
Dass die Briten etwas anders ticken, sollte längst bekannt sein. Vor Experimenten im und um den Motorsport schreckt man spätestens seit der Erfolgs-Sendung "Top Gear" nicht mehr zurück. Forscher an der Universität von Warwick sind nun noch einen Schritt weitergegangen: sie haben einen umweltfreundlichen Formel-3-Renner gebaut. Angetrieben mit Schokolade, gesteuert von Karotten und mit einer Verkleidung aus Kartoffeln - das sind die Eckdaten des Boliden, der in Kurven über 125 Meilen pro Stunde schaffen soll. Dabei wird das Reglement internationaler Formel-3-Serien eingehalten, lediglich der Bio-Diesel-Motor verstößt gegen die allgemeinen Bestimmungen.
An diesem Fahrzeug ist einfach alles aus natürlichen Komponenten. Das Monocoque ist aus Pflanzenfasern gefertigt. Flachfasern und Sojabohnen-Öl schaffen einen Rennsitz. "Es ist eine technische Demonstration in der versucht und gezeigt wird, dass man auch Motorsport betreiben kann, ohne die Umwelt zu verschmutzen", so Projektmanager James Meredith gegenüber der "TD Daily". Den ersten Test hat man bereits erfolgreich absolviert. "Letzte Woche sind wir auf dem Campus-Parkplatz gefahren, schon bald wollen wir auf einer richtigen Strecke testen", sagte Meredith. Schon bald wolle man ein Rennen fahren - welches, spiele erst einmal keine Rolle.