John Stewart, der TV-Star der amerikanischen Daily-Show interpretierte die Insolvenz von General Motors auf seine gewohnt ironische Art: GM besitzt ein Vermögen von 82,3 Milliarden US-Dollar und hat Schulden in Höhe von 172,8 Milliarden US-Dollar. Das macht also unter dem Strich eine Finanzlücke von gut 60 Milliarden US-Dollar. Für den US-Präsidenten Obama ergeben sich beträchtliche Risiken. Mit dem Staatsanteil von 60 Prozent an GM ist er nun direkt mit von der Partie. Die amerikanischen Steuerzahler erwarten dafür eine rasche Gesundung. Obama sagte in seiner Rede, dass dem amerikanischen Volk nun 60 Prozent von General Motors gehören.
Jon Stewart bedankte sich in seiner Show als Bürger der Vereinigten Staaten für die Beteiligung an 60 Milliarden US-Dollar "Schulden". 20 Milliarden Steuergelder waren bereits geflossen und keiner kann beantworten, wo das Geld geblieben ist. Einige Millionen sind für Werbspotts verpulvert worden. Stewart sieht nur eine Lösung: GM abfackeln - und die Versicherungssumme kassieren. Versicherer von GM ist allerdings AIG - und AIG machte im letzten Jahr einen Verlust von 99,3 Milliarden US-Dollar. Das funktioniert also auch nicht, resümierte Jon Stewart sarkastisch.