrehmoments die Situation voraus und schickt vorsorglich Kraft auf die Hinterräder. Ist der Murano mit mehr als 80 km/h unterwegs, reagiert das System erst dann, wenn tatsächlich Schlupf auftritt.
Der Effekt ist in beiden Fällen ein Plus an Fahrspaß und Sicherheit. Denn der Murano durcheilt Kurven unabhängig von der Geschwindigkeit weniger untersteuernd denn neutral. Auch die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und die Rückmeldungen der Lenkung hat Nissan nochmals verbessert. Und selbst bei sehr rutschiger Unterlage bleibt das ALL MODE 4x4i-System Herr der Lage.

Fazit:
Die modellgepflegte Ausgabe der gelungene Mischung aus luxuriöser Sportlimousine und rustikalem SUV setzt erneut auf die bewährten Murano Tugenden. Sicherheit, Raumangebot und Praxistauglichkeit sind bekannte Stärken des Crossover. Neue hinzu gesellen sich Wirtschaftlichkeit, vermehrter Komfort und ein eleganteres Exterieur.
Die Markteinführung des Murano Diesel erfolgt am 06. September 2010 zu einem Einstiegspreis von 51.900,-Euro.



