
Mit dem Evora schlägt die Stunde der Familienväter. Schaut man auf die technischen Details, kann man eher von einer schnellen Familienkutsche als von einem dynamischen Sportwagen reden. Als Antrieb dient ein V6-Aggregat mit 3,5 Litern Hubraum und 206 kW/280 PS. Der CO2-Ausstoß wird mit 225 Gramm pro Kilometer angegeben. Die Beschleunigung von 0 auf Tempo 100 soll weniger als fünf Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit des 1,3 Tonnen schwere Evora soll bei 250 km/h liegen. Doch die Optik verspricht etwas anderes. Er ist bei einem Radstand von 2,58 Metern gerade einmal 4,34 Meter lang und reicht dem Fahrer bei einer Höhe von 1,22 Metern allenfalls bis an die Gürtelschnalle.
Man könnte fast sagen: außen hui – innen pfui. Oder hat Lotus nun ein Einsehen mit Kunden, die Familie, Wohlstandsbauch und Rückenleiden haben? Lotus möchte mit dem neuen Evora einen neuen Kundenstamm erreichen, die schlichtweg nicht auf ein Mindestmaß an Komfort verzichten wollen. Das spiegelt sich auch beim Preis wieder, der Viersitzer wird etwa 70.000 Euro kosten. Doch auch alle Lotus-Liebhaber die noch den legendären Esprit, den Dienstwagen des Kinohelden James Bond, vor Augen haben, können beruhigt sein. Für 2011 ist ein Nachfolger geplant, der von einem Achtzylinder angetrieben werden soll.



